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Alt 16.10.2004, 11:27   #31
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Große Versandhäuser verbuchen massive Umsatzverluste

Die drei größten deutschen Versandhäuser Quelle, Otto und Neckermann haben im vergangenen Jahr erhebliche Umsatzverluste verzeichnet. Zuwächse erzielten dagegen die Spezialversender.


Dies geht aus der Top-100-Liste der größten deutschen Versandhäuser hervor, die der Brancheninformationsdienst " Der Versandhausberater" am Freitag in Bonn veröffentlicht hat.

Am härtesten traf es die Nummer eins, Quelle: Der Meldung zufolge ging dort der Umsatz um rund 285 Mio. Euro auf 3,8 Mrd. Euro zurück. Der Hamburger Otto-Versand verbuchte ein Umsatz-Minus von 119 Mio. Euro auf 2,16 Mrd. Euro und liegt damit auf Platz zwei. Mit einem Netto-Umsatz von 1,49 Mrd. Euro verfehlte Neckermann das Vorjahresergebnis um 31,7 Mio. Euro.

Wie der Informationsdienst weiter mitteilte, erzielten viele Spezialversender relativ hohe Umsatzzuwächse. So legte die Nummer vier der Versandhaus-Rangliste, Weltbild, allein im Inland um 102 Mio. auf 822 Mio. Euro zu. Der TV-Shop QVC auf Platz 18 kletterte um 89 Mio. auf 378 Mio. Euro. Der siebtplatzierte Bon-Prix-Versand steigerte den Umsatz um 87 Mio. und liegt nun bei 682 Mio. Euro. Tchibo erreichte einen Umsatzzuwachs von 80 Mio. und liegt mit einem Gesamtumsatz von 360 Mio. Euro auf Platz 20.

---------

Kein Wunder, denn die sind viel teurer mit ihren Produkten als Rabattschlachten im Kaufhaus. :o
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Alt 16.10.2004, 11:28   #32
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Silberstreif am Horizont

Geschrieben von Wellenreiter-Invest

Veröffentlicht: 17:47 - 15.10.2004
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Geschichte wiederholt sich nicht – oder doch? Auf dem folgenden Chart fällt auf, dass der Silberpreis in den Jahren 1920 und 1980 zwei markante Spitzen bildete, die eine Differenz von 60 Jahren aufweisen.

Dem Topp von 1920 ging ebenso wie dem Topp von 1980 eine längere Periode steigender Inflationsraten voraus. Insofern ist die Annahme, dass Silber in Zeiten stark steigender Verbraucherpreise als Inflationsschutz fungieren kann, nicht von der Hand zu weisen.



Auf dem obigen Chart ist eine Trendlinie eingezeichnet, welche die Tiefs von 1931, 1971 und 2001 miteinander verbindet. Diese Linie charakterisiert den Aufwärtstrend, in dem sich das Edelmetall seit Beginn der 30er Jahre befindet.

Dieser Aufwärtstrend baute sich in den 30er, 40er und 50er Jahren gemäßigt auf, begann dann in den 60er Jahren steiler zu werden, um letztlich in den 70er Jahren zu explodieren. Man erkennt, dass sich die Bewegung zunächst langsam steigerte, um anschließend in den Overdrive zu beschleunigen.

Lässt sich aus dieser Erkenntnis heraus auf die zukünftige Entwicklung des Silberpreises schließen?

Auf dem nächsten Chart stellen wir den Silberpreis von 1914 bis 1950 demjenigen von 1974 bis zum aktuellen Zeitpunkt entgegen. Die Topps von 1920 und 1980 wurden übereinander gelegt.



Betrachtet man den obigen Chart, so fällt die bisher absolut synchrone Bewegung beider Verläufe auf; die blauen Markierungen zeigen die wichtigen Wendepunkte an. Dem Hoch von 1920/1980 folgte das Tief von 1931/1991 sowie das Tief von 1941/2001. Der 60-Jahres-Abstand wird in jedem Fall gewahrt.

Spinnt man die Geschichte mit der gleichen synchronen Bewegung weiter, so muss sie wie folgt lauten: Im Jahre 1946/2006 markierte Silber ein zwischenzeitliches Topp, das erst im Jahr 1951/2001 übertroffen wurde. Die Korrektur zwischen 1946/2006 und 1951/2011 war mild.

Übrigens stieg die Inflationsrate im Verlaufe des Jahres 1946 auf über 20% an, nachdem sie im Jahr zuvor noch bei moderaten 2-3% gelegen hatte.

Fazit: Der Silberpreis seit 1980 zeigt eine auffällig synchrone Bewegung mit demjenigen seit 1920. Die Differenz beträgt 60 Jahre. Beide Jahresdaten bezeichnen Euphorie-Topps. Hält sich die aktuelle Preisentwicklung des Edelmetalls weiterhin an den Verlauf seit 1920, so wäre mit weiter kontinuierlich steigenden Silberpreisen zu rechnen, nicht aber mit einer Wiederholung der Euphorie der 70er Jahre zum Ende dieses Jahrzehnts. Dieser Tanz würde erst 2020 beginnen und 2040 enden.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest


http://www.stock-channel.net/articles/article.php3?a=24

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Alt 16.10.2004, 11:33   #33
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Karstadt erwägt zusätzlich Wandelanleihe

WestLB und Société Générale gehören Konsortium an

ab Düsseldorf - Neben der Kapitalerhöhung gehört bei KarstadtQuelle auch die Möglichkeit zur Begebung einer Wandelanleihe zum Refinanzierungskonzept. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Einladung zur außerordentlichen Hauptversammlung hervor. Feste Bestandteile der Bilanzsanierung sind die Kapitalerhöhung um mindestens 500 Mill. Euro und ein syndizierter Kredit von mindestens 1,75 Mrd. Euro.

Genehmigen müssen die Aktionäre allerdings nur die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage. Für die restlichen Maßnahmen wie die Emission weiterer Aktien oder die Wandelanleihe liegen Vorratsbeschlüsse vor, wobei zur Bedienung der Wandelanleihe Aktien aus dem eigenen Bestand (9,7 %) verwendet werden könnten.

Genehmigungspflichtig ist die Ausgabe von 93 Mill. neuen Aktien. Der Bezugspreis für die neuen Papiere werde kurz vor Beginn der Bezugsfrist (voraussichtlich Ende November) festgelegt. Der Mindestausgabepreis liege bei 4 Euro je Aktie. Zu diesem Kurs garantiert das Konsortium, dem neben ABN Amro und Dresdner KW auch WestLB und Société Générale angehören, die Kapitalmaßnahme. Damit 500 Mill. Euro erlöst werden, ist allerdings ein Bezugspreis von 5,38 Euro erforderlich. Sollte das vorhandene genehmigte Kapital ausgenutzt werden, kämen bis zu 124 Mill. neue Aktien auf den Markt.

----------

Kommt auch noch eine Wandelanleihe hinterher. Hedge Fonds werden strahlen vor Glück.

In 2-3 Jahren ist es soweit, dann werden endlos viele Wandelanleihen fällig & der Weltmarkt regelrecht überflutet mit neuen Aktien. Kann sich jeder selbst ausrechnen was dann mit den Börsen passiert. :
Die KGV-Fetischisten werden dann besonders viel zu erblicken haben, denn durch die Verwässerung steigt DAX-KGV mal eben so um knapp 10 Stellen...
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Alt 16.10.2004, 11:41   #34
Förster
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http://www.goldseiten.de/content/ko...php?storyid=112

man achte aufs datum :


Zitat:
"Wir haben die Verantwortung, größere Marktverschiebungen durch die Entwicklung von regulatorischen Standards und wenn nötig, durch direkte Eingriffe in den Markt zu verhindern." (Alan Greenspan, 14.01.97).

Wir haben mehrfach die Eingriffe (Manipulation) am Aktienmarkt aufgedeckt, wie das Finanzministerium und die Fed über das Absturzsicherungsteam (Greenspan, Rubin, Summers) und der Mithilfe der Firmen des Establishments wie z.B. Merrill Lynch, Goldman Sachs, Morgan Stanley u.a. 5.000.oder 10.000 Futures Kontrakte des Dow Jones gekauft haben, als der Markt Schwäche zeigte und wie groß die Interventionen im 4. Quartal 1998 waren, als die Aktien- und Finanzmärkte zusammenbrachen. So wurden neben anderen Maßnahmen 128 Mrd. $ aus den Versicherungssystemen Fannie Mae und Freddie Mac in die Finanzmärkte umgeleitet.


__________________
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Alt 16.10.2004, 11:48   #35
Förster
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NUKLEARFABRIKEN

Gazprom schließt heiklen Atomdeal ab

Der russische Staatskonzern Gazprom übernimmt die Aktienmehrheit am einzigen russischen Exporteur von Nukleartechnologie. Heikles Detail des Deals: Die Firma baut ein Atomkraftwerk im Iran - das atomwaffenfähig wäre, behaupten die USA.


Moskau - Die Vereinigten Staaten werfen Iran bereits seit längerem vor, insgeheim Atomwaffen zu entwickeln. Die russische Anlage könnte dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Gazprom , das weltgrößte Gasunternehmen, soll den Anteil am Exporteur "Atomstroieksport" bereits vor einigen Tagen für umgerechnet eine Milliarde Dollar gekauft haben. Beide Unternehmen waren jedoch nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Der Chef der russischen Atomaufsichtsbehörde, Andreij Malyshev, konnte den Kauf jedoch bestätigen. "Wir werden die weiteren Entwicklungen sehr genau beobachten", sagte er. "Aber wir glauben, Gazprom ist ein sehr solides Unternehmen - auch, weil es teilweise in Staatsbesitz ist."

Gazprom hatte vor einem Monat bekannt gegeben, auch den staatlichen Ölkonzern Rosneft übernehmen zu wollen. Der Kauf, so gab Vorstandschef Alexeij Miller damals bekannt, sollte nur der erste Schritt auf dem Weg sein, einen staatlichen Ölriesen zu formen.

Analysten bezweifeln jedoch, dass die Zukunft von Gazprom im Geschäft mit Atomtechnik liegen wird. Angesichts der schwierigen diplomatischen Verwicklungen könne er "nicht sehen, dass der Konzern in diesem Geschäft etwas erreicht", sagte Jonathan Stern, Experte des Institute for Energiy Studies in Oxford.

Atomstroieksport ist ein Nachfolgeunternehmen eines staatlichen Atomlieferanten, der noch zu Zeiten des Kalten Krieges gegründet wurde. Abgesehen von der Anlage in Iran baut der Konzern weitere Anlagen in China und in Indien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,323436,00.html


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Alt 16.10.2004, 11:56   #36
mama mia
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@germa - @all

US Treasury acts to avoid piercing debt limit
15 October 2004

WASHINGTON: The US Treasury Department tapped into a federal employee pension fund yesterday to keep the government below its borrowing limit, US Treasury Secretary John Snow said in a letter to Congress.

Congress adjourned for an election break last weekend without raising the politically sensitive limit. Snow said it was critical that lawmakers raise the debt ceiling when they return on November 16......

full story: http://www.stuff.co.nz/stuff/0,2106...02a6026,00.html

.....na, wenn's der Staat vormacht :
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http://www.derivatecheck.de/termine/default.asp jede Medaille hat zwei Seiten

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Alt 16.10.2004, 12:00   #37
Graf
"It's Gold, Mr. Bond!"
 
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Goldminenblase....?

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"Inflate or die" - Helikopter Ben wird für die größte Liquiditätshausse aller Zeiten sorgen. Ziele 2008: DAX 10.000 - DOW 20.000 - NIKKEI 26.000 - HUI 600.
"But the U.S. government has a technology, called a printing press that allows it to produce as many U.S. dollars as it wishes at essentially no cost.""..when the fundamentals of the economy suddenly deteriorate, the central bank should act more preemptively and more aggressively than usual in cutting rates."

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Alt 16.10.2004, 12:01   #38
verlustx
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servus germanasti....besonders gut hat mir gefallen...."eliminierung zahlloser stinkfauler maden...auf staatlicher-schmarotzerkasse".....eine regierung, die glaubt man könne schmerzlos einen immer grösseren teil der staatseinnahmen dem staatsapparat opfern.....ist nicht reformfähig oder ...willens...
ein kl. beispiel gefällig......eine frau von beruf lehrerin kam vor 7 jahren aus russland nach D., sie bettelte bei den behörden um eine umschulung, damit sie ihren beruf ausüben kann...also deutsch-russisch...unterrichten kann....damals war sie 42 jahre alt....vor 3 monaten bekam sie die erlaubnis an einer umschulung teilzunehmen....die behörden haben also rund 7 jahre gebraucht, um sie in ein umschulungs-programm einzubinden....wenn sie fertig ist...hat sie 52 jahre alt.....andere lehrer gehen dann schon in frühpension......

@ll schones wochenende

p.s. welcher kanzler hat denn nun gesagt.....lieber 5 % inflation....statt 5 % arbeitslose??
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Alt 16.10.2004, 12:06   #39
Graf
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Zitat:
Zitat von germanasti

Silberstreif am Horizont

Geschrieben von Wellenreiter-Invest

Veröffentlicht: 17:47 - 15.10.2004
Keine Bewertung

Geschichte wiederholt sich nicht – oder doch? Auf dem folgenden Chart fällt auf, dass der Silberpreis in den Jahren 1920 und 1980 zwei markante Spitzen bildete, die eine Differenz von 60 Jahren aufweisen.

Dem Topp von 1920 ging ebenso wie dem Topp von 1980 eine längere Periode steigender Inflationsraten voraus. Insofern ist die Annahme, dass Silber in Zeiten stark steigender Verbraucherpreise als Inflationsschutz fungieren kann, nicht von der Hand zu weisen.



Auf dem obigen Chart ist eine Trendlinie eingezeichnet, welche die Tiefs von 1931, 1971 und 2001 miteinander verbindet. Diese Linie charakterisiert den Aufwärtstrend, in dem sich das Edelmetall seit Beginn der 30er Jahre befindet.

Dieser Aufwärtstrend baute sich in den 30er, 40er und 50er Jahren gemäßigt auf, begann dann in den 60er Jahren steiler zu werden, um letztlich in den 70er Jahren zu explodieren. Man erkennt, dass sich die Bewegung zunächst langsam steigerte, um anschließend in den Overdrive zu beschleunigen.

Lässt sich aus dieser Erkenntnis heraus auf die zukünftige Entwicklung des Silberpreises schließen?

Auf dem nächsten Chart stellen wir den Silberpreis von 1914 bis 1950 demjenigen von 1974 bis zum aktuellen Zeitpunkt entgegen. Die Topps von 1920 und 1980 wurden übereinander gelegt.



Betrachtet man den obigen Chart, so fällt die bisher absolut synchrone Bewegung beider Verläufe auf; die blauen Markierungen zeigen die wichtigen Wendepunkte an. Dem Hoch von 1920/1980 folgte das Tief von 1931/1991 sowie das Tief von 1941/2001. Der 60-Jahres-Abstand wird in jedem Fall gewahrt.

Spinnt man die Geschichte mit der gleichen synchronen Bewegung weiter, so muss sie wie folgt lauten: Im Jahre 1946/2006 markierte Silber ein zwischenzeitliches Topp, das erst im Jahr 1951/2001 übertroffen wurde. Die Korrektur zwischen 1946/2006 und 1951/2011 war mild.

Übrigens stieg die Inflationsrate im Verlaufe des Jahres 1946 auf über 20% an, nachdem sie im Jahr zuvor noch bei moderaten 2-3% gelegen hatte.

Fazit: Der Silberpreis seit 1980 zeigt eine auffällig synchrone Bewegung mit demjenigen seit 1920. Die Differenz beträgt 60 Jahre. Beide Jahresdaten bezeichnen Euphorie-Topps. Hält sich die aktuelle Preisentwicklung des Edelmetalls weiterhin an den Verlauf seit 1920, so wäre mit weiter kontinuierlich steigenden Silberpreisen zu rechnen, nicht aber mit einer Wiederholung der Euphorie der 70er Jahre zum Ende dieses Jahrzehnts. Dieser Tanz würde erst 2020 beginnen und 2040 enden.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest


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Alt 16.10.2004, 12:09   #40
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@germa .....wollte ich ja auch noch sagen - und schönes Wochende
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Alt 16.10.2004, 12:19   #41
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Alt 16.10.2004, 12:33   #42
nasdaq10.000
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Moin!

ZITAT: Entlassungs-Welle immer dramatischer!
Jetzt auch Schlecker und Spar


Bald 5 Mio Arbeitslose?


Die Lage auf dem Arbeitsmarkt spitzt sich zu! Nach Opel und Karstadt drohen auch bei den Handels-Riesen Spar und Schlecker Massenentlassungen. Experten wie der Vizechef der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, befürchten jetzt: Die Arbeitslosigkeit könnte im Winter von derzeit 4,3 Mio. bis auf 5 Mio. steigen

...


http://www.bild.t-online.de/BTO/new...erKomplett.html


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Auch die Zahl "5 Millionen" wird falsch/zu niedrig angesetzt sein.
Ein Hinweis zur Fälscherwerkstatt:

Report Mainz vom 17. Mai 2004

Erwin Bixler - Und der Skandal um die Bundesanstalt für Arbeit

Bericht:

Februar 2002 - für die Arbeitsämter ein Datum ab dem nichts mehr so war wie vorher.

Wir erinnern uns:

Vier Millionen Arbeitslose, und die Bundesanstalt für Arbeit behauptete,

es würden gleichzeitig zwei Millionen Jobs im Jahr vermittelt.

Doch die Statistik war gefälscht.

(...)

http://www.swr.de/report/archiv/sen...0517/index.html
__________________
"Ich wäre schon zufrieden, wenn wir in den kommenden Jahren den Abstand zu den USA verkürzen
und Regionen wie Lateinamerika auf Distanz halten könnten
", sagte Verheugen.
Europa drohe im Gegenteil "ein Verlust an Wohlstand und Lebensqualität", warnte er.
http://orf.at/050129-83242/index.html
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Alt 16.10.2004, 12:43   #43
germanasti
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Es gibt wohl kaum einen Beruf, bei dem man sich
so häufig irren kann, wie als Börsenprophet. Die
regelmäßig falschen Prognosen von professionellen
und privaten Börsenexperten sprechen für
sich. Jede Voraussage muß sich auf einen verläßlichen
Kranz volkswirtschaftlicher Daten
stützen. Nun hat in der letzten Woche der wohl
bedeutendste Fondsmanager der Welt - Bill Gross
von der amerikanischen Pimco-Gruppe - das
ausgesprochen, was schon vor Jahren weltweit
zuerst in der FINANZWOCHE dank Informationen
unseres Freundes Dr. Richebächer zu lesen
war: Die US-Inflationsrate wird seit Jahren
rund 1% zu tief ausgewiesen. Etwa die Hälfte
der Produkte, die in die amerikanischen
Preisindices eingehen, wird inzwischen
"hedonisch" bearbeitet. Dies heißt nichts anderes,
als daß tatsächliche Preissteigerungen zurückgenommen
werden oder Preissenkungen
noch vergrößert werden, weil sich die Qualität
der vom Konsumenten gekauften Produkte gegenüber
dem Vorjahr verbessert hat. Man fing
mit derartigen Inflationsbeeinflussungen schon
vor 17 Jahren bei Computern an. Heute ist man
bereits bei College-Textbüchern gelandet. Die
offiziell zu niedrig dargestellte Inflation führt nicht
nur dazu, daß der US-Staat rund 80 Millionen
Amerikanern die staatliche Unterstützung, die an
den Preisindex gebunden ist, drosseln kann, sondern
sie hat extreme volkswirtschaftliche Signalwirkung
auf weltweiter Ebene:
Das nach oben gefälschte reale US-Wirtschaftswachstum
(vom nominellen Wachstum wird die
zu niedrige Inflation abgezogen, was seit 17 Jahren
(!) zu einem unrichtigen, zu hohen realen
US-Wachstum führte) zog enorme Kapitalien in
die USA, was der Volkswirtschaft außerordentlich
nützte. Aber auch Unternehmen investierten
im Hinblick auf angeblich glänzende
Wachstumsaussichten massiv in den USA. Mit
dem "Erfolg", daß jene deutschen Gesellschaften,
die gewinnmäßig in den letzten Jahren besonders
schlecht abschnitten, große USA-Investoren
waren. Die Fehlleitung solcher Welt-
Kapitalströme wird aber nicht nur durch die zu
hoch ausgewiesene US-Wirtschaftswachstumsrate
verursacht, sondern auch durch eine ganze
Folge weiterer falsch ausgewiesener Zahlen,
mit denen die USA die letzten Jahre "glänzte": Die
Produktivität müßte in jedem Jahr in den letzten
17 Jahren um 1% zurückgenommen werden.
Nachdem zuletzt gut 2% US-Produktivitätswachstum
ausgewiesen wurde, sind dies eigentlich nur
gut 1% - weniger als im allgemein geschmähten
Europa oder gar Deutschland. Die britische Arbeitsproduktivität
liegt übrigens 24% niedriger als
die deutsche (diese Zahl, um den angeblichen
Erfolg der gepriesenen britischen Wirtschaft zu
relativieren).
Auch das Beispiel dieses Jahres zeigt, wie sehr
sich in den Köpfen - fälschlicherweise - das
Wunder des angeblich hohen US-Wirtschaftswachstums
festgesetzt hat. Nominal (also vor
Ausschaltung der Inflation) steigt das US-Bruttoinlandsprodukt
zur Zeit um 4,5%-5%. Zieht man
davon eine richtig errechnete US-Inflationsrate
(rund 3% plus 1% Zuschlag, wie jetzt von Bill
Gross angenommen = 4%) ab, so kommt man
auf ein reales Wirtschaftswachstum der USA
von zur Zeit nur 0,5%-1% gegenüber Vorjahr.
Deutschland wird es dank prozentual zweistellig
wachsender Exporte auf mehr als doppelt so
viel (rund 2%) reales Wachstum bringen, und die
Aussichten für die kommenden Jahre dürften für
die USA noch wesentlich schlechter sein.
Blickt man die letzten 17 Jahre - seit Einführung
der Manipulation an der Inflationsrate - zurück, so
ergeben sich ganz erhebliche Neubewertungen:
Das tatsächliche reale Bruttoinlandsprodukt ist
eigentlich über 30% niedriger als heute angegeben
(bei Computern wird etwa das 9-fache dessen
in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung
publiziert, was wirklich an Umsätzen über
den Ladentisch verkauft wird).
Reale Zahlen, wie der Arbeitsmarkt, zeigen dagegen,
daß die US-Konjunktur wesentlich schlechter
abschneidet, als allgemein publiziert. Zwar
waren die Zahlen im letzten Monat mit 144.000
neuen Jobs wieder etwas höher, bald (spätestens
nach der Wahl) dürften aber wieder die
schon aus dem 1. Halbjahr bekannten schlechten
Arbeitsmarktzahlen publiziert werden müssen.
Allgemein rechnet man damit, daß am kommenden
Freitag (letzte Veröffentlichung vor der Wahl)
sehr gute Zahlen (150.000) ausgewiesen werden,
um Bush Rückenwind zu geben. Tatsächlich
muß man sich aber vor Augen halten, daß in
den letzten drei Monaten bereits 211.000
Beschäftigte von einem Beschäftigungszuwachs
von insgesamt 313.000 durch eine
Statistikschätzung verursacht wurden (nach einer
allgemeinen Geburten- und Sterbestatistik)
und nicht durch tatsächliche Datenerfassung
effektiv neu beschäftigter Arbeitnehmer. Es ist
zwar möglich, daß auch diese Statistik weiterhin
künstlich nach oben gesetzt wird, aber immer
mehr Beobachter - auch in den USA - erkennen
plötzlich, daß die effektiven "unbereinigten" Zahlen
erheblich schlechter sind als die ausgewiesenen.
Würde am Freitag eine halbwegs echte bzw.
niedrige Zahl publiziert, so könnte dies den frisch
gewonnenen Aufwärtsschwung an den internationalen
Aktienmärkten schon wieder stoppen.
Auch für die Anleihemärkte ist es fundamental
kein gutes Ruhekissen zu wissen, daß dem augenblicklichen
10-Jahres-Zins für Anleihen von
etwa 4,2% (in den USA und Europa) eine Inflationsrate
in den USA gegenübersteht, die tatsächlich
fast genauso hoch ist (zuletzt ausgewiese
2,7% +1,0% Statistik-Schönung = 3,7% echte
Inflationsrate). Die wirkliche Untermauerung für
den Anleihemarkt ist die Markttechnik. Eine
Umfrage unter US-Anleihefondsmanagern ergab,
daß 47% der Berater weiterhin schwache
Bondkurse erwarten und nur 10% steigende (Rest
unentschlossen). Aus antizyklischer Anlagesicht
unterstützt dies weiterhin die Anleihemärkte.
Ob dies Anleihen zu einem längerfristig
attraktiven Investment macht, ist allerdings eine
andere Frage. Kurzfristig bleiben wir - aus den
genannten markttechnischen Gründen - bei der
leicht positiven Einschätzung der Bondmärkte.
Der von unserer DJE-Gruppe gemanagte reine
Rentenfonds (keinerlei Aktienanteil), DJE Renten
Global (WKN 164319), gewann in den letzten
12 Monaten rund 7%, der von DJE ebenfalls
betreute FI ALPHA Rentenfonds (WKN 974515)
gewann in den letzten 12 Monaten 10% (maximal
20% in defensiven Aktien möglich).
Noch schwieriger als die Prognose am Bondmarkt
bleibt die Aktienkursprognose. Ein sehr hoher
Ölpreis hat in der Vergangenheit immer zu einer
Rezession geführt. Sowohl die Markttechnik
(Optimistenzahl, relativ hoher Abstand zwischen
Kassa-Ölpreis und Termin-Ölpreis, US-zivile
Vorräte fast auf 25-Jahres-Tief), als auch die
hohe asiatische Nachfrage (schon wieder
Wirtschaftsbelebung in China) sprechen eher für
noch höhere Ölpreise. Der Ölpreis verhindert
also eine echte Aktien-Aufwärtsbewegung in den
nächsten Monaten. Eigentlich wäre aus markttechnischer
Sicht (relativ hohe Vorsicht der Anleger
gegenüber der Aktienanlage) eine wenigstens
begrenzte Kurssteigerung denkbar gewesen.
Entsprechend auch der FINANZWOCHEOptimismus
Anfang September, als alle Welt den
angeblich statistisch bedingt schlechten September-
Monat fürchtete. Das 4. Quartal ist bekanntlich
das statistisch beste Aktienquartal. Aber
auch hier gibt es beträchtliche Ausnahmen (z.B.
4. Quartal 1929) und zudem gibt es nach wie vor
die geopolitischen Risiken. Es bleibt also ratsam,
sich weiterhin auf defensive Value-Aktien
zu konzentrieren. Dies schließt keineswegs aus,
daß spekulative Wachstumsaktien kurzfristig
besser abschneiden. Die schon in FW Nr. 30
publizierte, am historischen Hoch stehende
Leerverkaufsquote von Aktien an der
Technologiebörse NASDAQ spricht für eine weitere
Kurserholung bei den Technologieaktien (jenem
Börsenteil, der in diesem Jahr sowie im
Vergleich der letzten fünf Jahre bisher am schlechtesten
abschnitt). Der deutsche TecDAX, der
sich wieder über die Marke von 500 verbessern
konnte, lag beim Hoch immerhin (rückgerechnet)
bei über 9.000. Solche Höchst-/Tiefstkurs-Vergleiche
sollten aber nicht allgemein optimistisch
stimmen. Besonders in Deutschland findet man
allerdings selektiv immer noch werthaltige Titel.
Jens Erhardt hat es erfasst
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Alt 16.10.2004, 12:44   #44
nasdaq10.000
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Uralte deutsche Tugenden die löblicherweise bereits jetzt wieder zum Vorschein kommen und ganz im Gegensatz zu dem stehen, was die hirnlosen & unsensiblen Amis tun! Diese haben mit dem Werkeln von GM einmal mehr bewiesen, weshalb dem Land keine Überlebenschance zu gönnen ist! Wie kann man nur mit dem Holzhammer ein Drittel der deutschen Belegschaft abbauen & dies auch noch binnen von gerade Mal zwei Jahren vollziehen ???
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Daimler hat in den USA binnen kurzer Zeit
20.000 Chrysler-Mitarbeiter an die frische Luft gesetzt.

Gestattet sei noch der Hinweis,
dass die Opel-Werker in Rüsselsheim
über eine Wochenarbeitszeit von 30 Stunden verfügen - gezahlt werden 32,6 Stunden.
http://www.automobilindustrie.de/ne...rag_548908.html

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"Ich wäre schon zufrieden, wenn wir in den kommenden Jahren den Abstand zu den USA verkürzen
und Regionen wie Lateinamerika auf Distanz halten könnten
", sagte Verheugen.
Europa drohe im Gegenteil "ein Verlust an Wohlstand und Lebensqualität", warnte er.
http://orf.at/050129-83242/index.html

Geändert von nasdaq10.000 (16.10.2004 um 12:51 Uhr).
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Alt 16.10.2004, 12:44   #45
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Ein wahrer Exportboom hat sich für Deutschland
im Mittleren Osten ergeben. Die Öleinnahmen
dieser Länder haben zu einem bisher
nicht gekannten Boom für deutsche Exporteure in
diese Region geführt. Auch in China gibt es
entgegen allgemeiner Erwartung eher eine neue
Beschleunigung als die befürchtete Abschwächung.
Kein anderes europäisches Land nimmt seine
Strukturprobleme so ernst in Angriff wie
Deutschland. Allerdings ist dies auch in einigen
Branchen dringend nötig, wie das Beispiel
Karstadt (Negativ-Einschätzung unsererseits war
richtig, eventuelle Restbestände verkaufen) zeigt.
Wer zuletzt kommt, wird bestraft. Diese alte
Regel galt nicht nur bei Holzmann, wo man
Restrukturierungen und Entlassungen in einer
(genauso wie im Konsum) schrumpfenden Branche
zu lange aufschob. Ebenso wie Karstadt galt
Holzmann am Aktienmarkt (Altbörsianer werden
sich daran erinnern) immer als einmalige
Substanzperle. Aber auch bei Karstadt dürften
die angeblichen Milliarden-Beträge, die an stillen
Reserven im Immobilienvermögen schlummern,
kaum vorhanden sein. Die Immobilienpreise sind
oft tatsächlich viel tiefer, als Maklerverbände zugeben.
Gespannt kann man auch auf das Schicksal
der Karstadt-Pfandbriefe bei der Karstadt-
Hypothekenbank sein.
Karstadt hat im Grunde den Fehler gemacht,
jene Politik durchzuführen, die sich viele Politiker
und vor allen Dingen Gewerkschaften am
meisten wünschen: Die Augen vor den anstehenden
Problemen verschließen und keine rechtzeitigen
Entlassungen vornehmen. Eine solche
Politik gefährdet jetzt bei Karstadt (wie früher
bei Holzmann) das gesamte Unternehmen. Dem
Management muß man also hauptsächlich vorwerfen,
zu lange eine "Gewerkschaftspolitik"
betrieben zu haben. Der Arbeitgeberpräsident
hatte schon früher solche "gute Menschen" als
unfähig bei der Lösung deutscher Strukturprobleme
bezeichnet. Haarsträubend allerdings die 10
Mio. Abfindung für Ex-Vorstand Urban. Es ist
schon ein Hohn, daß die Politiker jetzt "schlechtes
Management" als Hauptursache für die
Karstadt-Probleme nennen. Metro hat rechtzeitig
die Hälfte des Geschäfts schwerpunktartig
ins Ausland verlagert, während Karstadt brav im
Inland blieb, wo Euro-bedingt schlechte Binnenkonjunktur
einerseits und massive ausländische
Konkurrenz (Wal-Mart!) ähnlich wie am Bau zu
einer höchst brisanten Branchensituation führten.
Karstadt sollte nicht als Beispiel genommen
werden, wieder einmal den Managern die Schuld
zu geben (obwohl in einigen Unternehmen tatsächlich
Wachstums- und Beschäftigungschancen
vertan wurden), sondern als Paradebeispiel
für die Dringlichkeit der in Deutschland
notwendigen Strukturanpassungen. An dieser
Stelle wurden Manager, wie Klaus Esser und
der Mannesmann-Verkauf an Vodafone, genauso
scharf kritisiert wie der deutsche Gewerkschaftsstaat
und Manager, die nicht rechtzeitig durch
Entlassungen und Restrukturierungen Unternehmen
gerettet haben.
Nach einer Financial Times Deutschland-Umfrage
unterstützen die meisten Deutschen die
Reformen, und auf die Dauer wird dies sowohl
den Arbeitnehmern, als auch den Unternehmen
(die im Grunde beide im gleichen Boot sitzen)
zugute kommen. Wenigstens im Vergleich zu
den meisten anderen Ländern (spezielle asiatische
Segmente ausgenommen), dürften deutsche
Aktien damit zumindest relativ gesehen
nicht schlecht abschneiden. Das Problem liegt
nur darin, daß Deutschland leider keine Insel
ist, sondern im kommenden Jahr eventuell eine
Negativ-Flutwelle aus den USA hereinschwappen
könnte. Prognosen sind schon aufgrund der -
offensichtlich falschen - volkswirtschaftlichen
Daten heute schwieriger als in der Vergangenheit,
längerfristige Voraussagen (auch in Sachen
Inflation oder Deflation) sind noch schwieriger.
Auf mittlere Sicht sollte vor allen Dingen Gold im
kommenden Jahr (im Gegensatz zur Seitwärtsbewegung
dieses Jahres) wieder anziehen können.
Vorerst sprechen jedoch die Hausse bei der
Masse der US-Aktien (neues Hoch in der Advance/
Decline-Linie), ein ungebrochener Aufwärtstrend
in Australien oder auch ein neues Allzeit-Hoch im
MDAX, gegen eine sofortige Baisse (richtungsweisend
könnte auch ein neues London-Jahreshoch
sein), ebenso wie die fehlende Euphorie und
die nach wie vor eher expansive Geldpolitik der
Notenbanken (siehe z.B. noch immer negativer
Realzins in den USA!).
-----------
So schauts aus :o
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