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Alt 18.09.2004, 12:44   #46
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Alt 18.09.2004, 12:48   #47
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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18. September 2004 10:36

IWF räumt Argentinien Aufschub zu Rückzahlung von Schulden ein

WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat dem hoch verschuldeten Argentinien einen einjährigen Aufschub zur Rückzahlung von Schulden in Milliardenhöhe eingeräumt.

Das Land habe ein weiteres Jahr Zeit zur Rückzahlung von umgerechnte 1,4 Mrd. Franken, teilte der IWF in Washington mit. Die Organisation begründete die Massnahme damit, dass das wirtschaftlich geschwächte Land nicht ohne «Härten und Risiken» zur Rückzahlung fähig wäre.

Die Rückzahlung der Schuldenrate wäre bis Dezember fällig gewesen. Die Regierung in Buenos Aires hatte den Aufschub beantragt.

Allerdings verpflichtete der IWF Argentinien zur Rückzahlung einer weiteren Schuldenrate in Höhe von 1,86 Mrd. Franken bis zum Jahresende. Die Rückzahlung dieser Rate war schon einmal verschoben worden.

Die internationale Finanzorganisation drängt Argentinien zu Fortschritten bei der Bewältigung seines Schuldenbergs, der sich auf über hundert Milliarden Dollar beläuft. 181033 sep 04

http://www.swissinfo.org/sde/swissi...167&sid=5221647

-------------

Ob dieses Theater jemals ein Ende finden wird? :
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Alt 18.09.2004, 12:48   #48
4604
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moin

Wagen mit Sprengstoff in Moskau entdeckt

Moskau (AP) Die russische Polizei hat offenbar einen neuen Terroranschlag in Moskau vereitelt. In der Innenstadt sei ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gestoppt worden, teilten die Sicherheitskräfte am Samstag mit. Der Fahrer sei gegen 01.00 Uhr angehalten und befragt worden. Bei der Fahrzeugdurchsuchung seien zwei Landminen und 200 Gramm TNT unter seinem Sitz entdeckt worden. Die Minen waren mit Kabeln und einer Antenne verbunden.

Der Mann gab laut Polizei an, er habe 1.000 Dollar erhalten, um zwei Wagen mit Sprengstoff an einer häufig von Regierungsmitarbeitern benutzten Strasse abzustellen. Nach dem Geständnis fanden die Sicherheitskräfte ein zweites verdächtiges Fahrzeug und öffneten es mit einer Wasserkanone. Darin wurde kein Sprengstoff gefunden, dennoch waren die Bewohner der umliegenden Häuser vorher in Sicherheit gebracht worden. Ein Polizeibeamter bestätigte, der festgenommene Fahrer sei nach der Befragung gestorben. Einen Grund nannte er nicht.

Erst vor zwei Wochen waren bei einem Selbstmordanschlag an einer U-Bahn-Station in Moskau zehn Menschen getötet worden.


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Alt 18.09.2004, 12:59   #49
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Gast Moderiert
03. + 04.07.03: Der Nikkei & die 1.000 P.-Kerze. Werden alle Prophezeihungen wahr?

:
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Alt 18.09.2004, 13:09   #50
LDiablo
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Tach zusammen


Komme gerade aus der Altstadt.Hab da bei nem Antiquitätenhändler
1170g 999er Silber in Form von Euro "Vorläufer" Münzen gekauft:
Alle polierte Platte, mit Echtheitszerti Holzschatullen aus Sammlungsauflösung.
Preis 220,-- Euro

glaub nich, das er weiss was er da verkauft hat
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)
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Alt 18.09.2004, 13:12   #51
germanasti
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Diablo der Silber-König
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Alt 18.09.2004, 13:36   #52
germanasti
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IPE to cut Brent open-outcry hours from November






Reuters

London: The International Petroleum Exchange (IPE) will cut back on open outcry dealings in Brent oil futures, which from November 1 will trade only on an electronic platform until 2pm, the exchange said.

The IPE, Europe's big-gest energy bourse, said in a statement that pit trade would start at 2pm London time, instead of at 10am at present.

This effectively cuts open outcry hours by almost half, but would more or less coincide with pit timings on the New York Mercantile Exchange (Nymex).

The exchange said Brent would trade only electronically between 10am and 2 pm. Both systems will run parallel from 2pm onwards until closure at 7.30pm, it added.

The IPE said the move was in response to demand from global energy players and the November 1 timing would give players enough time to prepare for the change.

"This follows the pattern of rapid growth in screen trading across commodity and financial markets," IPE Chairman Bob Reid said. "The commercial environment has been designed to encourage participation and grow liquidity quickly."

The exchange, which was taken over by the US-based Intercontinental Exchange (ICE) in 2001, currently uses electronic trade in parallel with pit trade but the system has struggled to get off the ground.

Many London-based traders, especially so-called locals who trade on their own account, have been upset by plans to extend electronic hours, saying it will reduce liquidity on the exchange.

Locals, who average a third of traded volumes on any given day, staged a day-long walkout in July to protest the plans.

Many also warn of a loss of business to the IPE's main rival Nymex, which does not plan to change its open outcry session.

Some traders said the move was inevitable. "The IPE is practically the last floor traded market in Europe and in the past few years we have seen exchanges all over the world switching to electronic trading," one dealer said.

"If it does end up driving away the locals, it could cut liquidity but other markets have survived the change and we shall have to wait and see," he added.

Electronic-only trade will continue after 7.30pm until 10pm London time. Gas oil futures and Brent options trading will remain unaffected by the change, the exchange said.

http://www.gulf-news.com/Articles/B...rticleID=132467

:
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Alt 18.09.2004, 14:04   #53
Förster
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Zitat:
Zitat von LDiablo

Tach zusammen


Komme gerade aus der Altstadt.Hab da bei nem Antiquitätenhändler
1170g 999er Silber in Form von Euro "Vorläufer" Münzen gekauft:
Alle polierte Platte, mit Echtheitszerti Holzschatullen aus Sammlungsauflösung.
Preis 220,-- Euro

glaub nich, das er weiss was er da verkauft hat

heidewitzka :
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Alt 18.09.2004, 14:17   #54
AHKorte
Silber Plünderer
 
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Moin alle zusammen


normaler Preis. Da hättest du aber noch besser verhandeln können.:
Zitat:
Zitat von LDiablo

Tach zusammen


Komme gerade aus der Altstadt.Hab da bei nem Antiquitätenhändler
1170g 999er Silber in Form von Euro "Vorläufer" Münzen gekauft:
Alle polierte Platte, mit Echtheitszerti Holzschatullen aus Sammlungsauflösung.
Preis 220,-- Euro

glaub nich, das er weiss was er da verkauft hat

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Alt 18.09.2004, 14:37   #55
Förster
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diablo ist halt silberkäufer und kein silberplünderer
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Alt 18.09.2004, 14:38   #56
AHKorte
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das wird es wohl sein.
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Alt 18.09.2004, 15:01   #57
LDiablo
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Zitat:
Zitat von AHKorte

Moin alle zusammen


normaler Preis. Da hättest du aber noch besser verhandeln können.:




lass mir doch meine Freude

Kilopreis von 188,-- EUR ist doch geschenkt:
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Alt 18.09.2004, 16:01   #58
mfabian
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Moin allerseits

In Kürze folgt mein Wort zum Sonntag ... stay tuned
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Alt 18.09.2004, 16:08   #59
mfabian
Logiker
 
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Standard Kurssteigerung wegen pos. Konjunkturperspektiven

Samstag, 18. September 2004 13:22:15

Von der Liquiditäts- zur Ertragshausse – Ablösung braucht Zeit
Börsen stecken in einer Übergangsphase


Der Gewinn der meisten Unternehmen steigt, teils sogar kräftig. Das konjunkturelle Umfeld ist besser, als es die Lethargie an den Börsen vermuten lässt. Die Wirtschaft wächst zufrieden stellend, von Rezession kann nicht die Rede sein. Die höheren Gesellschaftsgewinne und die seit Monaten stagnierenden oder sinkenden Kurse machen Aktien immer billiger. Manche Märkte, ausgeprägt Deutschland und Japan, haben ein tiefes Kurs-Gewinn-Verhältnis wie seit Jahren nicht mehr. Trotzdem springt der Aktienmotor nicht an.
Eine plausible Erklärung für das Auseinanderdriften von Fundamentaldaten und Börsenkursen liefert eine Analyse der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die Bank spricht von einer Situation des Übergangs von einem liquiditäts- zu einem ertragsgetriebenen Aufschwung, in der sich die Märkte gegenwärtig befinden. Sie erkennt Parallelen zu den Jahren 1994 bzw. 1984 und warnt vor übertriebenen Ängsten. Auch damals hatten die Börsen – wie im vergangenen Jahr – in Erwartung eines Wirtschaftsaufschwungs frühzeitig Vorschusslorbeeren verteilt. In der Folge kamen Zweifel an der Erholung auf: 1984, als die US-Schuldenpolitik zu einem kräftigen Anstieg der Renditen und des Dollars führte und die eben erst eingedämmte Inflation wieder aufflackerte. 1994 wurde die weltweite Kapitalknappheit nach massivem Anstieg der Zinsen ein Thema. Es folgte eine Währungskrise in Lateinamerika und ein Ausverkauf des Dollars Anfang des Jahres 1995.

Heute sind es die Ölpreise, der Terror und die Angst vor einer Konjunkturschwäche, die die Märkte lähmen. Für die LBBW ist jedoch wie in den Achtziger- und Neunzigerjahren die geringere Liquiditätsversorgung der tiefere Grund für die flaue Börsenlage. Wenn die Konjunktur anspringt, fliesst mehr Geld in die Realwirtschaft und fehlt an den Finanzmärkten. Hinzu kommt ein strengerer Kurs der Notenbanken. Die Ereignisse von 1994 waren ein Extrembeispiel dafür, aber auch 1984 und 2004 wurden die Leitzinsen erhöht.

Den Übergang von der liquiditätsgetriebenen Hausse, die sich einstellt, wenn ein Wirtschaftsaufschwung erwartet wird, zu einer Aufwärtsbewegung, die von einem beständigen Gewinnzuwachs getrieben ist, bezeichnet die LBBW als schwierig. Der Veränderungsprozess könne durchaus ein Jahr dauern, und typischerweise wechsle in dieser Zeit die Stimmung von Optimismus zu Pessimismus.

Doch Anleger sollten die Hoffnung nicht verlieren. In früheren Zyklen setzte ein zweiter Kursschub ein, sobald sich die Erkenntnis durchsetzte, dass die Wirtschaft nicht nur eine Erholung erlebt, sondern am Anfang einer längeren Wachstumsphase steht. Dasselbe kann sich die Bank auch jetzt vorstellen: Die günstige Bewertung und die guten Konjunkturperspektiven sprächen dafür, dass die Korrektur nicht in eine Baisse, sondern in eine zweite Kurssteigerung mündet.

Quelle: F&W vom 18. September 2004

---

Oh je, mit dem Artikel bin ich aber gar nicht einverstanden.

Werd' ihn mal ein bisschen in der Luft zerreissen


Zitat:
Von der Liquiditäts- zur Ertragshausse – Ablösung braucht Zeit
Börsen stecken in einer Übergangsphase


Betrachten wir zunächst mal die Begriffe "Liquiditätsgetriebene Hausse" und "Ertragshausse".
Liquiditätsgetrieben heisst nichts anderes als, dass billiges Geld den Unternehmen und Konsumenten zur Verfügung gestellt wird. Also Gelddruckerei und niedrige Leitzinsen.
Ertragshausse bedeutet, dass die Erträge der Unternehmen stark ansteigen und entsprechend von dort her eine - fundamentale - Hausse an den Börsen auslösen. Dies wäre der wünschenswerte Normalfall.

Der Satz Von der Liquiditäts- zur Ertragshausse bedeutet nun, dass folgendes Szenario vorausgesetzt wird: Das FED druckt massenweise neues Geld und stellt dieses dem Markt zu historisch niedrigen Zinsen zur Verfügung. Unternehmen ergreifen diese Gelegenheit, nehmen Kredite auf für neue Investitionen und schaffen somit mehr Produktivität und Arbeitsplätze. Die Investitionen zahlen sich nach wenigen Jahren aus und führen zu einer Ertragssteigerung.

Soweit zur Theorie des von Greenspan aktuell praktizierenden Keyensianismus. Doch entspricht die Praxis dieser Theorie?
Die Geldausweitung begann im November 2002. Greenspan hat öffentlich angekündigt, er werde keinen Crash mehr zulassen und die Märkte notfalls mit Geld überfluten, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das hat er soweit auch getan. Doch was ist mit den billigen Krediten passiert? Wer hat sich bedient?

Zum grössten Teil wurden das billige Geld in den Immobilienmarkt gesteckt. Je niedriger der Zins, umso teurer werden die Häuser. Die Konsumenten konnten also eine Steigerung ihrer Immobilien feststellen, auf die Steigerung neue Hypotheken aufnehmen und verkonsumieren.
In den letzten Jahren haben die Konsumenten so zwischen 6-8% mehr Geld ausgegeben als sie verdient haben. Entsprechend wurden die Schulden stark ausgeweitet. Ob das längerfristig gesund ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn die Zinsen steigen und die Schulden abgebaut werden müssen, wird der grosse Katzenjammer einsetzen. Dann wird nämlich der Konsum notgedrungen zurückgehen und entsprechend auch Umsätze und Erträge der Unternehmen.

Ein weiterer Teil des billigen Geldes floss direkt in den privaten Konsum. Leasings für das neue Auto, Kreditkarten-Kredite etc.

Ein grosser Teil floss in die Wertpapiermärkte und trieb somit die Preise für Aktien und Obligationen nach oben. Die Hausse des letzten Jahres ist also weniger auf Gewinnsteigerungen zurückzuführen sondern - salopp ausgedrückt - darauf, dass all das neu gedruckte Geld "irgendwo parkiert werden musste."

Sehr viel Geld ist in Carry Trades geflossen: Die Fonds nehmen kurzfristige Kredite zum Leitzins-Satz von 1.25% auf und kaufen dafür höher rentierende langfristige T-Bonds (plusminus 4%). Die Differenz ist Reingewinn ohne Risiko.

Und die Unternehmen? Für sie und ihre Investitionen war ja das billige Geld ursprünglich gedacht. Haben die massiv investiert?
Leider nein. Die Kapazitätsauslastung der Industrie pendelt schon seit Monaten zwischen 75% und 77%. Wenn aber die vorhandene Kapazität nicht mindestens zu 85% ausgelastet ist und die Unternehmer nicht mit starkem Anstieg der Nachfrage rechnen, macht es für sie keinen Sinn, ihre Kapazitäten zu erweitern. Egal, wie billig die Kredite auch sein mögen.
Greenspan hat die Pferde zur Tränke geführt. Saufen müssen sie selber. Aber sie saufen nicht, weil sie keinen Durst haben.

Aufgrund dieser Überlegungen zweifle ich stark daran, dass die Mär vom Übergang von der Liquiditätshausse zur Ertragshausse aufrecht erhalten werden kann. Im Gegenteil, steigen die Zinsen, wird - siehe oben - der Konsum rückläufig sein und die Erträge der Unternehmen sinken.

Zitat:
Das konjunkturelle Umfeld ist besser, als es die Lethargie an den Börsen vermuten lässt.
Die Wirtschaft wächst zufrieden stellend, von Rezession kann nicht die Rede sein.


Der Autor hätte vielleicht mal einen Blick auf den ECRI werfen sollen:



Der ECRI ist der meistbeachtete Index für das Wirtschaftswachstum. Verharrt er drei Monate in Folge unter Null (= negatives Wirtschaftswachstum) wird das als "Rezession" definiert.

Hier im Zoom der Blick auf die letzten 12 Monate.



Sieht so ein Wirtschaftsaufschwung aus?



Zitat:
Die höheren Gesellschaftsgewinne und die seit Monaten stagnierenden
oder sinkenden Kurse machen Aktien immer billiger.


Das ist richtig. Allerdings sind Aktien in den USA schon seit Jahren überbewertet. Durch die Stagnation der Preise bei gleichzeitig höheren Gewinnen konnte das KGV im S&P von 26 auf 22.7 (per 31.8.04) gesenkt werden. Das ist aber immer noch 62% überbewertet, wenn man den historischen fairen Wert bei einem KGV von 14.0 ansetzt.


Zitat:
Manche Märkte, ausgeprägt Deutschland und Japan, haben ein tiefes
Kurs-Gewinn-Verhältnis wie seit Jahren nicht mehr.


Ebenfalls richtig aber in der Perspektive zu betrachten: Billiger aber immer noch viel zu teuer.


Zitat:
1984, als die US-Schuldenpolitik zu einem kräftigen Anstieg der Renditen und des Dollars führte und die eben erst eingedämmte Inflation wieder aufflackerte.
1994 wurde die weltweite Kapitalknappheit nach massivem Anstieg der Zinsen ein Thema.


Die Vergleiche sind etwas weit hergeholt, wenn man Inflation und Zinsen betrachtet.
Der Satz als die US-Schuldenpolitik zu einem kräftigen Anstieg der Renditen und des Dollars führte sollte uns aber eine Warnung sein. Die US-Schulden sind derzeit auf einem Allzeithoch, weit höher als 1984 und weit stärker könnte der Anstieg der Zinsen werden:



Im Gegensatz zu 1984 und 1994 besteht derzeit keine Geldknappheit wie der nachfolgende Chart zeigt:



Heute ist mehr als doppelt soviel Geld im Umlauf als 1994. Es ist demnach kaum anzunehmen, dass der Dollar an Stärke gewinnen wird.


Zitat:
Für die LBBW ist jedoch wie in den Achtziger- und Neunzigerjahren
die geringere Liquiditätsversorgung der tiefere Grund für die flaue
Börsenlage.


Dieser Satz ist schlichtweg

Noch mehr Liquiditätsversorgung als in den letzten Jahren gab's noch nie!


Marcus
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Alt 18.09.2004, 16:25   #60
Yoda
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