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Alt 25.07.2003, 06:04   #1
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Posting 25.07.03: Alle sind im Urlaub. Auch unser Allan?

Im Trend blieben die US-Börsen am Donnerstag. Zu Beginn ein paar Illusionen, dann der grosse VK-Druck & anschliessend runter mit dem Dreck. Grossartige Signale wurden dabei aber genauso wenig ausgegeben, wie während des Anstiegs in den Tagen zuvor. Eben weiterhin ein typischer Sommerferiengegurke. Anders war die Situation Europa & vor allem Deutschland. Hier herrschten Illusionen pur. Doch wie lange?
Leicht nach oben blicken konnte auch der Nikkei, ohne dass dabei aber grossartig Kaufkraft aufgekommen ist. Diese wurde benötigt um den heftig shortenden US-Banken Einhalt zu gebieten. Wenigstens blieb es bei einem Plus, womit die Unabhängigkeit weiter voran schreitet. & nun? Lt. Technik könnten die kleinen Kerzen und offenes Gap eliminiert werden, d.h. wir sehen ein wunderschönes W mit zweitem Standbein im Bereich 9500-9450 P. Nötig ist es jedoch nicht unbedingt, da nur eine Zwischenkonsolidierung & keine ausgeprägte Bodenbildung. Diese hatten wir bereits im Mai. Nach Börsenschluss kamen die sehnsuchtsvoll erwarteten Sony-Zahlen, welche mit einem Gewinnrückgang von 98% alles andere als berauschend waren. Ob nun besser oder schlechter als die Erwartungen, darüber streiten sich die Geister. Amis nahmen 500 Mio. Yen an, Deutsche 6 Mrd., geworden sind es 1,1 Mrd. Egal, denn wenigstens hielten sich die Umsätze einigermassen oben. Gewinne sind bei Sony momentan relativ, da diese Firma umstrukturiert & alte Leichen aus dem Keller wirft. Insofern ist diese Aktie eigentlich ein Kauf mit Verdoppelungspotential auf Jahressicht. Möge dem bitteschön auch so kommen.
Aktienvolumen wie gehabt stinklangweilig quer. 1,5 Mrd. NASE & 1,8 Mrd. Nasdaq. Future mit 280.000 Kontrakten auch nur lausig. Dafür sind new highs weiter gestiegen. Innerlich bullisch? Trin blieb artig im Bereich 1,20. Damit war es eine Woche mit unentwegten Abverkäufen.

Konjunkturdatenmässig standen lediglich die unrelevanten wöchentlichen Erstanträge zur Arbeitslosenhilfe zur Veröffentlichung an. Diese lagen mit –29.000 deutlich unter den prognostizierten +2.000. Doch welchen fundamental orientierten Menschen soll das schon vom Hocker reissen?
Genauso uninteressant waren die weiteren Q2-Zahlen der US-Unternehmen. Mal ein bisschen zurück in die Gewinnzone & mal ein bisschen viel Gewinnrückgänge. Alles in allem aber kein Beinbruch, denn die Erwartungen lagen auf allertiefstem Niveau, so dass ein unterbieten überhaupt nicht möglich war.

Der Börsenverlauf stand irgendwo zwischen makaber und absolut lächerlich, denn ganz selten zuvor wurden Interventionen der FED so öffentlich vollzogen wie gestern. Vormittags kam der Future niemals richtig nach oben, obwohl mit einem gap up allergrösste Kaufsignale ausgelöst worden wären. So musste dann die einzige Veröffentlichung, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, herhalten um noch in dieser Sekunde für eine rekordverdächtige Futureintervention herzuhalten, mit der zugleich Gold, Euro und Yen gnadenlos nach unten geprügelt wurde. Damit hatte Allan zumindest an der Nasdaq einen break-away-Ausbruch und hätte mit einem 45-Grad-FED-Winkel Kaufsignale ohne Ende auslösen können. Doch der Verkaufsdruck wurde immer grösser, so dass es sehr schnell zu einem blocken & in weiterer Folge deftigem Abverkauf kam. Damit sind die Indizies am oberen Rand der Schiebezonen abgeprallt & haben folglich etwas Abwärtspotential bis zur Unterkante. Ob und wie weit diese erreicht wird muss abgewartet werden, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass Allan diese Aktionen nun gänzlich aufgibt. Im Zweifel für die Schiebezone. Deren Begrenzungen bringen seit Wochen eine schöne Tradingmöglichkeit nach der anderen! Mehr dazu am Montag, denn ich hoffe das sie nochmals mit ins Wochenende gerettet wird.
Über all diesen Morast & das ganze Greenspan-Interventionsgeschrei könnte man auch die Sommerferien und hammerharte Begrenzungen der Schiebezone stellen, innerhalb dieser ein paar Hedge Fonds munter und fidel ihr Muskeln profitabel spielen liessen. Dies würde die hohen Volumenstösse im Future bei querlaufenden Aktienumsätzen erklären. Ob dem so ist weiss kein Mensch, so dass man zumindest momentan so fair sein muss & nicht jeden Pinselstrich Herrn Greenspan in die Schuhe schiebt. Dies gilt aber nur für Aktien. Im Dollar sowie teilw. Bondmarkt ist er höchstaktiv !!!

In Anlehnung an die gestrige Tatsachenbeschreibung zur Überschuldungssituation Amerikas sei noch gesagt, dass nicht nur diesem Kontinent eine zusammenbrechende Kreditwirtschaft droht, sondern nahezu überall auf die Welt eine –wenngleich nicht ganz so extreme- fast identische Ausgangssituation herrscht. Ein Deutschland stöhnt unter einer derart hohen Staatsverschuldungslast, dass sich unser Sozialsystem mit Sicherheit nicht mehr lange aufrechterhalten lässt. Nicht viel anders schaut es im restlichen Europa aus. Südamerika befindet sich bereits im Supergau und fängt langsam an in einem Inferno voller Bürgerkriege zu verbrennen. Genauso schaut es bei den Entwicklungsländern aus, die nur scheinbar ohne Einflüsse auf die Weltwirtschaft sind. Die Verschuldung dort liegt nämlich auch im Billionenbereich, welchen entsprechend kapitalstarke Gläubiger entgegenstehen (auch die Weltbank!), die ihr teilw. selbst kreditfinanziertes Kapital wohl zu grössten Teilen abschreiben können. All dies wird in den kommenden Jahren zu einer noch nie dagewesenen Kapitalvernichtung führen, deren Startglocke der nächste globale Börsencrash sein wird. Rein theoretisch gedacht ist dies aber gesund, denn anhand der weltweiten Inflationsraten bei der Geldmenge ist eh vielzuviel Geld im Umlauf. Doch in der Praxis führt dies zu abgrundtiefen Enthaltsamkeiten und einer so grossen Kluft zwischen Reich und nicht mehr überlebensfähig arm, dass es vollautomatisch zu sozialem Sprengstoff kommen wird. Dies sowohl länderspezifisch untereinander, als auch kontinentumgreifend im Wirtschaftsbereich. Der verdammten Globalisierung sei dank. Was wir bräuchten um diese Höllen zu umgehen wäre ein weltweiter Komplettschnitt, nach dem jeder zu fast gleichen Teilen wieder bei Null anfängt und nach einer Phase neuen Konsumhungers beginnt zu fressen, womit die Weltwirtschaft mit der nächsten jahrzehntelangen Haussephase beginnen kann. Doch wer legt fest, wem die grösseren & wem die kleineren Filetstücke zugeteilt werden? Und werden die Reichen tatsächlich auf all ihr Vermögen verzichten, um den Armen ein überlebensfähigeres Niveau zu ermöglichen? Für solche Aktionen ist der Mensch schlichtweg nicht geschaffen, weshalb dieses Szenario, was einem globalen Kommunismus in neuer Form gleich käme, absolut müssig ist weiter verfolgt zu werden.
Ein globaler Tod der Kreditwirtschaft bedeutet übrigens nicht automatisch, dass jedes hochverschuldete Land auch untergehen wird. Irgendwohin werden wir das grosse Geld flüchten sehen, was dann zu Oasen des importierten Glückes führt, so wie es z.B. die Schweiz während der Krise in den 30er Jahren war. Welche Länder angesteuert werden, ist aber erst bei Vollzug absehbar. Das kann ein Japan genauso sein wie ein Äthiopien oder rein theoretisch gedacht auch Deutschland. Diesen Kapitalumfluss muss man abwarten, dann aber sofort mit Sack und Pack dorthin folgen. Denn Oasen haben die Eigenschaft eine kleine Sonnenstelle inmitten der grössten Unwetter zu sein.

Die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter Juni werden heute bekanntgegeben. Schwer zu sagen ob in diesem hochvolatilen Sektor ein Boom oder neuerlich rezessive Tendenzen festgestellt werden. Hochinteressant ist eh nur der Rüstungsbereich Sehen wir dort eine massive Ausweitung der Orders, ist der nächste Krieg nicht mehr weit. Ausserdem kommen die Verkäufe bestehender und neuer Häuser für Juni zur Veröffentlichung. Erneut ein Blubb & man kann nun wirklich nachhaltigst von einem Ende des Immobilienbooms ausgehen. Dann ist nur noch die Frage, ob nur zaghaft runter, oder gleich der Megacrash.

DOW 60-Minuten-Chart:


Kaum etwas passiert im Stundenchart. Zwar wurde die kleine Schiebezone durchbrochen, doch am bisherigen Verlaufshoch war Schluss, so dass der anschliessende sehr heftige Abverkauf durchaus ein bildhübsches Doppeltop darstellen könnte. Andersrum könnte es auch ein rechter Henkel sein, der eine ebenso bildhübsche Untertasse zum bullischen Ausbruch bringt. Oder eben weiterhin eine Schiebezone, so wie schon seit vielen Wochen.

9085-9070 P. mögliches Tief für den rechten Henkel, insofern es nicht bereits gestern abend ausgebildet wurde. Erfolgt ein Sturz darunter, heisst es abzuwarten ob Doppeltop oder Schiebezone. 9030 & später 8980 P. Trendmarken dafür.
9210-9230 P. darf Pullback im Crash sein. Darüber wird’s ruckzuck bullisch. Bis 9280 P. & 40-50 P. false break darüber allerdings nur im Rahmen der Schiebezone.
Stochastik ganz unten, d.h. Feuer frei für Pullback. MACE hingegen fast ganz oben mit frischem Sell. Macht dieser nun eine regelkonforme Korrektur, ist rechter Henkel dahin & Schiebezone wieder da.

DOW 3-Jahres- und 6-Monats-Chart:



Gleiche Seitwärtsphase sehen wir auch im Tageschart. Dabei ist der zusammenlaufende Keil bzw. steigendes Dreieck unverändert intakt, was eigentlich schon seit Wochen exakt so szeniert wurde. Lange dürfte es demnach aber nicht mehr gehen. Range nur noch knapp 300 P. & Umsätze im rapiden Abwärtstrend. Sowas spricht für einen deftigen Druckaufbau und nahende Entscheidung. Ist lediglich die Frage wohin der Ausbruch erfolgt & ob erste Richtung ein klassisches false break wird. Dies kann man erst nach dem Akt erkennen. Entsprechend mag es sinnvoller erscheinen nicht schon vorher versuchen herumzustochern, insofern es keine Tradingpositionen innerhalb der Schiebezone sind.

9240-9280 P. der Blocker obenrum, ehe bei 9320 P. der Ausbruch aus dem Keil bestätigt wurde. Anschliessend wartet Oberkante des steigenden Dreiecks bei rund 9450 P.
9030-9060 P. Bremspunkt der GD50 untenrum. Danach wartet ein mögliches Super-W bei 8850 P., vor allem wenn das zweite Standbein, ebenfalls ein Doji mit so langer Lunte wird.
MACD fast ganz oben. Kommt Ausbruch im Sinne der Charttechnik, sollte sie abwärts vonstatten gehen. Ist dann nur die Frage ob trendbestätigend, oder diese mögliche W.

S&P 500 3-Jahres- und 6-Monats-Chart:



Gurkensituation innerhalb einer steigenden GD50 auch beim S&P. Nicht mehr & nicht weniger!
995-1005 P. ist darin die Pullback- und Drehzone, ehe bei 1020 P. Ausbruch & 1030 P. Bestätigung erfolgt.
975-980 P. GD50 mit Doppeltopauflösung unter 960 P.
Erst wenn diese Zonen durchbrochen wurden, ist es sinnvoll eine neue fundierte Analyse zu erstellen. & dies wie gehabt in engerer Anlehnung an Nasdaq und DOW, denn die beiden anderen haben noch Luft bis zum Trendbruch, S&P steht hingegen unmittelbar davor.

Nasdaq100 3-Jahres- und 6-Monats-Chart & Vergleich mit 1929:



Gurken-Trendy auch die Nasdaq, wobei die missglückte Insel gestern alles andere als ein bullisches Signal war. Doch Volumen war nicht übermässig hoch, so dass man auch hier abwarten muss, ob mittlerweile eine Seitwärtsphase begonnen wurde, oder die letzten Tage als Vorläufer für DOW & Co. ein zärtliches Hochstreicheln vollzogen wurde, ehe auf dem Top die grosse Ausbruchsrakete gezündet wird. Gleiches gilt logischerweise auch nach unten.

Eine sichere Marke abwärts auszumachen ist schwierig, da bis 1220 P. hinab Bremspunkt ohne Ende warten. 1250 P. mag ein wichtiger sein, was gleichzeitig higher los ist. Unter GD50 kommt nach langer Zeit mal wieder grosses Sell. Doch wohl nicht heute, deshalb genauerer Block übers Wochenende.
Aufwärts genauso schwierig, da das Gap komplett geschlossen wurde. 1285/1290 P. ein Turnpunkt. Bis 1310/1320 P. jedoch ohne Signalgebung.



Euro/USD 2-Jahres- und 3-Monats-Chart:


Gold 2-Jahres- und 3-Monats-Chart:


Ein wenig an der langen weissen Kerze von Mittwoch durfte der Euro auskonsolidieren. Zwar nicht ganz freiwillig, denn massiv viel FED-Geld floss in den Dollar, technisch aber völlig in Ordnung. Zuvor wurde knapp die nächste Pullbackzone 1,1540-1,1560 verfehlt. Ob diese nun noch erreicht wird, bzw. es sogar zu einem überschiessen auf 1,1620-1,1660 kommt? Anschliessend könnte/sollte die Richtung wieder down lauten und dann kann man beim nächsten Tief konkreter orakeln wie lange die Schiebezone anhalten wird. 1,1340-1,1380 kleine Drehzone, ehe GD100-Test bei 1,1260-1,1280 folgt.
Viel freundlicher präsentierte sich Gold. Intraday-Test an die Oberkante der Ausbruchzone 353-356 Dollar & dann wieder komplett ins Plus. So schaut ein klassischer Short-Squeeze mit weiterem Potential aus! Dieses liegt lt. Technik bei knapp 370 Dollar, ehe auch hier wieder ein down erfolgen könnte. Ob und wie weit ist momentan noch nicht absehbar, da die Konsolidierung mit unterer Umkehrformation schon verdammt weit fortgeschritten ist. 352-348 Dollar weiterhin die Zone zur vollständigen Rückkehr in den Schiebebereich mit mässigen Verkaufssignalen.
Übrigens sollten sich Gold- und Eurofreunde den gestrigen Aktientag tief im Gedächtnis eingraben. Dort passiert momentan das tupfengleiche wie im Währungs- und Rohstoffsektor, nämlich eine Seitwärtsphase. Ergo nicht heulen, sollte es auch hier genauso rasant wieder abwärts gehen wie der Anstieg zuvor.


Termine heute:
• 01:30 - JP Verbraucherpreise Juni
• 07:30 - DE Volkswagen Zahlen 2. Quartal
• 09:00 - IT Stundenlöhne Juni
• 10:30 - GB BIP 2. Quartal
• 14:30 - ! US Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Juni
• 16:00 - ! US Verkäufe bestehender Häuser Juni
• 16:00 - ! US Verkäufe neuer Häuser Juni




Happy trades...
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Alt 25.07.2003, 06:05   #2
germanasti
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DAX am Morgen:





Zu spüren bekamen unsere Micheles im DAX, was es heisst wenn man hirnlos viel zu früh Shortpositionen setzt. Diese wurden offensichtlich etwas überrascht, als zu Handelsbeginn ein grösserer Kollaps ausblieb & deckten im weiteren Vormittagslauf so heftig ein, dass mal wieder alles zu spät war. Einen ungebrochenen Schub von fast 100 P. brachte es dem DAX, ohne das dabei aber grossartig die Umsätze angesprungen sind. Eine Bewegung, die es in Amerika aufgrund funktionierender market maker niemals geben würde. Doch hierzulande ist alles möglich, da unseren Bankern jegliche Qualifikation zur Überwachung eines Finanzmarktes fehlt! Sehr heftige Umsatzschübe kamen erst nachmittags in den Markt, was höchstwahrscheinlich ausländische Institutionelle waren, die mit aller Macht an deckenden Micheles abverkauften. Der Intradayverlauf deutet jedenfalls darauf hin. Als Ergebnis blieb ein Tagesvolumen von über 3 Mrd., dass optisch sehr bullisch ausschaut, doch bei Intradaybetrachtung ist dies keine Kaufpanik, sondern Abverkäufe an deckenden Shorties. Keine gute Entwicklung, selbst wenn es nun noch etwas weiter nach oben laufen sollte!

Eine kleine Feierstunde gab es bei Siemens, denn die Münchner konnten im 2. Quartal ihren Gewinn mit 632 Mio. Euro um glatte 100 Mio. besser darstellen als es von den Analysten erwartet wurde. Im Vergleich zu den 725 Mio. aus dem letzten Jahr ist es trotzdem ein Gewinnrückgang & damit negativ! Destrasös hingegen die Situation bei den Umsätzen (& das bitteschön nicht nur wegen dem starken Euro!). Mit 17,38 Mrd. ein Rückgang um 15% (Prognosen lagen eine Mrd. höher !!!!), welche aber immer noch kein Ende des Abschwungs darstellen sollten, da Auftragseingänge mit –10% erneut stark abnehmend waren. Entsprechend leer blieb der Ausblick aufs laufende Quartal. Die Börsen hängten sich an diesem ungebrochenen Umsatzschwund überhaupt nicht auf, denn hier zählte nur der positivere Gewinn, auch wenn wohl Grossteile davon auf Zockereien am Finanzmarkt zurückzuführen sind (Investitionen in Finanzgeschäfte +850 Mio.!). Dies ist ein weiterer glasklarer Beweis in welcher hirnlosen Euphorie die Märkte momentan ihr Leben verbringen. Bad news werden wissentlich ignoriert, denn man mit will unter allen Umständen ein Ende der Baisse sehen. Mal schaun wie lange sich diese Realitätsverzerrung noch durchhalten lässt. Destrasös bleibt auch die Situation im Pensionfondsbereich. Dieser verbesserte sich zwar in Q2 um 500 Mio. Euro, doch flossen gleichzeitig über 800 Mio. hinzu, d.h. effektiv wurden trotz Börsenboom weitere 300 Mio. verbrannt! Wenigstens geht die Abkoppelung von Amerika weiter. Auftragseingänge dort –36%. Sehr schön !!!
Genauso krank ist auch die Daimler Chrysler AG. Konzernumsatz in Q2 runter von 39,3 auf 34,3 Mrd., genauso wie die Gewinne, nur noch 100 Mio. Euro anstatt 1,1 Mrd. im Vorjahresquartal. Überraschend war dies nicht, denn der Markt wurde lange genug darauf vorbereitet, doch an dem Tatbestand einer Katastrophe ändert dies nichts! Vor allem die amerikanische Tochter Chrylesr musste dank ruinöser Rabattschlachten herbe Verluste & obendrauf Umsatzrückgänge vermelden, wovon letzteres auch Daimler Deutschland betraf. Gewonnen hat lediglich (& erneut) der Servicebereich, sprich Finanz-, Derivate- und Kreditspekulationen. Dieser stieg um 47% auf 334 Mio. Euro an. Nur haben solche Spekulationen absolut nichts mit dem Kerngeschäft zu tun! Alles in allem verdüstert sich damit auch bei Deutschlands höchstverschuldetem Unternehmen der Himmel immer weiter, obwohl der eigentliche Konjunkturzusammenbruch noch gar nicht begonnen hat. Ohweh kann man da nur noch sagen !!!!

Technisch beginnt der DAX nun sehr bullisch zu werden, denn erneut hat GD50 gehalten & eine passabel lange Bullenkerze gibt erste Kaufsignale aus. Ausbruch erfolgt aber erst bei 3450 mit Bestätigung 3520 P. & dann muss man schauen wie der Markt mit den beiden umsatzstarken Dojis umgeht. Waren es echte Abverkäufe, ist einer scharfen Rallye kaum eine Chance gegeben. Waren es hingegen Shortpositionen, droht ein deftiger 300-400 P.-Squeeze. Andersrum sind VK-Signale aber auch nicht so arg weit entfernt. Wer weiss, vll. baut sich seit Anfang Juni eine blitzsaubere SKS mit Nackenlinie 3140-3180 P. auf.
3390-3420 P. letzte Bremszone ehe das Buy bei 3450 P. folgt.
3320-3270 P. ganz grosse Schiebezone untenrum. Danach 3240 P. für Trendbruch & 3140-3180 P. die SKS-Nackenlinie.
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Alt 25.07.2003, 06:06   #3
germanasti
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Nikkei +10 P., nachdem er intraday schondick im minus war.
Brennet ihr Us-Banken! :
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Alt 25.07.2003, 06:07   #4
germanasti
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Leicht im Plus der Dollar/Yen.
Hier wird Greenspan niemals seine Interventionen sommerferienbedingt unterbrechen !!!
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Alt 25.07.2003, 06:08   #5
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eBay schlägt Erwartungen, kündigt Aktiensplit an
24.07.2003 22:28:00



eBay hat es wieder einmal geschafft. Das Unternehmen aus Kalifornien konnte einmal mehr die Prognosen der Analysten übertreffen und meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss einen Gewinn in Höhe von 109,7 Mio. Dollar oder 33 Cents je Aktie. Verglichen mit dem Vorjahresquartal entspricht dies einer Steigerung von über 100 Prozent. Exklusive von Einmaleffekten lag der Gewinn sogar bei 37 Cents je Aktie.
Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum von 266 Mio. Dollar auf 509 Mio. Dollar an. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 35 Cents je Aktie und Erlösen von 502 Mio. Dollar gerechnet.

Aufgrund der guten Entwicklung konnte das Management wieder einmal die Prognosen für das Gesamtjahr anheben. Beim Umsatz werden jetzt 2,08 Mrd. Dollar (+25 Mio. Dollar) erwartet, der prognostizierte Gewinn je Aktie wurde um 5 Cents auf 1,31 Dollar angehoben.

Zudem kündigte eBay einen Aktiensplit im Verhältnis von 2:1 am 28. August an.

Trotz der guten Zahlen gab die Aktie im nachbörslichen Handel 4,6 Prozent auf 110,4 Dollar ab

.............

Aktiensplit um den Kurs optisch billiger zu machen.
Elendige Betrügerbande! :
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Alt 25.07.2003, 06:08   #6
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Priceline.com steigert Gewinn um 22 Prozent
24.07.2003 22:20:00



Priceline.com, ein Anbieter von Flugtickets, Mietwagen, Hotelzimmern und anderem nach dem "name your own price"-System, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vergangene Quartal. Den Angaben zufolge stieg der Gewinn um 22 Prozent auf 7,7 Mio. Dollar oder 20 Cents je Aktie. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 6,3 Mio. Dollar.
Der Umsatz ging allerdings leicht von 304 Mio. Dollar auf 239 Mio. Dollar zurück.

Analysten hatten mit einem Gewinn von 14 Cents je Aktie gerechnet.

Für das aktuelle Quartal rechnet das Management mit einem Umsatzanstieg von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem Gewinn je Aktie zwischen 20 und 22 Cents.

Im nachbörslichen Handel konnte die Aktie 10 Prozent auf 27,80 Dollar zulegen.

:
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Alt 25.07.2003, 06:09   #7
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Nortel senkt Verlust trotz Umsatzrückgang
24.07.2003 22:44:00


Nortel Networks Corp., ein kanadischer Telekommunikationsausrüster, konnte den Verlust im vergangenen Quartal reduzieren. Den Angaben des Unternehmens zufolge lag dieser bei 14 Mio. Dollar oder 0 Cents je Aktie. Im Jahr zuvor waren es noch 697 Mio. Dollar oder 20 Cents je Aktie.
Der Umsatz ging von 2,77 auf 2,33 Mrd. Dollar zurück. Analysten hatten im Vorfeld mit diesem Ergebnis gerechnet.

Für das aktuelle Quartal gab das Unternehmen keine Prognose ab. Dennoch gab sich CEO Frank Dunn optimistisch, wieder wachsen zu können.

Nachbörslich verlor die Aktie 6,7 Prozent auf 2,84 Dollar.


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Die werden auch noch insolvent
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Alt 25.07.2003, 06:09   #8
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Gateway ist weiterhin in den roten Zahlen aber schlägt Erwartungen
24.07.2003 22:52:00


Der Computerhersteller Gateway Inc., der zwischenzeitlich auch Fernseher und andere Unterhaltungselektronik verkauft, meldete am Donnerstag die Zahlen für das vergangene Quartal. Zwar ging der Umsatz von 1 Mrd. Dollar auf 800 Mio. Dollar zurück und der Verlust je Aktie war mit 22 Cents immer noch hoch, aber Analysten hatten im Vorfeld mit einem Minus von 28 Cents gerechnet.
Für das aktuelle Quartal rechnet das Management mit einem Umsatz in Höhe von 874 Mio. Dollar und einem Minus von 19 Cents je Aktie.

Die Aktie notierte im nachbörslichen Handel unverändert bei 3,68 Dollar


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auch Gateway wird nicht überleben!
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Alt 25.07.2003, 06:10   #9
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JDS Uniphase nach Zahlen nachbörslich unter Druck
24.07.2003 22:56:00



Der Technologiekonzern JDS Uniphase Corp. hat die Zahlen für das abgelaufene vierte Fiskalquartal vorgelegt.
Wie das Unternehmen verlauten ließ, fielen die Umsätze auf 161 Mio. Dollar von 222 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten erwarteten ebenfalls einen Umsatz von 161 Mio. Dollar.

Der Verlust lag bei 61,6 Mio. Dollar oder 4 Cents je Aktie nach einem Verlust von 1,0 Mrd. Dollar oder 76 Cents je Aktie im entsprechenden Quartal des Vorjahres. Exklusive Sonderaufwendungen und Abschreibungen lag der Verlust jedoch nur bei 29 Mio. Dollar oder 2 Cents je Aktie. Analysten hatten mit einem Verlust von 3 Cents je Aktie gerechnet.

Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 145-155 Mio. Dollar und einem Verlust von 2-3 Cents je Aktie. Analysten erwarten bislang noch einen Umsatz von 166 Mio. Dollar und einen Verlust von 3 Cents je Aktie.

Die Aktie von JDS Uniphase schloss bei 3,14 Dollar und notiert nachbörslich bei 2,76 Dollar.

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JDSU ebenfalls ohne Überlebenschance.
Dak ommt noch was in den nächsten Jahren!
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Alt 25.07.2003, 06:10   #10
germanasti
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Otto erhält 27 Millionen Staatshilfe


Hamburg - Der Otto-Konzern darf sein Versandzentrum in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) mit 27 Millionen Euro staatlicher Hilfe erweitern. Die EU-Kommission genehmigte gestern in Brüssel diese Summe. Die Finanzspritze schaffe knapp 300 direkte Arbeitsplätze sowie 175 neue Jobs bei Zulieferern, hieß es zur Begründung. Der Wettbewerb werde nur minimal beeinträchtigt.

Otto wird nach Kommissionsangaben in den Umbau rund 116 Millionen Euro investieren. Das Versandunternehmen will sein Verteilzentrum um etwa ein Drittel erweitern, um so mit dem steigenden Verkauf der dort gelagerten Sortimente Schritt zu halten. Vor allem wegen der wachsenden Zahl an Online-Bestellungen ist der Ausbau notwendig. dpa

http://www2.abendblatt.de/daten/2003/07/24/189465.html

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EU-Hilfe für ein Unternehmen dass hochprofitabel ist.
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Alt 25.07.2003, 06:11   #11
chickenrun
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Guten Morgen Germa and All !
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Alt 25.07.2003, 06:11   #12
germanasti
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Japans Bankkolosse auf tönernen Füssen
Qualität des Eigenkapitals verschlechtert sich
Das Kernkapital von Japans Grossbanken besteht zu über der Hälfte aus vorgetragenen Steuerrückerstattungen, deren Realisierung aber von einer künftigen Gewinnerholung abhängig und somit sehr ungewiss ist. Die Verstaatlichung der Resona Bank hat zwar das Problembewusstsein geschärft. Eine Studie von Standard & Poor's zeigt aber, dass die Abhängigkeit der Banken von solch unsicherem Kapital steigt.


tf. Tokio, 24. Juli

Die Verstaatlichung von Japans fünftgrösster Bankengruppe, der Resona Holdings, hat Mitte Mai ein Thema ins Zentrum von Nippons wirtschaftlicher Debatte rücken lassen, das zuvor bestenfalls Buchprüfer interessiert hatte. Gemeint ist die Anrechnung vorgetragener Steuerrückerstattungen (deferred tax assets, DTA) an das Eigenkapital. Was zunächst ziemlich abstrakt und trocken tönt, birgt auf den zweiten Blick einigen Zündstoff, zumal diese latenten Guthaben nur vereinnahmt werden können, wenn die Finanzinstitute in der Zukunft auch ausreichend hohe versteuerbare Gewinne schreiben. Mit anderen Worten: Die Unsicherheit über die Höhe der effektiv realisierbaren Steuerrückerstattungen ist ähnlich gross wie die Unsicherheit über die in Zukunft generierten Gewinne. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Banken mit sehr optimistischen Gewinnprognosen die Höhe der Steuerrückerstattungen - und somit die Höhe des Eigenkapitals - gezielt aufblähen können. Dem Aussenstehenden kann daher in der Bilanz finanzielle Solidität präsentiert werden, die allenfalls bloss auf Blauäugigkeit basiert.

Resona kein Einzelfall
Resona hat, wie man heute weiss, bei diesem Spiel etwas übertrieben und vor allem die künftigen Synergieeffekte aus dem Zusammenschluss der Daiwa Bank und der Asahi Bank allzu rosig veranschlagt. Das bemerkten selbst Japans Auditoren, die sonst kaum im Ruf stehen, den Firmen besonders kritisch auf die Finger oder in die Bücher zu schauen. Resona wurde daher von den Buchprüfern zurückgepfiffen; da half für einmal alles Lobbying bei alten Freunden in der Finanzaufsichtsbehörde nichts mehr. Nachdem die Bank ihre Gewinnschätzungen mit etwas realistischeren Annahmen neu berechnet hatte, resultierte in der Bilanz eine Unterkapitalisierung, und die Verstaatlichung ward unvermeidlich. In Tokio wurde in der Folge erneut das Gespenst einer drohenden Finanzkrise an die Wand gemalt. Die Frage, die man sich natürlich am meisten stellte, war, ob es sich bei Resona Holdings, die primär in der strukturschwachen Kansai-Region im Westen Japans tätig ist, nur um einen Einzelfall handle oder ob auch andere Institute die flexibel handhabbaren Steuerrückerstattungen etwas gar zu grosszügig veranschlagt hätten.

Kernkapital unter Druck
Diese Frage hat sich auch die internationale Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) gestellt und soeben zum Thema eine Studie veröffentlicht. Wenig beruhigend kommt sie zu den drei Folgerungen, dass Resona nicht als Einzelfall bezeichnet werden kann, dass bei Japans Banken die Abhängigkeit von vorgetragenen Steuerrückerstattungen jüngst gestiegen ist und dass einige Institute ihre optimistischen Szenarien über in Zukunft versteuerbare Gewinne wohl bald korrigieren müssen. In absoluten Beträgen ging bei den sieben grössten Bankgruppen die Gesamtsumme der DTA per Ende März 2003 im Vorjahresvergleich zwar um 4% auf rund 8 Bio. Yen zurück. Der Anteil der DTA am Kernkapital (Tier 1) stieg aber gleichzeitig deutlich von 48% auf 57%. Bei ausländischen Grossbanken liegt diese Quote auf deutlich tieferem Niveau und im Durchschnitt unter 15% (vgl. Grafik). Die schlechter gewordene Qualität des ausgewiesenen Kapitals ist nicht zuletzt deshalb von besonderem Interesse, weil Japans Grossbanken noch Anfang Jahr ihr Eigenkapital zum Teil massiv erhöht hatten, um eine Unterkapitalisierung und somit eine drohende Verstaatlichung abzuwenden. Die Kapitalerhöhungen reichten aber nicht einmal aus, um wenigstens die erlittenen Netto-Verluste auszugleichen, womit das Kernkapital weiter unter Druck geriet.

Zweifel hegt man bei S&P vor allem an der Zuverlässigkeit der Gewinnschätzungen, die letztlich die Basis der DTA-Berechnungen darstellen. Zwar haben jüngst zahlreiche japanische Banken bekanntgegeben, dass mit Blick auf das Problem fauler Kredite das Schlimmste überstanden sei und dass also wieder mit steigenden Betriebsgewinnen gerechnet werden könne. Ähnliche Prognosen hört man in Tokio aber schon seit viel zu vielen Jahren, ohne dass sich die Zuversicht je bestätigt hätte.

Zu optimistische Gewinnprognosen
Weshalb die Trendwende gerade jetzt eintreten soll, ist S&P jedenfalls schleierhaft. Die Agentur geht davon aus, dass die Kreditverluste in den kommenden drei bis fünf Jahren anhaltend hoch und die versteuerbaren Gewinne wohl geringer als derzeit kalkuliert sein werden. Zum einen sei der Berg an faulen Krediten aus der Ära von Japans «Seifenblasen-Ökonomie» noch lange nicht abgetragen; zum anderen kämen vor dem Hintergrund der deflationären Preisentwicklung, die Schuldner besonders hart trifft, ständig neue Problemkredite hinzu. Eine substanzielle Verbesserung der Ertragslage sei daher unwahrscheinlich. Basierend auf eigenen, konservativeren Annahmen kommt S&P in Simulationen zum Schluss, dass drei der sieben Grossbanken ihre DTA exzessiv aufgebläht haben, und zwar die Mizuho Group, die UFJ Group und die Mitsui Trust Financial Group. Würden diese Banken sich an die Prognosen der Rating-Agentur halten, hätte dies ein Sinken ihrer Kernkapitalquoten um 0,4% bis 0,9% zur Folge, und daran dürfte ihnen kaum gelegen sein.



http://www.nzz.ch/2003/07/25/wi/page-article8ZSC7

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Wenn der Nikkei bei 15.000-20.000 P. & Dollar/Yn unter 105 notieren, haben Banken aufgrund des hohen Kapitalzulaufs alle Sorgen los.
Zudem eh schwachsinn diese Debatten, da Staat stützen würde!
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Alt 25.07.2003, 06:13   #13
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Geldmenge hat mit Beginn der Sommerferien leicht abgenommen.

Ist Allan tatsächlich auch in Urlaub gefahren, so dass momentan nur hedge fonds handeln? :

Dafür hat man Vorwoche um 17 Mrd. auf 66 Mrd. hochrevidiert. Sch... Amis !!!
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Alt 25.07.2003, 06:32   #14
cherry
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guten morgen @germa + @all

@germa


Interessant wäre einmal ein Chart, wo über die Indizies die Geldmengen M1-M3 gelegt würden. Beim Rückgang der Geldmenge könnte an der Börse eine Konsolidierung oder Crash abgeleitet werden.

Weiterhin erinnert mich das ganze Szenario an den Crash 87, mit den plötzlich steigenden Zinsen
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gruss
cherry
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Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen das man Geld nicht essen kann.
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Alt 25.07.2003, 06:35   #15
cetinje
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Guten Morgen



#11
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