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Alt 11.12.2004, 13:11   #9166
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Zitat:
Zitat von Graf Scheurmann

Wünsche allen ein angenehmes Wochenende.

HERZLICHST

DER GRAF


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Alt 11.12.2004, 14:39   #9167
nasdaq10.000
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"Die Marke Karstadt steht für sich"

Helmut Merkel setzt bei der Sanierung der Warenhäuser auf neue Dienstleistungen und flexible Arbeitszeiten


Frankfurter Rundschau: Die Bremer Karstadt-Filiale hat gerade einen Zahnarzt unter ihrem Dach aufgenommen. Auf welche Einnahmequelle kommen Sie noch ?

Helmut Merkel: Im Einzelhandel gibt es eine gewisse Sättigung. Dazu werden die Einkommen auf lange Sicht kaum oder gar nicht steigen. Einige Händler haben darauf reagiert, sind mit Einkaufscentern auf die grüne Wiese gegangen oder haben auf Discount-Formate gesetzt. Wir sind aber in der Innenstadt, und da müssen wir uns auch in der Aufgabenstellung den Anforderungen anpassen.

Da spricht der BAG-Präsident Helmut Merkel. Hält der Warenhauschef am Konzept "Alles unter einem Dach" fest?

Das hängt vom Standort ab. Nehmen wir das Beispiel Lebensmittel. Die Feinkostabteilung hat in großen Städten einen hohen Stellenwert. Weil wir nur kleine Mengen einkaufen, ist das Geschäft aber nicht profitabel. Also haben wir uns mit einem großen Lebensmittler zusammengetan. Wir kaufen Kompetenz hinzu, erhalten das Feinkostangebot und machen das Geschäft erfolgreich.

Der Zahnarzt als Standortvorteil?

Egal ob Zahnarzt, Arzt oder Post - unser Potenzial ist die Frequenz. Wir haben jeden Tag 2,5 Millionen Kunden in unseren Häusern. Die wollen einkaufen, müssen aber auch andere Dinge erledigen. Und das können sie dann auch bei uns tun. Letztlich geht es darum, eine Mischung zu finden, die unsere Kunden anspricht und uns Geld in die Kasse bringt.

Klingt alles ganz logisch. Warum kam man da nicht früher drauf?

Auch in der Vergangenheit wurde einiges getan, vielleicht nicht genug. Die Anforderungen sind enorm vielfältig: Das KaDeWe in Berlin hat 60 000 Quadratmeter, ein kleines Haus nur 1000. Und es gibt kein Konzept, das überall funktioniert. Deshalb brauchen wir spezielle Lösungen für kleine, mittlere und große Filialen. Aber die unterschiedliche Ausrichtung geht nicht über Nacht und man muss sich auf eine Sache konzentrieren. Das sind bei uns die großen Standorte.

Und die 77 kleinen Kompakt-Filialen sollen erst aufgemotzt und dann verkauft werden. Wie weit sind Sie damit?

Wir geben den örtlich Verantwortlichen sehr viel Spielraum, etwa bei der Auswahl des Sortiments. Sie kennen die Anforderungen vor Ort genau, und wenn man ihnen nicht zuhört, macht die Organisation einen großen Fehler. Unser oberstes Ziel ist es nach wie vor, diese Filialen im Block an einen Investor aus dem Handel abzugeben. Wir sind auch schon mit ernsthaften Interessenten im Gespräch. Ähnlich sieht es für die Fachgeschäft-Ketten wie Sinn-Leffers und Wehmeyer aus.

Was bekommen die Kunden im Weihnachtsgeschäft vom Wandel zu spüren?

Vor allem haben wir viel neue Ware im Geschäft, nachdem wir zuvor den Bestand bereinigt haben ...

...es heißt, Sie hätten Ladenhüter für einige hundert Millionen Euro aussortiert. Zeugnis einer falschen Einkaufspolitik?

Es geht nicht um einige, sondern um annähernd hundert Millionen. Bei einem Jahresumsatz von knapp sechs Milliarden Euro liegt permanent Ware für eine Milliarde im Lager. Die Frage ist, wie konsequent man Ware abschreibt. Wir haben die Abschreibungen forciert, um wieder Platz zu schaffen. Das gehört zum Geschäft. Das Problem haben alle Einzelhändler: Letztes Jahr haben einige Discounter vor Weihnachten Zelte auf den Hof gestellt und ihre Ware verramscht.

Werden sie sich ein Konzept geben, so wie es Kaufhof mit Galeria getan hat?

Das ist gut gemacht, keine Frage. Aber für Karstadt wird es keinen Namenszusatz geben. Die Marke steht für sich. Wir wollen einzelne Schlaglicher setzen, so wie auch Kunden aus ihrer individuellen Sicht sagen: "Karstadt steht für..."

Für was?

Gott sei Dank immer noch für ein kompetentes Sortiment, das zeigen Befragungen. Das allein genügt aber nicht. Deshalb setzen wir Highlights in jedem Sortiment. So haben wir zum Beispiel im Sportbereich das Laufen besonders herausgestellt. Die Sparte hat enormes Potenzial. Wir brauchen mehr Spitze und weniger Breite und müssen uns noch viel mehr von der Masse abheben.

Geht es konkreter?

Unser Living-Konzept Yorn-Casa, das in Wiesbaden und weiteren rund 20 Häusern bereits läuft, ist eine Antwort. Ein Pfund, mit dem wir wuchern können, ist, dass die Kunden bei uns länger bleiben als in anderen Geschäften. Wir können Appetit machen und den Kunden anregen.

Wie wollen Sie kompetent beraten, wenn Ihnen der Sanierungsplan vorschreibt, bis 2007 allein in den Warenhäusern 4200 Stellen abzubauen?

Das ist in der Tat eine Gratwanderung. Deshalb bauen wir im Verkauf auch nicht weiter Personal ab, sondern passen unser Verwaltungskonzept an. Der Kompromiss mit den Gewerkschaften sieht unter anderem auch vor, dass Verwaltungsangestellte frei werdende Stellen im Verkauf besetzen können.

Hätten Sie lieber Mehrarbeit gehabt?

Man muss ja auch die Realitäten sehen. Eine Verkäuferin hat zweifellos einen harten Job. Auf der anderen Seite komme ich selbst aus einer Handwerkerfamilie. Wenn es schlecht lief, mussten alle mehr arbeiten. Solche Flexibilität braucht auch Karstadt, da haben wir etwa mit Jahresarbeitszeitkonten auch Potenzial. Das wird zum Teil schon gemacht, leider noch nicht überall.

Der Sparplan schwebt derzeit über allem. Wann schaut Karstadt wieder nach vorne und formuliert Wachstumsziele?

Wir sind dabei, alles auf eine tragfähige Zukunftsbasis zu stellen. Dann können wir auch wieder über Wachstum reden.

Interview: Sven Astheimer
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"Ich wäre schon zufrieden, wenn wir in den kommenden Jahren den Abstand zu den USA verkürzen
und Regionen wie Lateinamerika auf Distanz halten könnten
", sagte Verheugen.
Europa drohe im Gegenteil "ein Verlust an Wohlstand und Lebensqualität", warnte er.
http://orf.at/050129-83242/index.html
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Alt 11.12.2004, 15:09   #9168
germanasti
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