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Alt 12.11.2005, 11:50   #1
Förster
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Standard Jahresendrallye rules.... Börsentalk KW 46 + 47

Guten Tag

nicht viel neues in den letzten Wochen. Der Markt gurkt weiter quer, wobei nun der obere Bereich erreicht ist. Ausbruch oder Crash? Euro spitzenmässig durch seine angebliche Betonunterstützung durch, rebound bis 1,17 oder gar 1,19 möglich. Nur, was soll der Euro bei 1,19? Öl wird billiger, auch beim Tanken, trotz Eurocrash. In Frankreich brennt der Mob das halbe Land nieder, ob Frust oder Lust wird noch analysiert. Chirac untergetaucht, während die Obrigkeit weiter Öl ins Mob Feuer giesst. Ein Schelm der böses dabei denkt. Für lustige Börsenkommentatoren ist Frankreich angeblich der Grund für den Eurocrash, nunja, wir haben ja Meinungsfreiheit. Die Schiessbudenfiguren in Berlin haben es getan, ab 2007 zahlen wir 19 Prozent Märchensteuer, eine lustige Neidsteuer in Höhe von 3 Prozent wird auch eingeführt, wohlwissend, daß Einnahmen aus gewerblichen Erträgen nicht gelten. Tja, das dürfte ja dann jedem Profianleger zugute kommen. Wird wieder Auslegungssache das ganze.

EZB hält die Zinsen weiterhin bewusst unten und kauft obendrein mit frisch gedruckten Euros amerikanischen Greenback auf. Glaub diese Meldung wiegt mehr, als 100 abgebrannte Busse in Paris.

Providing the spark has been stronger than expected demand (55.6% indirect bidder participation) from foreign central banks for this afternoon's $13 bln 10-yr note bond auction, which drew a yield of 4.578%. In response, the benchmark 10-yr note is up 14 ticks, knocking the yield down to 4.58% and improving overall sentiment in a rising interest-rate environment that continues to be a restraint on the lift that rising corporate profits have given to stocks

Achso, deutsche Spitzenpolitiker haben die Idee geäussert deutsches Gold, dass man ja nicht hat, weder noch weiss wo es liegt, zu veräussern. Also, sie wollen Bezugszettelchen gegen Geld eintauschen. Das wird lustig.



Interessanter Bericht:

Bill Clinton geißelt US-Finanzpolitik

http://www.stock-channel.net/stock-...&postcount=6588







und damit zum leidigen Thema, zur Börse.



Dow knallt eine 3 white soldiers Formation ins Bild, wird man sehen wie das ausgeht. An sich ja bullisch zu werten, bzw. würde den Aufwärtstrend festigen. Doch Obacht: Aktien können steigen oder fallen, manchmal auch seitwärts gurken.





Dow Jones Industrial Average





11Dausend zum greifen nahe, evtl. sogar 11.200, dann runter auf 10.600





S&P 500





hier das gleiche Bild, noch näher am Top





Nasdaq100





over the top





Dow Jones Transportation Average





Transporter rennen wie angezündet, obwohl Öl fällt. Irankrieg verschoben?





Phlx Bank Index





Banken nutzen den Zinsvorteil, bzw. die Doofheit und Hörigkeit der EZB.





30-Year Treasury









10-Year Treasury









Dax



Dax gapt sich so durchs Leben
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Alt 12.11.2005, 11:51   #2
Förster
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Beiträge: 58.581
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Im Herbst fallen eben faule Blätter......







Dollar-Index

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grosse inverse SKS?



Eurogold



no comment, just a
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Alt 12.11.2005, 11:52   #3
Förster
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Anstehende Wirtschaftsdaten



WOCHENVORSCHAU/47. Kalenderwoche
- Termine vom 21. bis 25. November -


M O N T A G, 21. November:
***07:30 DE/Vivacon AG, Ergebnis Q3, Köln
08:00 DE/Bundesfinanzministerium, Monatsbericht November
08:15 JP/Mizuho Financial Group Inc, Ergebnis H1, Tokio
10:00 AT/Klub der Wirtschaftspublizisten, Vortrag von Liebscher,
Gouverneur der OeNB und Mitglied des EZB-Rates, Wien
***10:30 DE/Institut der deutschen Wirtschaft Köln, PK zum Thema:
"Herbstumfrage zur Konjunkturentwicklung", Berlin
11:00 DE/E.ON Hanse AG, PK zur Offenlegung der
Gaspreis-Kalkulationen, Quickborn
11:00 EU/Außenhandel September
11:30 DE/Deutsche Börse AG und KfW Mittelstandsbank,
PG zum Deutschen Eigenkapitalforum Herbst 2005
(bis 23.11.), Frankfurt (A)
***12:00 DE/Deutsche Bundesbank, Monatsbericht November
***15:00 EU/Ausschuss für Wirtschaft und Währung des
Europäischen Parlaments, monetärer Dialog mit
EZB-Präsident Trichet, Brüssel
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Zinstender
***16:00 US/Index der Frühindikatoren Oktober
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel

D I E N S T A G, 22. November:
00:50 JP/Index der gesamtwirtschaftlichen Aktivität September
***07:30 AT/voestalpine AG, Ergebnis H1 (10:30 PK in Wien), Linz
***08:00 DE/BIP Q3 (2. Veröffentlichung)
08:00 DE/Auftragseingang Bauhauptgewerbe September
***08:00 AT/OMV AG, Ergebnis 9 Monate (15:00 Telefonkonferenz), Wien
08:20 AT/Mayr-Melnhof Karton AG, Ergebnis Q3, Wien
***08:45 FR/Privater Verbrauch (Käufe industrieller Güter) Oktober
09:00 JP/Sumitomo Mitsui Financial Group Inc (SMFG), Ergebnis H1,
Tokio
***10:00 DE/Deutscher Bundestag, Wahl der CDU-Vorsitzenden Merkel zur
Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Berlin
10:00 CH/Julius Bär Holding AG, PG zur neuen Julius-Bär-Gruppe,
Zürich
10:00 EU/Europäischer Gerichtshof, Schlussplädoyer des
Generalanwalts im Verfahren Europäisches Parlament gegen
Kommission und Ministerrat zum Flugdatenabkommen EU/US,
Luxemburg
10:00 IT/Handelsbilanz ohne EU-Länder Oktober
***11:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Wirtschaftsklima Welt Q4
11:00 DE/Bundesnetzagentur, PK zu weiteren Marktanalysen und deren
Folgen für die TK-Regulierung, Bonn
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Zinstender
13:00 DE/Arcor AG & Co KG, Ergebnis H1, Eschborn
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***16:00 US/Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Oktober
***20:00 US/Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC),
Protokoll der Sitzung vom 1. November, Washington

M I T T W O C H, 23. November:
07:00 FR/Air France-KLM Group, Ergebnis H1, Paris
***07:30 BE/Fortis, Ergebnis 9 Monate, Brüssel
***08:00 AT/Raiffeisen International Bank-Holding AG (RI),
Ergebnis Q3 (12:00 Telefonkonferenz), Wien
09:00 ES/BIP Q3 (2. Veröffentlichung)
***09:30 IT/Verbrauchervertrauen November
10:00 DE/HSH Nordbank AG, PK zum Ergebnis Q3, Hamburg
***10:30 GB/BoE, Protokoll der Sitzung des Geldpolitischen Rats
vom 9./10. November, London
***11:00 EU/Auftragseingang in der Industrie September
11:00 DE/Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie
(BDLI), PK zur deutschen Raumfahrtpolitik, Berlin (A)
14:15 EU/European Mortgage Federation,
Rede von EZB-Chefvolkswirt Issing zum Thema:
"Mortgage markets and monetary policy.
A central bankers view", Brüssel
***14:30 US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
***15:00 BE/Geschäftsklimaindex November
***15:45 US/Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan
November (2. Umfrage)
***16:30 US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
18:30 DE/QSC AG, Herbst-PG, Köln
***19:00 US/Treasury, Auktion zweijähriger Notes
19:00 EU/European Community Association,
Rede von EZB-Chefvolkswirt Issing zum Thema:
"The Euro - European and Global Dimensions", Brüssel

D O N N E R S T A G, 24. November:
00:50 JP/Handelsbilanz Oktober
06:00 JP/BoJ, Protokoll der geldpolitischen Sitzung
vom 11./12. Oktober, Tokio
***08:00 DE/Import- und Exportpreise Oktober
***08:00 DE/Fielmann AG, Ergebnis Q3, Hamburg
08:00 IE/Bank of Ireland, Ergebnis H1, Dublin
08:30 DE/Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation
und neue Medien (BITKOM) und Bundeswirtschaftsministerium,
PK zum 1. Deutschen ITK-Mittelstandstag, Berlin (A)
***08:45 FR/Geschäftsklimaindex Verarbeitender Sektor November
***09:30 DE/Eutex European Telco Exchange AG,
PK zum Börsengang, Frankfurt
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex November
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex Dienstleistungen November
***10:00 EU/EZB, Leistungsbilanz September
***10:00 IT/Einzelhandelsumsatz September
18:00 DE/Deutsches Aktieninstitut e.V., 18. Börsenforum 2005,
mit Viermetz (Deutsche Börse) und Kley (BASF),
Frankfurt (A)

R E I T A G, 25. November:
00:30 JP/Verbraucherpreise Großraum Tokio November,
landesweit Oktober
08:00 AT/Generali Holding Vienna AG, Ergebnis Q3, Wien
***09:30 IT/Geschäftsklimaindex November
***10:30 GB/BIP Q3 (2. Veröffentlichung)
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Geändert von Förster (21.11.2005 um 07:52 Uhr).
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Alt 12.11.2005, 11:58   #4
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http://www.stock-channel.net/stock-...&postcount=7597

Lebensnotwendige Inflation?

vom "Mogambo Guru",

Die Fed hat in der letzten Woche tatsächlich einen Teil der Kredite trockengelegt und sie um 3 Milliarden Dollar gesenkt. Warum? Jetzt, wo man "Spatzenhirn" Bernanke gewählt hat, die Fed zu übernehmen, wissen sie, dass wenn der Typ, der tatsächlich verantwortlich ist, die Inflation will, so wie er erklärte hat, dann ist es an der Zeit, das mit einem riesigen feudalen Essen zu feiern, wofür man belangloses Geld verwendet, um einige Fässer Bier und etwas von dem Zeug, das sie wohl rauchen, und das sie glauben lässt, ihre idiotischen New-Age-Theorien könnten in der wirklichen Welt funktionieren.

Aber ich bin nicht selber dort gewesen, um das zu überprüfen, weil ich mich im Moment nicht so gut fühle, insbesondere deshalb, weil mich jedes Mal ganz heftige Übelkeit überkommt, wenn ich über Alan Greenspan (den ich für den allerschlechtesten Zentralbanker der amerikanischen Geschichte halte) lese, er sei ein Ass, weil er die Geschichte mit Argentinien so toll geregelt hätte, die Krise in Russland, die Krise in Korea, die Krise in Mexiko, auf den Philippinen, die Milleniumskrise oder Bla bla bla blah. Keiner dieser dummen "Journalisten" scheint zu begreifen, dass Alan Greenspan alle diese Krisen ausgelöst hat, indem er so viel Geld über einen so langen Zeitraum geschaffen hat. Und all dieses Geld drang irgendwann in all diese anderen Bereiche ein.

Irgendwann hat es Probleme bekommen, nachdem es überall Spekulationsblase um Spekulationsblase ausgelöst hat. Und dann ist natürlich deswegen zwangsläufig etwas Schlechtes passiert. Bei dem Versuch, die Situation zu retten, indem er seinen dummen Fehler wieder gut macht, hat Greenspan ständig noch mehr Geld in die Wirtschaft gepumpt. Erstaunlich! Er hat das Problem "gelöst", das er verursacht hat, indem er die Zinssätze auf idiotisch niedrige Sätze drückte und hat damit sichergestellt, dass man bald unter noch weiteren Preisinflationen leiden würde, was zwangsläufig aus einer solch unbesonnen monetären Inflation resultiert!

Alan Greenspan tat genau das Gegenteil von dem, was ein kompetenter Zentralbanker tun würde! Wenn er wirklich ein guter Banker wäre, wäre es von vornherein nie zu solchen Krisen gekommen! Wenn er ein großartiger Zentralbanker wäre, dann hätten seine 18 Jahre im Dienst ein glattes, geordnetes, nicht inflationäres Wachstum und einen höheren Lebensstandard für alle gebracht, und nicht dieses Stück Schrott, das wir die amerikanische Wirtschaft und in der logischen Erweiterung, die Weltwirtschaft nennen.

Was wir von Alan Greenspan und der Zentralbank bekommen haben, ist, wie ich immer und immer wieder erkläre – hauptsächlich deshalb, weil etwas sehr gründlich bei mir schief gelaufen ist – genau das Gegenteil von dem, was wir hätten kriegen sollen. Bill Bonner schreibt mir, dass Bloomberg berichtet, die Löhne stiegen langsamer, als zu irgendeiner Zeit in den letzten 24 Jahren, und dass er sich fragt, "warum die Leute nicht mehr verdienen, wenn Greenspan seinen Job wirklich so gut gemacht hat."

Sie verdienen offensichtlich nicht mehr Geld, und es ist eben dieser Mangel an Geld, der Wal-Mart dazu veranlasste, dem Kongress vorzuschlagen, man sollte die Mindestlöhne anheben. Der geschäftsführende Direktor, Lee Scott, sagte: "Bei Wal-Mart erfahren wir aus erster Hand, wie sehr die Leute kämpfen, um über die Runden zu kommen. Unsere Kunden haben einfach nicht das Geld, die grundlegendsten Dinge zwischen zwei Gehaltsschecks zu kaufen."

Vielleicht hat das einen klugen Briten namens Jonathan P. veranlasst zu schreiben, dass die Inflation für die Holzköpfe der Regierung vielleicht "zahm" sein mag, dass wir hier draußen in der wahren Welt aber eine "Lebensnotwendinflation" haben, was er definiert als "alles was lebensnotwendig ist, steigt im Preis: Unterkunft, Energie, Lebensmittel, Gebrauchsgüter, Medizin." Hahahaha! Ganz genau!

Und es wird noch schlimmer werden, weil es bei der Inflation keine Obergrenze gibt, wie, William Grigg, vom New American Magazine hervorhebt. "Es wird uns nie an Nullen fehlen." Hahahaha! Ganz genau! Die Haltung des Kongresses und der verabscheuungswürdigen Fed ist: "Heute 1,00 Dollar, morgen 100 Dollar, nächste Woche 1.000 Dollar! Wen kümmert's?" Hahahah!

Dieser Mangel an verfügbarem Geld bestätigt sich in dem Bericht des amerikanischen Handelsministeriums, wonach die Ausgaben, an die Inflation angepasst, im vergangenen Monat um 0,4 Prozent zurückgegangen sind. Und es ist nicht nur so, dass wir kein Geld haben, dass wir ausgeben können, wir sparen auch kein Geld, denn die Sparrate lag unter Null – unter Null! Und das jetzt schon den vierten Monat in Folge! Sie ist schon seit einem Jahrzehnt zurückgegangen und bewegte sich schon seit Jahren auf diesem sehr niedrigen Niveau!

Aber es wird noch schlimmer als das, da die vorübergehenden Entlassungen den höchsten Wert in vier Jahren erreichten und haltbare Güter schon wieder gefallen sind – im September um 2,1 Prozent!

Und warum ist es dazu gekommen? Das passiert, weil die Preise schneller steigen, als die Löhne. So einfach ist das!

Und jetzt wollten Sie wissen, warum das so ist. Nun, ehe ich mit einem meiner patentierten Schreianfälle aus der Haut fahren kann, darüber, was Inflation ist und warum das eine Ganz Böse Angelegenheit (GBA) ist – und dass die Fed das personifizierte Böse ist, weil sie diese Inflation verursacht hat – lasse ich Sean Corrigan zu Wort kommen, einen Investment Strategen bei Sage Capital, der sagt: "der Nobelpreisträger Elias Canetti hat 1960 'Masse und Macht' geschrieben. Man kann sagen, dass es, abgesehen von Kriegen und Revolutionen, in dieser modernen Zivilisation nicht gibt, dass sich mit der Bedeutung von Inflationen vergleichen ließe. Die Umwälzungen, die durch Inflationen verursacht wurden, sind so heftig, dass die Leute es vorziehen, sie zu vertuschen und zu verbergen."

Ich versuche geduldig, Mr. Corrigan zu erklären, dass es hier nicht um den tatsächlichen Schrecken der Inflation geht, aber die Zuhörerschaft erstickt mich durch wütendes Geschrei: "Shostak! Shostak!" Um auf die Masse einzugehen erscheint Frank Shostak mit einem Auszug aus seinem Aufsatz: "Bekämpft die Fed die Inflation? Oder verursacht sie sie? Er erklärt: "Wenn die Geldmenge einmal steigt, dann setzt sie einen Prozess der Verarmung in Bewegung, der dann auch einen schrecklichen Boom-Bust Zyklus auslöst."

Und deshalb gehe ich davon aus, dass Ben Bernanke deswegen so verzweifelt bemüht ist, einen weiteren solchen Zyklus in Bewegung zu setzen, weil wir gerade unter dem Verarmungsteil in dem Zyklus zu leiden haben, von dem Mr. Shostak spricht. Wenn man nicht mehr genug Geld hat, um noch welches auszugeben, dann ist man verarmt.

Wenn die Leute kein Geld ausgeben, dann funktioniert die Wirtschaft nicht, was bedeutet, dass die Preise für Vermögenswerte fallen werden, und das bedeutet, dass die Leute, die Aktien besitzen, oder Anleihen, oder die Häuser haben, und all diese Millionen Parasiten der Regierung, unter der Verarmung leiden werden, wenn alles den Bach runtergeht. Das ist die gefürchtete "Deflation", die Bernanke so verzweifelt abwenden will, ... und das zu Recht. Dass man weiß, dass er gesagt haben soll, seine Politik sei, unser Geld absichtlich durch Inflation zu zerstören, macht die Sache auch nicht besser. Hahaha! Willkommen in der Irrenanstalt, genannt Federal Reserve.

Was sie natürlich hoffen ist, dass die Aktienkurse steigen (Inflation bei den Aktien), dass die Anleihenpreise steigen (Inflation bei den Anleihen) und dass die Häuser im Wert steigen (Inflation bei Immobilien), so dass es eine Wertsteigerung bei der Regierung gibt (Inflation bei der Regierung). Dummerweise ist es fast unmöglich, auf die Vermögenswerte abzuzielen. Deshalb wird das ganze neue Geld letzten Endes auch zu einer Inflation bei einer ganzen Menge anderer Dinge führen – eigentlich sogar bei allem.

Was noch wichtiger ist: die Armen, die heute schon verarmt sind, werden durch die Inflation noch weiter verarmen. Und wenn ich mir nur einer Sache sicher bin, dann ist es, dass es da draußen eine ganze Menge mehr armer Leute gibt (die nichts zu verlieren haben) als reiche Leute (die versuchen, nichts von dem zu verlieren, was sie haben). Und jeder, der schon einmal Filme über die französische Revolution, die russische Revolution oder über die Weimarer Republik gesehen hat, der weiß, dass es nicht Gutes verheißt, wenn die Armen noch weiter verarmen.

Aber wir reden hier nicht über Armut oder darüber, dass sich der arme Mogambo heute keinen Kaffee und keinen Donut mehr kaufen kann (selbst wenn er sich einen leisten könnte, die dumme kleine Kassiererin weigert sich, mich zu bedienen, weil sie sagt, ich sei ihr nicht geheuer). Hier geht es darum, dass dieser minimale Rückgang des Gesamtkredits der Fed von den ausländischen Zentralbanken mehr als ausgeglichen wurde, die von der Fed weitere 8 Milliarden Dollar amerikanische Schulden in der letzten Woche kauften! Acht Milliarden! Dollar! Was sehr gelegen kam, denn das amerikanische Schatzministerium stellt jetzt mit halsbrecherischer Geschwindigkeit neue Schulden aus – sie sind um mehr als 100 Milliarden Dollar in nur zwei verdammten Monaten gestiegen. Und allein in den letzten drei Wochen waren es 50 Milliarden Dollar
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Alt 12.11.2005, 12:07   #5
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Alt 12.11.2005, 12:18   #6
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Die Inflationsmacher

Wir alle kennen die Szene aus zahlreichen Filmen und Slapsticks. Der gerade noch flüchtende Dieb bleibt hinter einer Wegbiegung stehen, setzt eine seriöse Miene auf, deutet in Richtung eines möglichst belebten Teils der Straße und ruft voller Inbrunst: "Haltet den Dieb!" Dieser Inbegriff an Chuzpe spielt sich in der modernen Finanzwelt in großem Stile nahezu börsentäglich ab.

Nein, wir meinen nicht die schwarzen Schafe unter den Analysten, die wider besseres Wissen Kaufempfehlungen für Aktien aussprechen, nur um Geschäft für die Investmentbanking-Abteilung der Bank zu akquirieren. Wir meinen auch nicht die Unternehmensmanager, die auf Pressekonferenzen und bei Analystengesprächen ihr Unternehmen und dessen Aussichten in höchsten Tönen loben, während sie gleichzeitig übereifrig eigene Aktien verkaufen. Wir reden auch nicht über die längst zum Normalfall gewordene Vorgehensweise zahlreicher Politiker, die nach einer gewonnenen Wahl das genaue Gegenteil dessen tun, wofür sie im Wahlkampf geworben haben. Nein, wir reden von den dank staatlicher Monopolgarantie die Finanzmärkte maßgeblich beeinflussenden Notenbanken.

Gerade in letzter Zeit, nachdem die als Preissteigerung eines amtlich berechneten und nahezu beliebiger Manipulation zugänglichen Warenkorbs definierten Inflationsraten weltweit zu steigen begonnen haben, hören wir die Notenbanker in unverhohlener Dreistigkeit "Haltet den Dieb!" rufen. Unter geradezu unverschämter Verdrehung der Wahrheit zeigen sie und die Politiker, denen sie ihre privilegierten Ämter verdanken, auf ausgewählte Sündenböcke. So hören wir fast täglich aus Notenbankkreisen, dass die steigenden Energiepreise eine Gefahr für die Preisstabilität darstellten. Politiker spitzen dieses falsche Argument noch deutlich zu und agitieren lautstark gegen "die Preistreiber und Spekulanten an den Energiemärkten". Die permanente und dank moderner Massenmedien flächendeckende Wiederholung dieser krassen Verdrehung der Wahrheit scheint tatsächlich die gewünschten Ergebnisse zu zeitigen. Die Lüge wird geglaubt.

Bei manchen Politikern halten wir es sogar für möglich, dass sie glauben, was sie sagen. Ökonomischer Sachverstand ist in diesen Kreisen schließlich nicht die Regel, sondern eher eine seltene Ausnahme. Bei Notenbankern gilt das Argument: "Sie wissen es wahrscheinlich nicht besser", jedoch nicht. Hier haben wir es schließlich mit Menschen zu tun, die üblicherweise eine valide ökonomische Ausbildung genossen haben. Und im Falle von Alan Greenspan und vielleicht noch mehr bei seinem designierten Nachfolger Ben Bernanke haben wir es mit hochbegabten Intellektuellen zu tun, die uns in jedem Rechtschreibe-Wettbewerb um Längen schlagen würden. Unwissenheit und Ignoranz kann bei dieser Personengruppe als Entschuldigung also nicht herangezogen werden, hier müssen andere Kräfte wirken.

Wie auch immer, dem seiden Notenbanker ist es gelungen, ihr mehr als fragwürdiges Monopol der Geldschaffung hinter dem Schleier angeblicher Inflationsbekämpfung zu verbergen. Sie, die Herrscher der Gelddruckmaschine, auf deren Aktionen letztendlich jede legale Geldschöpfung beruht, gaukeln ihrem Publikum regelmäßig eine angebliche Wirklichkeit vor, die es so nicht gibt. Immer wieder wollen sie uns glauben machen, Inflation bedrohe Wirtschaft und Gesellschaft auf ähnliche Art und Weise wie eine Naturkatastrophe, und nur ihrem überlegten, ja genialen Handeln sei es zu verdanken, wenn sie dennoch halbwegs im Zaum gehalten werden kann. Das ist Humbug, grober Unfug, dreiste Lüge.

Um das zu verstehen, lohnt es sich, zu den Grundlagen vorzudringen. In einer Marktwirtschaft werden Güter und Dienstleistungen gegeneinander ausgetauscht. Herr Bäcker backt Brot und tauscht es bei Herrn Schuster gegen ein Paar Schuhe ein. Um diesen Tausch zu vereinfachen, bedient er sich des Geldes. Er tauscht sein Brot gegen Geld, um anschließend die Schuhe bezahlen zu können. Ein vollkommen normaler und harmloser Vorgang. Beachtenswert ist allerdings die Reihenfolge: Zuerst muss er das Brot backen, um es dann unter Zuhilfenahme von Geld gegen Schuhe zu tauschen.

Betrachten wir jetzt den Geldfälscher, Herrn Blüte. Er produziert weder eine Ware, noch bietet er eine Dienstleistung feil. Er druckt einfach nur eine Geldnote. Diese tauscht er dann beispielsweise bei Herrn Bäcker gegen Brot. Herr Blüte tauscht also Nichts gegen Etwas. Er kann konsumieren, ohne zu produzieren. Sein Geldschein ist also nicht gedeckt durch Güter oder Dienstleistungen, er leistet keinen Beitrag zum Wohlstand der Gesellschaft, sondern konsumiert den von anderen geschaffenen Wohlstand ohne Gegenleistung. Weil die anderen Mitglieder der Gesellschaft das nicht wollen, genießt der Geldfälscher nicht nur kein hohes Ansehen. Seine Machenschaften gelten sehr zu Recht als kriminell.

Kann dieser einfache Zusammenhang etwa außer Kraft gesetzt werden, wenn Herr Blüte keine Einzelperson ist, sondern eine staatliche Institution? Kann es irgendeinen Unterschied machen, ob die Banknote im Keller von Herrn Blüte entstanden ist oder in einer staatlich kontrollierten Druckerpresse? Ja, es gibt tatsächlich einen sehr wichtigen Unterschied. Im ersten Fall spricht man von kriminellen Machenschaften, im zweiten hingegen von der hohen Kunst des Zentralbankwesens. Der Effekt auf die Wirtschaft hingegen bleibt unverändert. Es kommt zu einer Umverteilung des Wohlstands von produktiven Wirtschaftssubjekten hin zu unproduktiven. Letztere treten plötzlich als Nachfrager am Markt für Güter auf, die sie eigentlich nicht bezahlen können, da sie selbst nichts produziert haben. Die Gesamtmenge der vorhandenen Güter ändert sich dadurch natürlich nicht, aber die Nachfrage nach diesen Gütern nimmt zu und führt zu einer wichtigen Veränderung: Die Preise für die zusätzlich nachgefragten Güter werden steigen. Ganz allgemein ausgedrückt, bewirkt die Ausweitung der Geldmenge also einen Anstieg der Preise.

Dabei ist selbstverständlich nicht der Preisanstieg die Ursache für die Wohlstandsminderung der produktiven Mitglieder der Gesellschaft, sondern die Ausweitung der Geldmenge. Der Preisanstieg ist lediglich ein Symptom, die eigentliche Ursache hingegen ist das Geldmengenwachstum. Anders ausgedrückt: Inflation ist die Ausweitung der Geldmenge. Die Notenbanken bestimmen maßgeblich das Geldmengenwachstum. Also sind die Notenbanken Inflationsmacher und keine Inflationsbekämpfer. Haltet den Dieb!


Der Bock als Gärtner 1

Nehmen wir das Beispiel des demnächst in Rente gehenden US-Notenbankpräsidenten Alan Greenspan. Bereits jetzt, viele Wochen vor seinem Abgang Ende Januar 2006, hat ein wahrer Strom von Lobreden und gefälligem Schulterklopfen eingesetzt. Der Superstar des modernen Zentralbankwesens wird fast in den Himmel gehoben für seine angeblich großartigen geldpolitischen Leistungen. Dabei ist er nur ein staatlich eingesetzter Preisfixer, der entweder einen kurzfristigen Zinssatz kontrolliert oder eine bestimmte Geldmenge, niemals jedoch beides gleichzeitig, und schon gar nicht die als Preisveränderung eines Warenkorbs definierte Inflationsrate.

Wenn die Notenbank sich für die Kontrolle der Geldmenge entscheidet, dann ist der Zins die davon abhängende Variable. Die Notenbank muss dann den Zinssatz auf das Niveau steigen oder fallen lassen, bei dem die gewünschte Geldmenge nachgefragt wird. Paul Volcker, der Vorgänger Alan Greenspans auf dem Chefsessel der Fed, wählte diesen Ansatz. Wenn die Notenbank hingegen den Zinssatz fixiert, dann ist die Geldmenge die abhängige Variable. Die Geldmenge wird dann abhängig vom vorgegebenen Zins steigen oder fallen, ohne von der Notenbank beeinflusst werden zu können. Alan Greenspan folgte dieser Methode in seiner 1987 begonnenen Amtszeit.

Die Folgen seiner geldpolitischen Vorgehensweise liegen auf der Hand. Die Geld- und Kreditmengen erlebten einen gewaltigen Anstieg und die Kaufkraft des Geldes einen entsprechenden Niedergang. Auf der Website des zum U.S. Department of Labor gehörenden Bureau of Labor Statistics (www.bls.gov) befindet sich ein offizieller Inflationsrechner. Wenn man dort für das Jahr 1987, das Jahr des Amtsantritts Greenspans, 1 Dollar eingibt, dann wirft der Rechner für das Jahr 2005 1,75 Dollar aus. Mit anderen Worten, heute braucht man 1,75 $, um dieselben Waren kaufen zu können, die 1987 für 1 $ zu haben waren. Wie irgendjemand auf die geradezu absurde Idee kommen kann, dieses überaus traurige Ergebnis als überragenden geldpolitischen Erfolg zu feiern, übersteigt unseren Horizont sehr deutlich. Mit Geldwertstabilität hat diese Entwicklung jedenfalls nichts zu tun.


Preisfixer

Um die Rolle eines Preisfixers besser nachvollziehen zu können, ist es angebracht, einen anderen Preis als den des Geldes, den Zins, zu betrachten. Das Beispiel eines kommunistischen Zentralkomitees bietet sich hier natürlich an. In diesen erlauchten Kreisen war man bekanntlich der Überzeugung, den "richtigen" Preis von allen Gütern und Dienstleistungen zu kennen, beispielsweise den Preis einer herzhaften Salami. Dieser Preis wurde dann administriert und mit der Autorität eines totalen Staates im ganzen Lande durchgesetzt. Das Ergebnis dieser Vorgehensweise ist weitläufig bekannt. War der Preis zu niedrig angesetzt, dann lohnte es sich plötzlich, billige Salami beispielsweise als Schweinefutter zu verwenden. Eine wichtige Ressource wurde also durch ein falsches Preissignal einer völlig unvernünftigen Nutzung zugeführt und regelrecht verschleudert. War der Preis hingegen zu hoch angesetzt, dann stapelten sich unverkäufliche Salamis und vergammelten. Die europäische Agrarpolitik verläuft übrigens nach ähnlichen Prinzipien.

Der Preis ist das wichtigste Steuerungsinstrument, um Angebot und Nachfrage in Übereinstimmung zu bringen. Steigende Preise setzen Anreize, das Angebot zu erhöhen und wirken dämpfend auf die Nachfrage. Fallende Preise wirken genau umgekehrt. Kein Mensch, weder ein Politiker noch ein Bürokrat, verfügt über das allumfassende Wissen, um den Preismechanismus adäquat ersetzen zu können. Wer dennoch so tut, als könne er das, ist entweder ein dreister Aufschneider oder seiner eigenen Hybris auf den Leim gegangen. Das gilt für Salami im selben Maße wie für Zinsen und betrifft kommunistische Preisfixer ebenso wie westliche Notenbanker.

Der Bock als Gärtner 2

Hin und wieder gelingt es uns tatsächlich, treffsichere Prognosen zu erstellen. Insofern war die Ernennung von Ben Bernanke als Nachfolger von Alan Greenspan ein gewisses Erfolgserlebnis für uns, obwohl er natürlich alles andere als unser Wunschkandidat auf diesem mit unanständig viel Macht ausgestatteten Pöstchen ist. Unter der Überschrift "Inflation!" schrieben wir im April 2005:

"Erinnern sie sich noch an Ben Bernanke, den US-Notenbanker? Als ausgewiesener Inflationist trieb er uns bereits Ende 2002 den Angstschweiß auf die Stirn mit seinen geldpolitischen Äußerungen. Er sagte damals: "Aber die US-Regierung verfügt über eine Technologie, genannt Druckerpresse (...), die es ihr gestattet, ohne Kosten so viele US-Dollars zu produzieren, wie sie will. (...) Natürlich wird die US-Regierung nicht beginnen, Geld zu drucken, um es beliebig zu verteilen (Helikopter-Geld genannt, Anm. Berliner Effektenbank), obwohl es, wie wir später sehen werden, praktische geldpolitische Maßnahmen gibt, die diesem Verhalten nahe kommen.""

Während freiheitsliebende Menschen ob dieser starken Staatsworte das blanke Entsetzen packt, sehen Politiker darin offensichtlich nur eine erfreuliche und deutliche Anbiederei, die den Sender der Botschaft für höhere bürokratische Weihen empfiehlt. Jedenfalls soll Bernanke demnächst den Vorsitz des President’s Council of Economic Advisors übernehmen. Ich sehe darin einen Hinweis darauf, dass Bernanke - so er den Mächtigen im Weißen Haus auch in seiner neuen Funktion zu gefallen weiß, und wer möchte daran zweifeln - die Nachfolge von Alan Greenspan als Notenbankpräsident antreten wird. Damit zerstreuen sich eventuell gehegte Hoffnungen auf eine geldpolitische Wende zum Besseren nach der Ära Greenspan.

Der intellektuelle Überflieger Bernanke, der auf eine steile Karriere im Wissenschaftsbetrieb zurück blicken kann, hat es jetzt also geschafft. Er scheint sein Lebensziel erreicht zu haben und über klare Vorstellungen zu verfügen, wie er die kommenden Krisen meistern kann. Wie genau? Mit dem beherzten, um nicht zu sagen hemmungslosen Einsatz der Gelddruckmaschine.

Bernankes geldpolitische Grundüberzeugungen stehen den unsrigen geradezu diametral entgegen. Während er der Meinung ist, mit Geldmengenausweitungen alle Probleme einer modernen Volkswirtschaft lösen zu können, sehen wir in der Geldmengenausweitung die Ursache zahlreicher Probleme. Was er als Medizin betrachtet, gilt uns als Gift. Für ihn scheint die Welt die Form eines Doktorandenseminars im Fachgebiet Ökonometrie zu haben. Für uns besteht sie aus einem undurchdringlichen Dickicht individuell entscheidender Akteure, die eher selten rationalen Überlegungen folgen. In einem sehr viel allgemeineren Sinn unterscheidet uns sogar ein ganzes Weltbild. Während der begnadete Wirtschaftswissenschaftler Bernanke an die dauerhaft erfolgreiche Steuerung einer hochkomplexen Wirtschaft glaubt, halten wir in unserer sehr viel bescheideneren Art dergleichen schlicht für ein Zeichen von Hybris und Selbstüberschätzung. Während wir immer wieder in Staunen versetzt werden ob der Vielfalt und Komplexität der Welt, scheint er sie kontrollieren zu wollen und ernsthaft zu glauben, das auch zu können.

Als ausgewiesener Inflationist glaubt er dieser übermenschlichen Aufgabe mit einer simplen Technologie, der Druckerpresse, gerecht werden zu können. Mit dieser Sichtweise, die er (siehe oben) in ungewöhnlich klaren Worten zum Ausdruck gebracht hat, verdiente er sich in Kreisen kritischer Notenbank-Beobachter den überaus passenden Künstlernamen "Helicopter Ben2.


Schweres Erbe

Bernankes Vorgänger Alan Greenspan hinterlässt ihm ein überaus schweres Erbe. Dank seiner über die Maßen expansiven Geldpolitik, mit der er die für eine dauerhaft tragfähige und gesunde ökonomische Entwicklung notwendigen Bereinigungsprozesse immer wieder weitgehend unterdrückt hat, befinden wir uns in einer von extremen Ungleichgewichten geplagten Weltwirtschaft. Deutlichstes Zeichen dafür ist das US-Leistungsbilanzdefizit von 6%, das einer Bananenrepublik zur Ehre gereichte. Innerhalb der USA manifestieren sich die Probleme beispielsweise in einer negativen Sparquote, einem laut Greenspan außer Kontrolle geratenen Staatshaushalt, einer Echoblase am Aktienmarkt, einer riesigen Spekulationsblase am Immobilienmarkt und einer gesamtwirtschaftlichen Verschuldung, die weit über dem bisherigen Rekord am Beginn der Weltwirtschaftskrise von 1930liegt.

Bernankes Aufgabe wird es also sein, mit diesen Folgen der Greenspan’schen Geldpolitik zurecht zu kommen. Wir beneiden ihn nicht um diese herkuleische Aufgabe. Allerdings scheint Bernanke davon überzeugt zu sein, ihr durchaus gewachsen zu sein, was wir bezweifeln. Seine öffentlichen Äußerungen über das Leistungsbilanzdefizit lassen uns sogar am ökonomischen Sachverstand des viel Gelobten zweifeln. Seiner Meinung nach handelt es sich dabei nicht etwa um das Problem des defizitären Landes, sondern ganz im Gegenteil um ein Problem der Überschussländer. Dort, speziell in Asien, gebe es einen ungesunden Überhang an Ersparnissen. Diesen nach Anlage drängenden Geldern müsse ein sinnvoller Hafen geboten werden. Genau das täten die USA mit ihren riesigen Märkten für Staatsanleihen und Hypothekenkrediten. Die hohe Sparquote der asiatischen Länder sei das Problem, nicht die niedrige der USA. Da sparen die Grundvoraussetzung für Investitionen und späteren Wohlstand ist, können wir dem renommierten Theoretiker zumindest an dieser Stelle nicht folgen.

Ein eigener Feldversuch scheiterte übrigens kläglich, vermutlich am mangelnden Sachverstand unseres potenziellen Geschäftspartners. Wir machten dem Wirt unserer Eckkneipe den Vorschlag, in Zukunft jeden Tag zu seinem Mittagstisch zu erscheinen, wenn er sich bereit erkläre, uns den jeweiligen Rechnungsbetrag postwendend wieder zu leihen, damit wir mit diesem Geld auch am nächsten Tag die Rechnung würden begleichen können. Offensichtlich fehlt unserem Kneipier der ökonomische Sachverstand eines Ben Bernanke, den dieser wohl am berühmten Massachusetts Institute of Technology oder in Princeton erlangte.

In einem weiteren, wie wir meinen sehr wichtigen und vielleicht schon bald sehr akuten Bereich kann der designierte Notenbankpräsident ebenfalls kein Problem erkennen. Am 27. Oktober 2005 zitierte die Washington Post unseren geldpolitischen Wundermann in spe mit den Worten: "There’s No Housing Bubble to Go Bust". (Es gibt keine Immobilienblase, die platzen könnte.) Da wir das Thema Spekulationsblasen sowohl in unserem Buch als auch in der "Performance" erschöpfend behandelt haben, werden wir dieses Statement nicht näher beleuchten. Die Strategie, das Problem so lange wie möglich einfach zu leugnen, wendete Alan Greenspan hinsichtlich der Aktienblase Ende der 1990er Jahre bereits erfolglos an. Trotz seines hartnäckigen Leugnens verschwand das Problem nicht. Statt dessen tat die Blase genau das, was alle Spekulationsblasen zu tun pflegen: Sie platzte und löste eine Flut von Folgeproblemen aus. Zu diesen rechnen wir auch das anschließende Entstehen der Immobilienblase.

Wir halten es für nicht ganz unwahrscheinlich, dass Bernankes in Erfüllung gegangener Lebenstraum, an der Spitze der Fed zu stehen und seine geldpolitischen Theorien in die Praxis umsetzen zu können, sich in den kommenden Jahren in einen Alptraum verwandeln wird. Überlasst dem Markt, was des Marktes ist. Zumindest auf lange Sicht sitzen die Märkte am längeren Hebel. Wer das nicht glaubt, braucht sich nur die Bilanz kommunistischer Marktabschaffer anzuschauen.


Ein Fazit

Gleich nach seiner Nominierung als neuer Notenbankpräsident sprach Bernanke von geldpolitischer Kontinuität, für die er einstehe. Nach allem, was wir von ihm wissen, sind wir geneigt, ihm zu glauben. Was er Kontinuität nennt, bedeutet die Fortsetzung der von Greenspan durchgezogenen inflationären Politik. Damit bleibt eine Grundvoraussetzung für unsere überaus bullishe Einschätzung der Edelmetall- und Rohstoffmärkte intakt. Wer sich vor den Bernankes dieser Welt schützen möchte, wird speziell am Gold nicht vorbei kommen. An den Aktienmärkten bieten sich langfristig extrem gute Einstiegszeiten allerdings erst am Ende inflationärer Episoden.
Eine Warnung

Als Alan Greenspan 1987 zum Notenbankpräsidenten ernannt wurde, galt er als prinzipienstarker geldpolitische Hardliner. Aus seiner Feder stammen noch heute lesenswerte Artikel, in denen er sich in aller Klarheit mit den Gefahren und verheerenden Folgen inflationärer Geldpolitiken auseinander setzte. Kaum im Amt, wurde er im Oktober 1987 mit einem ungewöhnlich starken Börsenkrach konfrontiert. Er reagierte mit einem beherzten Öffnen der Geldhähne, die er in seiner langen Amtszeit nie wieder schloss. Er entpuppte sich zur Überraschung fast aller Beobachter als Inflationist allererster Güte, der sich einen feuchten Kehricht um seine davor publizierten Schriften scherte.

Da wir im Leben fast alles für möglich halten, dürfen wir einen ähnlich krassen Wandel auch bei Bernanke nicht kategorisch ausschließen. Vielleicht zwingen ihn die Märkte ja dazu, Dinge zu tun, die er heute selbst nicht für möglich hält. Wer weiß.


© Claus Vogt
Leiter Research der Berliner Effektenbank
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Alt 12.11.2005, 12:32   #7
mama mia
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Guten Morgen Sonne lacht

@Förster lese mich später durch von wegen Sonne lacht

.....ich bring das Palladium nochmals hier, haben doch einige Interesse an diesem Metall

Friday November 11, 8:08 PM
Palladium Mkt In 60,000 Oz Deficit In '05 -Virtual Metals

LONDON (Dow Jones)--The 2005 palladium market is forecast to be in a deficit of 60,000 troy ounces following a "truly remarkable" turnaround in Chinese jewelry demand, Virtual Metals said in its monthly report Friday.

Had jewelry demand remained at previous levels, the market would have been in a 600,000 ounce surplus this year, analyst Matthew Turner said.

Chinese platinum jewelry customers started to seek an alternative to platinum in 2004 when prices hit $952/oz, putting off price sensitive customers.

Chinese manufacturers sought to market palladium jewelry instead, which traded at around $230/oz at the time.

Imports into China and Hong Kong in March 2004 were over 200,000 oz, compared with a monthly average in 2003 of just over 25,000 oz. The trend was sustained through 2005, Virtual Metals said.

Spot platinum prices hit a 26-year high of $961/oz Friday.

Palladium jewelry demand for 2005 in China is seen just short of 800,000 oz, around one-six of total palladium demand.

However, despite China's appetite for palladium jewelry coming "out of nowhere," prices will be capped due to large stocks.

Spot palladium is currently trading at a 17-month high of $240.50/oz.

Russian stock levels are unknown, even though this might change as Russian miner Norilsk Nickel (GMKN.RS) has said it would reveal stock data at some point before 2006.

One of the main drags on palladium prices are large stockpiles in Switzerland estimated at over 196 metric tons, or 6.3 million ounces, equivalent to almost a year's supply , Virtual Metals said.

Implied stockpiles have now started to fall, the report said, estimating a drop of 21 tons by September 2005 to 175 tons.

"If it were to continue to decline at this rate then it would be exhausted in about seven years, suggesting it could remain a drag on the price for some years," the report said.

http://sg.biz.yahoo.com/051111/15/3wf7u.html
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Alt 12.11.2005, 12:49   #8
mama mia
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Dr. Marc Faber Market Comment: November 8, 2005

Good luck Mr. Bernanke!
Is the appointment of Mr. Bernanke favorable for equity and bond
markets?
In the intermediate term, Mr. Bernanke – in order to improve his reputation
as a money printing advocate and gain some credibility – may tighten
monetary conditions a tad more than Mr. Greenspan might have done. The
growth of foreign official dollar reserves is still declining, which is negative
for global economic growth, emerging stock markets, industrial commodity
prices, but favorable for the US dollar.

..........

"As expressed over the last two years, I think that the Japanese stock market will significantly outperform US equities in the next five to ten years. And, whereas rising consumer prices will be negative for US financial assets, a whiff of inflation will be favorable for Japanese equities, as individuals and financial institutions will be forced to move out of bonds into equities."
...........

full story: http://www.gloomboomdoom.com/market...ads/051108.pdf?

...interessante Grafik dazu
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Alt 12.11.2005, 13:20   #9
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moin




Rice wirft Syrien Verletzung der Menschenrechte vor

Manama (AFP) - Auf einer internationalen Demokratie-Konferenz im arabischen Golfkönigreich Bahrain hat US-Außenministerin Condoleezza Rice der syrischen Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Syrien müsse der "willkürlichen Verhaftung von Demokratie- und Menschenrechtsaktivisten ein Ende bereiten", sagte Rice am Samstag vor dem "Zukunftsforum" in der bahrainischen Hauptstadt Manama. Die USA unterstützten "das syrische Volk in seinen Hoffnungen auf Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit".


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Alt 12.11.2005, 13:34   #10
4604
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Alt 12.11.2005, 14:34   #11
Gast_B
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Die Wochenumfrage ist da: http://www.stock-channel.net/stock-...ad.php3?t=24165

Und zur Dax-Wette auf nächste Woche Schlussstand geht's hier lang, Abgabeschluss ist Dienstag 24 Uhr: http://www.stock-channel.net/stock-...ad.php3?t=24164

Schönes Wochenende allen!
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Alt 12.11.2005, 14:39   #12
alberich
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Beiträge: 110
Standard The rally is here right on schedule. No brainer….right?

Here It Comes! (The Year End Rally)

It's time everybody! Here comes the year-end rally. Haven’t you heard about it? Well, you should know that it comes every year. Remember last year when the anticipation of Bush’s re-election made it a sure bet that the market would rally? Good for business, good for stocks and strong on foreign policy – the basis for his election. And sure enough, the market obliged.

Remember the year before that in November of 2003? That rally was in part, motivated by President Bush’s “mission accomplished” photo op on the air craft carrier. That calmed the public, since many were worried at that time that the Iraq affair would turn into an ugly, tragic, and expensive military boondoggle without a clearly defined and winnable mission. The day after Thanksgiving air craft carrier speech put everyone’s minds at ease that it was in fact, “mission accomplished”, and the stock market rallied.

A year end rally is even more of a sure thing this year, because (as everyone knows), this is a year, 2005, that ends in a “5.” And everyone knows that the “5” years are up years in the stock market. The market is about even so far this year, and since it's time for the year end rally, well, can I make it any easier for you? Just call your broker, or log on and buy stocks, because this one is a lay up. You might as well spend the stock market profits now, because this year end rally is a sure thing. Now we must deal with the matter of picking the stocks. You want a stock that has good “up-go-edness.” You could sift through tens of thousands of stocks, but why waste time? Just go with the blue chip with the most up-go-edness – that would be Google. If you want more of a value play, try Sandisk or Apple Computer. Or even less risky is the Dow Transportation ETF (IYT). These all have good “up-go-edness.” If you want to do your own research, tune into Cramer on CNBC and do whatever research you would feel is appropriate for your “investment” by taking his advice. Could I make it any easier for you? This year end rally is a sure thing! ......

cont.:

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Alt 12.11.2005, 15:40   #13
_SL_
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Beiträge: 6.372
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tach zusammen..

Förster: danke für neuen tredd..
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Alt 12.11.2005, 15:53   #14
pit
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Moin

Förster, du seggl

Sauberer Opener.
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Alt 12.11.2005, 15:58   #15
Kosto8
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moin

neuer fröd
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