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Alt 16.10.2004, 10:35   #1
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Standard 16.-22.10.04: Das Rad wird sich immer weiterdrehen...

Guten Tag miteinander!

Eigentlich hätte dieses Thread beginnen sollen mit „& nun stehen die Aktienmärkte zur Überraschung aller auf einem unglaublich hohen Niveau...“. Eine Aussage die genauso falsch wäre wie eine Zukunftsbeschreibung „& damit Feuer frei für den klassischen Herbstcrash auf ein so tiefes Niveau, dass ebenfalls alle überraschen wird“. Weder Rallye noch Crash, sondern schlichtweg überhaupt nichts ist in den letzten beiden Wochen passiert! Es begann mit dem anvisierten Anstieg, der dann aber trotz positiven Meldungen genauso schnell wieder eliminiert wurde. Dies zu einer bullischen Neutralität, ab der man nun erneut einen pausenlosen Anstieg für die nächsten Wochen visionieren könnte. Doch nun wären wir zeitmässig innerhalb der Saisonalität zu einer klassischen Jahresendrallye. Etwas ungewöhnliches in 2004, wo bislang jegliche Saisonalität komplett auf den Kopf gestellt wurde, sowohl bergan wie auch runter in den Keller. Somit Unklarheiten über Unklarheiten...

Sehr schwer vorherzusagen welches nun der nächste Weg in den kommenden Tagen sein wird. Tech-Bereich mag den finalen Wirtschaftsaufschwung noch nicht vorwegnehmen, weshalb Chip-Index SOX am Freitag intraday an 385 P. Trendmarke scheiterte und darunter schloss. Nasdaq hingegen bei neutralen Indikatoren im GD-Sandwich mit dynamischem Druckaufbau. S&P konnte Sell-Zone 1115 P. ebenfalls nicht zurückerobern, notiert aber noch über dem letzten Tief 1100 P. Tupfengleiche Situation beim DOW, wo 10K die Mauer ist, erweitertes Korrekturziel 9850 P. hingegen punktgenau getroffen und zum Dreh geführt. Hier hat der MACD nun allerdings Crashcharakter aufzuweisen. Komplett anders hingegen die Situation beim Transport- und Banken-Index. Mega-Dreh & noch 1-2 grüne Kerzen reichen aus um neue Hochs zu kreiern. Viel Gewurschtel, dass sich besser zuerst einmal auflösen soll ehe eine konkrete Trendrichtung bestimmt werden kann. Diese wie gehabt idealerweise bei hohen Volumina, so dass der bald halbjährige Dornröschenschlaf nun endlich sein Ende finden kann.
Konkret gedacht steht weiterhin der heftige Ausbruch bergan zur finalen Topbildung auf dem Idealprogramm, ehe der Kollaps viel schneller und tiefer vonstatten geht. Zeitmässig wird’s für die komplette Bewegung mit DOW zuerst 10800 & dann unter 9000 P. bis Mitte Dezember nun jedoch enger wie eng! Andersrum könnte nun aber auch genauso gut die Unterkante des diesjährigen Abwärtskanals erreicht werden. Druck dafür wäre da & angeblich soll momentan an den Börsen ein Einschiessen auf Kerry als nächsten US-Präsidenten sein. Dafür müsste lt. historischen Vergleichen der DOW um mehr als 3% im Monat Oktober sinken. Inwieweit man das nun als Indikation nehmen sollte bleibt genauso in Frage gestellt wie eine Börsenfestlegung auf Kerry. Soviel Kraft sollte man den big boys nun doch nicht eingestehen.
Schaun mer mal was die nächsten Tage geschieht. Im dümmsten Fall überhaupt nichts & das anhaltend bis Jahresende, sprich anhaltend nervig quer. Vll. fällt nun endlich das Öl in den Keller und Zinsen am langen Ende senkrecht hoch. Damit wären dann die letzten Schienen für die Jahresendrallye gelegt, wenn sich dann der Zug auch darauf bewegen mag.

Neben Indikatoren und Psychologie bleibt wie gehabt Allan Greenspan das Mass aller Dinge, welcher vergangene Woche einmal mehr einen Börsencrash mit massivster Liquiditätszufuhr verhindert hat!

Beim S&P-Spider sieht man sehr schön die ansteigende Volumina-Kerze, welche vergangene Woche sogar ein neues Jahreshoch markiert hätte, wäre der Montag aufgrund geschlossener Bondmärkte nicht sehr lummelig ausgefallen. Am Tageschart kann man sehr schön sichten wie abartig viel Geld Herr Greenspan die letzten drei Tage ins amerikanische Finanzsystem gepresst hat. Die Antwort auf alle Fragen, warum das geschlossene „Intel gap up“ am Mittwoch nicht zum Totalzusammenbruch der Börsen führte. Eben weil es Allan Greenspan mal wieder nicht wollte!
Andersrum war es aber auch genau dieser Allan Greenspan, der zu Monatsanfang die Vision einer verfrühten Jahresendrallye verhinderte! DOW war schon auf und davon, als man dem Markt über Geldmenge M3 glatte 40 Mrd. Dollar entzog. Was soll das ????????

Konjunkturell gab es keine relevanten Trendänderungen in den letzten beiden Wochen. US-Wirtschaft läuft weiterhin quer, Japan sollte lt. Staatsgutachten massiv hoch, doch dem ist nur ein blühender Traum & unser Deutschland dümpelt bei anziehendem Pessimismus so vor sich hin. Eben wie gehabt stinklangweilig quer ohne neue Trendsignale. Bergan fehlen Kaufkraft sowie Investitionsbereitschaft & bergab stützt ein stabiler Finanzmarkt und fortlaufende Restrukturierungsmassnahmen. Eingegrenzt auf engstem Raume und kein Ausbruch in Sicht, sieht man von dem nahenden finalen Aufschwungsschub und ersten glasklaren rezessiven Tendenzen ab. Die US-Wirtschaft bleibt eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten äusserst clever, wie man an den bombastisch guten Einzelhandelsumsätzen September mustergültig aufzeigen kann. Deren Triumph wurde angeführt vom Automobilsektor, welcher bis zur letzten September-Woche zuerst dramatisch schlecht & dann dank neuer Rekord-Rabatt-Aktionen overnight sensationell gut wurde. So werden positive Konjunkturdaten geschrieben & die negativen Verkaufserlöse auf europäische Töchter gebucht (z.B. bei GM und Ford).

Firmenmässig lief in Amerika die mit Spannung erwartete Q3-Earning-Saison an, brachte aber bislang kaum nennenswerte Überraschungen. Ergebnisse der meisten Unternehmen zwar deutlichst unter dem Vorjahresvergleich, doch per Gewinnwarnungswellen waren dies bereits lange genug im Vorfeld eingepreist worden. Enttäuschend deshalb eher der recht trübe Ausblick fürs Weihnachtsquartal, welches in Amerika traditionell das Highlight des Jahres ist. Es ist eben doch nicht alles Gold was glänzt, bzw. neue Steuergeschenke oder lukrative Niedrigstzinsen für Immobilienkredite müssen her, ansonsten ist der US-Konsum kaum mehr auf diesem hohen Niveau aufrechtzuerhalten. Allan wird’s schon richten...
Ob man angesichts der stark zurückgehenden Firmenergebnisse den Rezessionsbären wieder rausholen kann? Ich denke mal eher nicht, denn operativ gab es ausser bei Investitionen noch keinen grossartigen Einbruch zu vermelden & diese leiden unter den anhaltenden Restrukturierungsmassnahmen, welche wiederum zu einer weiteren Ergebnisverbesserung führen. Deshalb lieber die Augen in den Einkaufsbereich legen, dessen Hyperinflation ist nämlich der Hauptschuldige am Ergebnisdilemma, weshalb im Umkehrschluss ein Kollaps bei den Rohstoffpreisen (Erdöl, Gas, Stahl, etc.) einen sofortigen Ergebnisschub bergan bringt. Dies zwar nicht viel und vor allem nicht lang, aber eben hoch genug um die berühmten Cents über den Erwartungen zu generieren. Sprich wir warten auf den letzten Hausseschub, so wenn er denn wie anvisiert kommen mag.
Dies sind die aktuellen Firmenergebnisse vom Tellerrand aus betrachtet. Tiefer sollte man zur eigenen inneren Ruhe besser nicht blicken, denn was sich da vor allem in amerikanischen Bilanzen abspielt spottet jeder bislang erlebter Beschreibung! Stichwort auf operativ Gewinn verbuchte Finanzspekulationen, welche dank den anhaltend stabilen Börsen einen immens hohen Posten ausmachen. Vorgänge dazu sind hinlänglich bekannt & bleiben deshalb genauso ohne grössere Erwähnung aussen vor wie die angebliche Katastrophe beim grössten US-Versicherer American International Group. Soll doch ein Herr Spitzer wegen Wettbewerbsverstössen und Mauscheleien klagen, welche den Versicherungen bis zu 50% Mehrgewinn brachte. Das juckt doch wirklich keinen noch nicht einmal ansatzweise die Bohne. Zumindest in Amerika nicht, wo Betrug und Bilanzkreationen was völlig normales sind & von Herren wie Allan Greenspan gar noch mit frisch gedrucktem Bubble-Geld angeheizt werden. Oder kräht heute noch irgendein Hahn nach Enron & den ganzen anderen Giga-Betrügern? EBEN !!!

Einen speziellen Blick darf auch heute unser Deutschland bekommen, wo nun in atemberaubender und für die Meisten wohl erschreckendster Weise zwingend notwendige Reformen und Restrukturierungsmassnahmen vollzogen werden. Karstadt gab den Startschuss und wie anvisiert setzte bereits wenige Stunden später eine gigantische Welle an Massenentlassungen ein, die mit dem Rausschmiss von 10.000 Opel-Mitarbeitern letzte Woche ihren ersten, aber mit absoluter Sicherheit nicht endgültigen Höhepunkt erreicht hat. Warum? Weil nun endlich diese so zwingend notwendige Hemmschwelle gefallen ist !!!!!! Firmenmanager erkennen die Zeichen der Zeit und sorgen mit diesen Massenentlassungen für eine Anpassung der Firmenstruktur an neue Gegebenheiten, welche ob der grössten Weltwirtschaftskrise aller Zeiten nunmal verdammt scharf sein müssen. Es bringt nichts aus falschem Stolz oder Mitarbeiterpatriotismus heraus auf Leuten hocken zu bleiben, die man schlichtweg nicht benötigt. Das Unternehmen selbst muss im Vordergrund stehen & nur wenn dieses überlebt, haben auch die verbleibenden Mitarbeiter und im Grossen auch unsere Wirtschaft eine Überlebenschance. Diese Worte klingen verdammt hart & für den direkt Betroffenen mit Sicherheit auch absolut unverständlich, doch das Wohl aller auf langfristige Sicht muss im Vordergrund stehen, wobei es völlig egal ist welche Fehler von wem in der Vergangenheit gemacht wurden. Diese sind Geschichte und nachträglich nicht mehr änderbar! Im Falle Karstadt werden diese Restrukturierungsmassnahmen mustergültig zu sehen sein, sprich man kann in 5 Jahren mal darüber debattieren, ob diese Massenentlassungen tatsächlich so falsch waren, oder das Unternehmen vor dem bankrott bewahrte und damit die Grundlage für neue blühende Landschaften erschaffen wurde.
Langfristig werden diese Reformen hochgesund und Grundlage für den nächsten Wirtschaftsboom sein. Kurzfristig hingegen zieht solch ein Strudel noch viel mehr Dreck nach sich & wird unser Volk schon sehr bald schimpfend auf die Barrikaden bringen, denn derart viele Entlassungen, Lohnkürzungen und Kappung der extrem langen Freizeiten (niedrige Wochenarbeitszeit) ziehen eine gigantische Wirtschaftsschwäche in dem eh schon pessimistisch eingestellten Deutschland nach sich. Privatinvestitionen und Freizeitaktivitäten werden nun drei Mal vor Ausführung in Frage gestellt und Nichtausführungen den Firmen soviel an Umsatz wegnehmen, dass weitere Massnahmen zur Überlebensfähigkeit getroffen werden müssen. Obendrauf ist in Europa eine Inflation im klassischen Sinne weit und breit nicht in Sicht, weshalb der Preisdruck talwärts beim Endverbraucher weiter zunehmen wird & neben rückläufigen Umsätzen die Unternehmensergebnisse gewaltig belastet. Da kann man nur hoffen das diese Massnahmen so sanft und langwierig vollzogen werden, dass sich das Lebewesen Mensch einigermassen daran anpassen kann ohne psychisch komplett zu kollabieren. Karstadt als Mustervorlage macht dies sehr geschickt. Ankündigung das etwas grosses passieren muss lag auf dem Tisch, mehrtägige Verhandlungen mit den Gewerkschaften zogen sich dahin und dann die „Zufriedenheit“ aller, dass das erste Kostensenkungsvolumen ohne extrem viele betriebsbedingte Kündigungen erreicht wurde. An der Tatsache einer zur Entlassung kommender Anzahl von insgesamt 40.000 Leuten ändert dies zwar nichts, doch eben nicht sofort & auf einen Schlag, sondern in vielen kleinen Schritten, womit den Entlassenen zumindest theoretisch eine Chance zur Wiedereinstellung woanders in der Branche gegeben ist, ohne das eine grosse Schwemme Arbeitssuchender den Arbeitsmarkt regelrecht erdrückt. Uralte deutsche Tugenden die löblicherweise bereits jetzt wieder zum Vorschein kommen und ganz im Gegensatz zu dem stehen, was die hirnlosen & unsensiblen Amis tun! Diese haben mit dem Werkeln von GM einmal mehr bewiesen, weshalb dem Land keine Überlebenschance zu gönnen ist! Wie kann man nur mit dem Holzhammer ein Drittel der deutschen Belegschaft abbauen & dies auch noch binnen von gerade Mal zwei Jahren vollziehen ??? Würde jeder so handeln hätten wir binnen weniger Monate das absolute Tollhaus und einen Bürgerkrieg, wie man in sich mustergültiger gar nicht vorstellen kann! Da bleiben wir lieber bei unseren bewährten Lämmchen-Massnahmen und bauen in der nächsten Stufe auf den Staat. Er muss mit massiven Steuersenkungen dafür sorgen das dem Volk ein Ausgleich gegeben wird, weshalb aber die auch dort laufenden Anpassungen a´la Hartz IV nicht aufgegeben werden dürfen. Diese Verantwortung muss dem Volk zurückgegeben werden, genauso wie die Eliminierung zahlloser stinkfauler Maden auf staatlicher Schmarotzerkasse! Runter mit einigen Steuern und hoch mit der Staatsneuverschuldung. Europaeinheitliches Defizitlimit von 3% ist Utopie, 5-6% real und 8% zur Hochphase normal. Wir verfügen über die innere Substanz und eine starke Währung bei hohem Kapitalvertrauen des Auslands, weshalb solch ein Schuldenberg legitim ist. Japan machte es vor & lebt heute noch trotz gigantischer Staatsverschuldung, eben weil Papa und Mama für ihre Kinder da waren, als diese sie am notwendigsten brauchten.
Harte Jahre werden auf uns zukommen und wer glaubt dies war schon der Tiefpunkt, der täuscht sich einen Millimeter unter dem Gipfel stehend ganz gewaltig! Die Anpassungsmassnahmen werden fortgesetzt, die Einkommen schwinden, die Arbeitslosigkeit in schwindelerregende Höhe steigen & damit auch die Bereitschaft zur Kriminalität steigen, sprich es ist nur eine Frage von Jahren bis man sich in deutschen Städten abends nicht mehr ungesichert auf die Strasse traut. Doch das ist kein Drama und auch kein historisches Novum, sondern seit dem Garten Eden alle paar Jahrzehnte aufs neue praktiziert. Für uns ist dies trotzdem völlig neu, denn wir alle sind aufgewachsen während des Booms und haben gelebt im immer grösser werdenden Luxus und Individualität ohne Familiensinn. Umso schwerer wird eine Anpassung sein. Doch sie wird kommen & so wie sich momentan keiner diese Höllen vorstellen kann, werden wir in 12-14 Jahren verblüfft auf die vergangenen Jahre zurückblicken und uns alle fragen, wie das denn nur alles ohne einen Weltuntergang vonstatten gehen konnte. Man kann nur hoffen das kein Krieg die Situation vorzeitig bereinigt, womit das eben beschriebene Szenario hinfällig wäre. Gleiches kann aber auch in die andere Richtung hinfällig werden, sprich die Neuerfindung des Rades in dreieckiger Form löst eine weitere langjährige Aufschwungsphase bereits jetzt aus. Das Hoffen darauf erscheint mir persönlich aber für ziemlich unangebracht...

Abschliessend noch ein ganz kurzer Blick auf die US-Präsidentschaftswahl, welche in 2,5 Wochen über die Bühne gehen wird:
Kerry und Bush haben sich nun punktgenau angenähert & beide haben die tupfengleichen Chancen den Wahlsieg zu erringen. Deshalb sehr schwer zu sagen wer es denn nun machen wird. Ein Bush, der zwar für eine neue Rekordstaatsverschuldung sorgte, dafür aber den rezessiven Höllendeckel von aussen verschloss, oder ein Kerry der massivst gegen die Staatsverschuldung vorgehen will, damit aber dem Binnenland einiges an Narben zufügen wird? Keine Ahnung wer die nächste Präsidenten-Marionette macht & im Grunde ist es eigentlich auch völlig egal, denn die wahren Hintermänner präsentieren sich nicht mit der Titulierung „Staatsoberhaupt“ in der Öffentlichkeit. Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass es unter einem letzten Präsidenten Kerry genauso die 11.09.-Inszenierung und ungerechtfertigten Irak-Krieg gegeben hätte wie es bei Bush passiert ist. Es musste geschehen um Amerika zu retten & daran wird sich auch solange nichts ändern, bis das grosse Geld die Überseefahrt nach Europa abgeschlossen hat.
Die Wähler mögen entscheiden wer das nächste Hampelmännchen spielen darf. Für mich favorisiert bleibt Mister Kerry, denn eine Alleinmacht sei dem amerikanischen Präsidenten doch gestattet, nämlich der Druck auf das berühmte rote Knöpfchen zur atomaren Eliminierung unserer schönen Erde. Mit dieser Verantwortung kann Kerry bestimmt besser umgehen als ein G.W. Bush, der dieses Knöpfchen womöglich noch im Suff irgendwann mal verwechselt mit dem .......... seiner Frau. Fatale Folgen für ihn & fatale Folgen für die Welt, denn dann explodiert etwas anderes als die eigene Liebesenergie!


Wöchentlicher Trendcheck der Leitsterne:

Treasury:


Zinsen am langen Ende haben Widerstandsbereich 50-51 vorläufig gehalten & stehen wieder ganz unten an der Trendmarke 47-5-48. Erstziel wie gehabt 52,5 zur Entscheidung über weitere sehr deftige Schübe bergan.

Phlx. Bank Index:


Banken mit kurzem Schock aber dann doch noch Rückkehr über GD200. Nette Querphase nun.
Ziel auch hier wie gehabt Doppeltop 103 oder leichter Überschuss 106-107, ehe es sehr bullisch werden würde, zumindest technisch. Böses Sell unverändert bei 95,5.

Chip-Index SOX:


Sox mit einem Dilemma, dass einfach nicht enden will. Sollte tatsächlich bereits das Minimum des Pullbackziels 410-440 P. erreicht und Zwischenrallye beendet sein?
Wunschziel bleibt 480-510 P. Trendmarke 385 P. Sell nun leicht runter von 375 auf 365-360 P.

Transport-Index:


Transporte konnten nur kurz korrigieren, ehe erneut eine extrem volumenstarke Kerze den Crash beendete. Bärisch ist das bestimmt nicht!
Nun einige Wochen quer zur grossen Entscheidung? Das hohe Volumen untenrum macht dies aber nicht unbedingt zur Bedingung. 3100 & ca. 3550 P. Begrenzungen des Kanals.

Utilities-Index:


Utilities bleiben unverändert im Aufwärtskanal. Mehr braucht man dazu nicht schreiben.

COT-Daten:


S&P mit weiterem Abbau der Short-Positionen, während über den Mini erneut massiv abgesichert wird. DOW verliert hingegen weiter an Long-Vertrauen, während Nasdaq unverändert bleibt. Spricht für eine anhaltende Querphase, dessen Ende aber ohne Vorankündigung und höchstimpulsiv sein könnte.
Gold und Silber bekommen weitere Shortpakete zugesprochen. Das ist nun ein wirklich alarmierend hohes Niveau!
Währungen im Groben fast unverändert, mit allerdings immer deutlicherem Überhang zugunsten des Dollars. Da könnte was grösseres kommen!
Erdöl hingegen nun fast long. Sowas dämliches. Bleibt man die ganze Hausse über mega-short und dann wenn Ziel erreicht ist, werden big boys bullisch ohne Ende. Dummheit oder gezielte Illusionen?
Zinsen am langen Ende wieder weniger optimistisch & anhand von 30 day-fed-fund rücken weitere Zinserhöhungen immer weiter in die Ferne.


Wöchentlicher Trendcheck Japan:

Nikkei:



Japan bleibt fundamental sowohl von BOJ als auch Konjunkturdaten äusserst euphorisch, obwohl mit schwachem Yen und anhaltend niedrigen Zinsen dafür keine grossen Grundvoraussetzungen gegeben sind. Wäre schade, wenn dies erneut nur Illusionen sind, denn verdient hat es kein anderes Land so sehr wie Japan. 14 Jahre Baisse müssen einfach mal genug sein! Doch zuerst einmal muss dieser elendige Nikkei hoch, Währung stark werden und Zinswende erfolgen. Erst dann kann es was werden mit viel mehr.

Nikkei selbst ist leider am Kaufsignal 11250 P. gescheitert und damit wieder komplett neutral.
Deshalb soll nur die grosse Querphase 10.000 vs. 12.450 P. als Orientierung dienen. Alles darin ist momentan eine Würfelei.


DOW 60-Minuten-Chart:




DOW 5-Jahres- und 6-Monats-Chart:



Dow hat vorläufig am Korrekturziel 9850 P. gedreht & darf nun hoffen sehr bald wieder über 10140-10160 P. zu stehen. Dann herrscht wieder Neutralität und der Trendbereich 10280-10320 P. sowie Trendbruch 10420 P. zum Hausse-Ziel 10780 P. kann angegangen werden.
Bergab 9740/9720 P. durch und Feuer frei auf 9300-9200 P., wenn denn nicht 9450 P. den Dreh bringen.

MACD mit bösem Crash-Charakter. Das ist er aber schon seit einem Monat ohne das etwas passiert. Man darf gespannt sein ob dank Allans Bubble-Geld eliminiert, oder nun noch mit ein paar heftigen Kerzen Nachholung.



Wochenchart bleibt stinklangweilig & quer!

S&P 500 5-Jahres- und 6-Monats-Chart:



S&P nun zwischen 1100 & 1128 P. neutral mit jeder Menge bremsenden Holz dazwischen.
1080 P. darf weiterhin fallen, ehe ein groses Ungemach droht.
1135 P. könnten nun den Startschuss zum mittleren 1200er-Bereich geben, wenn denn alles bis 1160 P. sehr dynamisch überwunden wird.

MACD beginnt jetzt erst nach unten zu drehen. Muss schnell wieder hoch !!!



Wochenchart auch hier die Langeweile pur.

Nasdaq100 5-Jahres- und 6-Monats-Chart & Vergleich mit 1929:



Nasdaq im GD-Sandwich mit extrem explosiven Druckaufbau. Das Leitsignal schlechthin nun für die ganze Börsenwelt ??? Wenn was geschieht sollte es nun aber recht schnell sein, denn allzu lange bleibt der MACD nicht mehr so positiv. Diesen sollte man allerdings nicht als 100%iges Leitsignal nehmen, denn so schön wie die Bewegungen auch aussehen, die Range von –40 vs. +20 P. ist lächerlich klein. Im Maximum waren wir schon auf 300 in beiden Richtungen! Deshalb eher eine Indikation für trendlose Seitwärtsphase.

1480 P. als Ziel zum Crash erreicht, doch hohes Volumen bergab fehlten. Damit bleibt Chance für Bullen erhalten. 1490/1495 P. nun der Ausbruch, wenn den 1455 P. dynamisch überwunden werden.
1350 P. weiterhin deadline. 1380 P. Drehmöglichkeit.



Wochenchart auch hier an Langeweile kaum mehr zu überbieten!

Euro/USD 2-Jahres- und 3-Monats-Chart:


Gold 3-Monats- und 1-Jahres-Chart:


Euro mit netter Untertasse. Max. 1,28/1,29 und dann Crash?
Gold hätte dies sogar erst bei 460-480 wenn denn 430 genommen werden.
Detaillierter Blick weiter unten.



Happy trades...
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Alt 16.10.2004, 10:36   #2
germanasti
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DAX :







DAX bleibt das Mass für die komplette Finanzwelt. Dieser hat zwar bei hohem Volumen von rund 3 Mrd. den Ausbruch bei 4040 P. nicht vollziehen können & fiel seither bei fast täglich tupfengleichem Volumen glatte 200 P., doch ob dies bereits DAS Crashsignal gewesen ist? Mir erscheint das mehr als Staubsauger und Spielerwechsel als massive Shortaufbauten ausländischer Hedge Fonds. Allerdings sollte man die leicht bärischen Signale nicht gänzlich ignorieren, denn keiner weiss ob big boys eine neue Strategie fahren und das Top ganz heimlich ausbilden. Extrem gleiches Volumen könnte ein Hinweis darauf sein.

3940 P. erste offizielle Deadline, welche so einigermassen noch gehalten hat. Erbsenzählerei muss nun ja auch noch nicht sein.
3880/3870 P. nächste Hürde, ehe dann ein Blocker auf 3740-3760 P. wartet. Inwieweit dabei Dynamik aufkommt bleibt abzuwarten, genauso wie weitere Zielbestimmung bergab (3250 P.?).
4090-4120 P. nun Ausbruchsmarke zu Jahreshochs 4160-4180 P. Darüber ist eine Zielbestimmung genauso schwierig. 4400 P. wäre der Idealbereich.

MACD mit schöner W-Möglichkeit und Stochastik ganz unten, sprich die Möglichkeiten sind nun durchaus gegeben. Möge der Markt daraus etwas machen.

Übergeordnet bleibt weiterhin die Tatsache Mass aller Dinge, dass wir in den letzten 1,5 Jahren nichts anderes als eine Zwischenrallye inmitten eines langjährigen Crashs gesehen haben. 2200 P. war das Tief, 4200-4400 P. das damals daraus entstandene grosse Ziel, ehe neue Tiefs die Weltwirtschaft so richtig in Bedrängnis bringt. An dem obenrum basteln wir nun schon über ein halbes Jahr!
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Alt 16.10.2004, 10:36   #3
germanasti
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Nikkei intraday
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Alt 16.10.2004, 10:36   #4
germanasti
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Dollar/Yen konnte den Sell-Bereich 108,50 halten, womit das langweilige Gegurke weiter geht. Keine Ahnung welcher Trend hier nun eingeschlagen wird. Idealerweise deutlich unter 100, um der japanischen Wirtschaft endlich eine nachhaltige Expansionschance zur Wiedergeburt zu geben. 104,5 möglicherweise die Bestätigung zum Auftakt dafür.
Aufwärts 112,40-112,80 durch und sehr schnelle Möglichkeiten zu 115-116 sind da.
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Alt 16.10.2004, 10:36   #5
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Euro krabbelt weiter bergan an und steht nun am Kaufsignal 1,2460-1,2480. Man darf gespannt sein ob Bestätigung bei 1,2520-1,2540 erfolgt und ein netter Schub bis 1,28-1,29 folgt.
Unter 1,2280 wird es wieder eng, mit Sell wie gehabt seit vielen Wochen bei 1,2220.

Irgendwie sehr langweilig dort momentan, auch wenn die Untertasse im längeren Chart immer ausgeprägter erscheint...
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Alt 16.10.2004, 10:36   #6
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Noch viel langweiliger der Dollar-Index, welcher immer ärgerlicher den Weg nach unten einschlagen will. Trendmarke 87,50-87,00 gerät permanent stärker in Bedrängnis!
Darunter 85 P. als Doppeltief oder neuer Crashphase bei 83,5.
Aufwärts wie gehabt Kaufsignal bei 90,5 zum Idealziel 98 P. Inwieweit dabei Dynamik aufkommt ist momentan aber noch nicht einmal ansatzweise abzusehen.
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Alt 16.10.2004, 10:36   #7
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Die Minen wollen sich ihrem Schicksal noch immer nicht ergeben und halten am Aufwärtskanal fest. Ob der Überschuss beim Maxima 225 P. nur kurz per false break erfolgte, oder weitere Schübe das bisherige Hoch in Bedrängnis bringen? Über 260/270 P. muss man wirklich ganz genau schauen.
210-190 P. nun die grosse Trendzone untenrum. Diese dynamisch und druckvoll durchbrechen & 130 P. sind sofort wieder unwiderruflich an der Tagesordnung!

Übergeordnet erneut der Hinweis, dass Minen nichts anderes wie Aktien sind! Klar das sich diese irgendwann mal vom DOW-Gelumpe abkoppeln und zusammen mit Gold und Silber bis in den vierstelligen Bereich steigen. Doch momentan noch hängen diese wie eine Klette am Gesamtmarkt und daran sollte sich zu Beginn des nächsten Crashs auch noch nichts ändern. Zumindest nicht zu Beginn.
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Alt 16.10.2004, 10:37   #8
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Schwierige Situation beim Silber, dass unverändert im kleinen Trendkanal bleibt & damit dem 1987er-Vergleich immer mehr Hoffnungen bringt. So noch weiter ein paar Monate und 2005 könnte erneut ein Jahr des Silbers werden. Irgendwie mag ich daran momentan aber noch nicht so richtig glauben.

7,50-7,60 das nächste Hoch mit Überschuss 7,80 zur Kanaloberkante.
6,20-6,30 das untenrum.
Was dazwischen passiert bedarf einer täglich neuen Beäugerei.
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Alt 16.10.2004, 10:37   #9
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Gold verharrt an Kanaloberkante und Jahreshochs bei knapp 430 Dollar. Hier fehlen Trendsignale gänzlich und machen eine detaillierte Einschätzung kaum möglich.

Irgendwo bei 434-436 ist wohl der Ausbruch zum schnellen Impuls 460-480 Dollar.
408 Sell, unter 395-390 gute Nacht, bzw. welcome back 342 Dollar-Ziel.
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Alt 16.10.2004, 10:37   #10
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RTX hat sein Idealziel 1240 P. erreicht & seither deutlich verloren.
Neue Trendsignale müssen nun her, die man nach einigen Wochen quer oder unter 1030 P. finden könnte.
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Alt 16.10.2004, 10:37   #11
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Yukos hat sein mehrmonatiges Kursziel bei 18,20 Euro punktgenau erreicht & geht damit nun endgültig ad acta.
So hochspekulativ wie es schon für diese Bewegung war, so unakzeptabel sind nun weitere Investments dort. Putin & das andere Gelumpe werden entscheiden ob ein eigenes Weiterleben mit Kursziel dann bei rund 60 Euro, oder Eliminierung mit Wertlosigkeit der ADR´s.

Damit adios für Yukos aus der näheren Analyse...
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Alt 16.10.2004, 10:38   #12
germanasti
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Das nächste Baby wird Karstadt sein. :

Fundamentale Fakten hierzu sind hinlänglich bekannt & werden deshalb auch nicht weiter beschrieben.
Momentan läuft eine 500 Mio.-schwere Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer junger Aktien zum anvisierten Wert von €5,35 je Anteilsschein. Die emittierenden Banken wollen aber lediglich 4 Euro garantieren, weshalb auf Karstadt schon einige Shortpositionen bezogen wurden. Bissle mutig finde ich, denn schliesslich beteiligen sich die Schickedanzes mit fast 300 Mio. an der Kapitalerhöhung. Übrig bleiben lumpige 200 Mio. und jede Menge offener Shortpositionen!

Die technische Analyse basiert noch auf die Zeit vor der Kapitalerhöhung & ich hoffe nicht, dass sich durch Fehlpositionierungen eine Verschiebung der Kursziele ergibt. Wäre sehr ärgerlich.

Kurz und knapp:
8,60-8,20 Crashziel (Untertreibung 7,70 möglich) ehe eine glatte 100% Chance 16,80-17,40 wartet. Bei entsprechender Impulsivität und Eindeckungsdrang sind es sogar 20,40-20,80.

Ganz so hochspekulativ & brandgefährlich wie Yukos ist ein Karstadt-Investment nicht, von einer langfristigen Anlage sollte trotzdem abgesehen werden.
Logisch das bei dieser Firma kein Insolvenzverfahren in naher Zukunft zu erwarten ist & die Schickedanzes mit Sicherheit wissen was sie tun. Doch das Dilemma bringen diese und weitere Kapitalerhöhungen bei einem massiven Umsatzeinbruch infolge zur Schliessung kommender Geschäftsfelder und jeder Menge Filialen. In der Substanz könnte dies für Karstadt durchaus eine Gesundung in 3-4 Jahren bringen, doch die Anzahl der Spielkarten (Aktien) ist viel zu hoch um ein momentanes Kursniveau zu gerechtfertigen. Den Schickedanzes ist dies egal, denn sie beteiligen sich fleissig an Kapitalerhöhungen und halten so den Beteiligungswert, sprich sie haben viel mehr Spielkarten in den Händen, was sich später mal per Dividendenzahlungen (wenn’s denn mal wieder welche gibt) doppelt und dreifach rechnet. Der Kleinanleger hingegen schaut dabei dumm aus der Wäsche, denn er investiert nicht in einen Beteiligungswert, sondern nur in die Anzahl der Spielkarten.
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Alt 16.10.2004, 10:38   #13
germanasti
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Nokia weiter bergan und Kaufsignal 12,20 nun sehr nahe. Darüber warten 14,40-14,80.
Unter 10,40 würde nun technisch der Baum massivst brennen.

Aktienmässig eine Firma die wie geschaffen ist für Optionisten & dementsprechend auch keine runden Bewegungen, sondern nur heftig zickzack hat.
Fundamental hingegen eine einzige Katastrophe mit fragwürdigem Management und noch fragwürdigerer Bilanzierung!
Irgendwann mal wird der Tag kommen, an dem die Institutionellen ihre Spielwiese Nokia aufgeben & dann kennt die Aktie nur noch einen einzigen Weg: Senkrecht & immer senkrechter in den Keller! Ist nur die Frage wann, denn schliesslich gibt man nichts freiwillig auf, was so lukrativ und nett anzusehen ist. Wird es ein öffentliches Platzen der Bilanzierung sein?
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Alt 16.10.2004, 10:38   #14
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Intel und das Drama geht weiter. Hier kam es im Gegensatz zu Nokia zu keinem Short-Squeeze nach recht positiven Zahlen & technische Situation hat sich deutlich eingetrübt. Jeder Rotz rannte in den letzten Monaten, nur Intel mit Substanz und extrem hohen Shortpositionen mag diesen Weg nicht einschlagen. Entweder kommt da nun noch etwas sehr gewaltiges von unten weg bergan, oder das Dilemma setzt sich ungebrochen fort, wenn auch nur in einer langweiligen Seitwärtsphase.

21,80-21,90 wie gehabt der Ausbruch und Einstiegssignal für Idealziel 28 Euro. Obacht dabei wie sich der Kurs mit der Bestätigung bei 22,40 verhält.
Bergab wie gehabt 19,40 und 18,80 zur Loslösung der Bullerei.
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Alt 16.10.2004, 10:38   #15
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Erdöl hat das Ziel 53-54 Dollar erreicht, doch ein nachhaltiges Top war auch dann nur für ganz ganz kurze Zeit in Sicht. Der Dreh folgte auf dem Fusse & neue Aufwärtsimpulse setzte Allan Greenspan selbst, der dem Erdöl keine grossartigen Auswirkungen auf Wirtschaftsschwäche wie in den 70ern bescheinigte (& das mit der hirnlosen Begründung eines inflationsbereinigenden Charts. Was hat das denn mit der aktuellen Situation zu tun, bzw. Erzeugerpreise zeigen doch eindeutig auf wie massiv Öl auf die Bilanzen drückt, aber eben nicht an Endverbraucher weitergegeben werden kann!) und weitere Lageraufbauten prophezeite. Damit bestätigte Allan, dass dieser Ölpreisanstieg von der FED gewollt ist, wohl um damit die gedruckten Dollarnoten der letzten Jahre unters Weltvolk zu bringen, denn ein hoher Ölpreis benötigt eine Mehrzahl an Dollarnoten, mit denen nunmal die Abrechnung erfolgt.

Man darf gespannt sein wo das Top nun zu finden sein wird, dessen Findung bereits die letzten 10 Dollar nicht mehr von fundamentalen Käufen, sondern den Bären selbst getrieben wird. Diese shorten und verbrennen sich jeden Tag aufs Neue die Pfoten, weshalb die Intradaybewegungen auch nicht mehr dynamisch rund, sondern hochexplosiv sind, eben wie beim Euro innerhalb der letzten Übertreibungsphase von 1,20 auf 1,30.
Top wird kommen & dann ewig lang kein neuer Aufwärtsimpuls mehr erfolgen. Ist nur die Frage ob anschliessend senkrecht in den Keller, oder langweilig und immer langweiliger quer. Fundamental ist jedenfalls nun soviel Öl offen auf der Welt, dass rechtfertigt noch nichtmal mehr einen Preis von 15 Dollar! Doch was ist schon fundamentales & in die Zukunft kann eh keiner blicken.

34 Dollar wäre Korrekturziel als Erstmassnahme, bereits bei 44-42 könnte es drehen zur stinklangweiligen Querphase. Wenn denn mal das Top da ist...
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