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Alt 03.04.2004, 17:02   #1
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Posting Ab 03.04.04: Allan will den Endsieg & uns die Ostereier vermiesen. Darf er das ???

Grüss Gott miteinander!

Vergeblich gewartet haben wir auch vergangene Woche auf den anvisierten Aktiencrash, welcher erneut von einer FED-Intervention nach der anderen eliminiert wurde. Stattdessen stieg es bei lausigst niedrigem Volumen immer weiter, so dass es zum Wochenabschluss gar noch zur technisch teilw. Rückkehr in die Bullenzone kam. Dies obendrauf mit recht deutlich anziehendem Volumen, was eigentlich für eine Fortsetzung in dieser Woche spricht, denn zu stark nun der Anstieg bei Umsatzlosigkeit, als das sich technische Käufe und ein paar Shorteindeckungen verhindern lassen. Nur weiss kein Mensch ob Allan Greenspan mit diesen Marktmanipulationen tatsächlich einen Endsieg gefeiert hat, oder das überraschend hohe Niveau demnächst Abverkäufe ohne Ende zur Folge haben wird. Falls letzteres der Fall, droht ob des Gummibandseffekts, nachhaltigen Topbildung und nun wirklich überhaupt keinen positiven Zukunftsaussichten, ein Absturz der zu einem Tief bei weit unter 9000 P. beim DOW führt, da eine Gegenbewegung den Sommer hinweg ausbleiben könnte. Doch die bisherigen Jahreshochs sind sehr nahe & wie beim Russell2000 am Freitag sogar überschritten worden. Dies war und ist die Zielvorgabe Allan Greenspans, welcher nun im Idealfall eine jahrelange Seitwärtsphase zw. DOW 10500 & 11200 P. inszenieren möchte.

Trotz des starken Anstiegs und z.T. Rückkehr in den bull-mode ist der 1987er-Vergleich noch immer nicht gänzlich ad acta gelegt, wie folgender Chartvergleich schön aufzeigt:


Gut möglich das wir uns gerade in der Phase von Ende September befinden, sprich die letzten Züge der Gegenbewegung, ehe dann ein roter Hammer nach dem anderen einen bitterbösen Kollaps bis in den Bereich um 8500-8200 P. bringt. Dort 1-2 Monate immer unvolatiler quer, ehe mit Blickrichtung Herbst zu neuen Abverkäufen & damit noch in der Amtszeit von G.W: Bush zu neuen Mehrjahrestiefs kommt. Dies ist momentan aber noch allerweiteste Zukunftsfantasie & mit absoluter Sicherheit nicht der Willen von Allan Greenspan. Dem würde im Umkehrschluss bereits ein weiterer sehr grüner Tag ausreichen & die Jahreshochs sind so nahe, das sie wohl vom Markt selbst (zumindest kurzzeitig) überschritten werden sollten. Dies hätte dann die Grundvoraussetzung einer stinklangweiligen Sommerzeit.
Abwarten bei grosser Planlosigkeit ist die kurzfristige Devise. Crashvoraussetzungen bleiben gegeben, doch haben es die Bären gerade in dieser Woche besonders schwer. Die ist eh schon um einen Tag verkürzt wegen Ostern, hat entsprechend noch niedrigeres Volumen & die historische Tatsache, dass Karwochen fast immer gute Börsenwochen waren. Eine der uralten Regeln, die seit nunmehr 13 Monaten vom Markt als bedingungsloses Kaufsignal genommen wird.
Übergeordnet bleibt die Tatsache bestehen, dass S&P500 bei 1080/1070 P. das minimalste Korrekturziel hatte, welches gleichzeitig zwischen neuem Bärenmarkt oder Haussefortsetzung entscheidet. Fast punktgenau dort drehte es, weshalb die Grundtendenz unverändert grün bleibt & daran ändert sich oberhalb dieses Niveaus auch absolut nichts!

Fundamental gibt es weiterhin keine Gründe für eine Rallyefortsetzung, denn die Konjunkturdaten werden noch nicht einmal ansatzweise der gestiegenen Börsenbewertungen gerecht & sind im überwiegenden Masse seit Monaten stagnierend und damit unter den Erwartungen. Klar ist ein 30%iger Zuwachs der Chipindustrie traumhaft schön, genauso wie Umsatzsteigerungen zw. 5 und 7% des amerikanischen Einzelhandels, nur sind dies keine flachendeckenden Aufschwungssignale, sondern einzig ein paar Punktuelle. & diese gehen noch nicht einmal mit substantieller Kaufkraft vonstatten, sondern mit einer Krediterweiterung nach der anderen. Ein Bubble, das dank Greenspans grenzenloser Liquiditätszufuhr und illusorischen Erwartungen nun in eine noch niemals zuvor gesehene Grösse gewachsen ist!
Die Analystenwelt nimmt daran nur wenig Anteil & pusht ununterbrochen weiter, während ausländische Investoren (und auch Firmen !!!) nun immens stark beginnen den Ernst dieser Lage zu erkennen und Amerika den Rücken zukehren. Dies zeigt nicht nur ein immer schwächer werdender Kapitalzufluss gen Amerika, sondern mittlerweile allerdeutlichste Hyperinflationssignale in Form der Erzeugerpreise (Kernrate im Rohbereich mit über 5% im Februar am historischen Hoch !!!) und vor allem einer Rohstoffhausse, die aktuell so ziemlich alle Erwartungen schlägt. Der Vertrauensbruch in Amerika setzt sich eben mit allen Konsequenzen fort, was eigentlich demnächst die nächste Dollarabwertungswelle zur Folge haben müsste, denn die Welt ist nicht mehr bereit, Waren zum aktuellen Gegenwert zu liefern. Eine Tatsache, die im Umkehrschluss Allan Greenspan nun dazu bringen müsste, mutwillig die Börsen kollabieren zu lassen. Nur so kann er nämlich den Dollar aufwerten.

Normalerweise sollte nun zum Threadabschluss noch ein Blick auf die amerikanischen Arbeitsmarktdaten folgen, welche am Freitag wirklich sensationell positiv bekanntgegeben wurden. Doch weshalb soll man einer statischen Lüge Aufmerksamkeit schenken? Man hätte Ende vergangenen Jahres eine Erholung des Arbeitsmarktes orakeln können, nachdem IBM Neueinstellungen ob des Wirtschaftsaufschwungs verkündete. Doch blieb IBM damit eine Ausnahme (Umsetzung ist obendrauf bis heute nicht erfolgt!), während viele andere Firmen an ihren Massenentlassungen festgehalten haben. Jüngstes Beispiel SUN, die am Freitag Minuten vor den Arbeitsmarktdaten eine neue Massenentlassung bekannt gaben. Amerika ist und bleibt die Mutter aller Manipulationen. Daran hat die vergangene Woche keine Zweifel gelassen.


Wöchentlicher Trendcheck der Leitsterne:

Treasury:


Pullbackzone 48,5-49,5 wurde aufgrund der heftigen Freitagskerze überschritten, womit die Zinsen am langen Ende nun glasestklar den Inflationsdreh einpreisen. Man darf gespannt sein wie lange es nun dauert, bis neue rekordverdächtige Staatsanleihenkäufe der FED einsetzen, denn auf dem Niveau wird es keine grossartigen Kreditausweitungen mehr geben!

Phlx. Bank Index:


Banken mit einem alarmierenden Signal am Freitag, welches den 1987er-Crash sofort wieder in Erinnerung ruft. Allerdings kann dies auch nur ein technisches Sell wegen dem Inflationsdreh sein. Wenn ja, rennen die in den nächsten Tagen umso höher & liefern dem DOW weiteren Bullentreibstoff. Damit könnten sie kurzfr. DER Trendindikator sein.

Chip-Index SOX:


Vorletzte Woche noch unter der GD200, nun sogar wieder über GD50. Börsenbewertungen scheinen im Chipbereich weiterhin ohne Relevanz zu sein.
480 P. Dreh- und Angelpunkt. Aktuell sind wir darüber, weshalb Kursziel 600-650 P. wieder intakt.

Transport-Index:


Gleiches gilt für die Transporte. 8 grüne Kerzen in Folge sind aber vielzuviel des Guten. Da bastelt Allan Greenspan & das mit einer Brutalität, die man selten zuvor erlebt hat.
Montag gap down mit Crash und Sell wäre sofort wieder da. Doch wehe es springt weiter nach oben...

Utilities-Index:


Utilities ungebrochen im Aufwärtstrend.

COT-Daten:


Im Börsenbereich keine neuen Trendsignale von den COT-Daten.
Massiv hingegen die Ausweitung der Goldshorts, während man den Dollar nun so negativ sieht wie schon lange nicht mehr. Umso erstaunlicher, dass der reale Verlauf bei beiden genau das Gegenteil zum Vorschein brachte.
Starker Rückgang der Shortpositionen beim Erdöl. Doch der Preisrutsch hat eben erst begonnen, sprich die OPEC-Range 22-28 Dollar ist praktisch unausweichlich kommend.
Zinsen am langen Ende und FED-Fundus uninteressant, da der Inflationsdreh erst am Freitag bekanntgegeben wurde.


Wöchentlicher Trendcheck Japan:

Nikkei:



Nikkei mit einer Konsolidierungswoche über Ausbruchsmarke 11450 P. Alles so bullisch, wäre da nicht die Tatsache eines eben erst vollendeten Fiskaljahres & den seit DOW 10K ausbleibenden Shortaktionen amerikanischer Banken (kein down mehr in der letzten Handelsminute!). Damit schaut es weiterhin so aus, als würde der Nikkei momentan als Notnagel für Amerika herhalten und keine Eigendynamik entwickeln. Doch darauf zu setzen wäre mehr wie vermessen, denn nirgendwo auf der Welt sind die fundamentalen Zukunftsaussichten so positiv wie in Japan!

12200-12600 P. immer noch ein aktives Ziel. Darüber wird’s wirklich sehr bullisch.
Abwärts nun direkt bei 11550 P. das Sell. Darunter jede Menge offener Gaps, false break-Zone und dann auch gleich grosses Sell auf 10850 P. Nicht toll, denn mit entsprechender Dynamik kann es ruckzuck Vierstellig werden.

An der technischen Einschätzung von letzter Woche hat sich nichts geändert.


DOW 60-Minuten-Chart:


500 P. up ohne eine einzige echte Korrektur hat der DOW nun hinter sich. Es lebe Allan Greenspan dreimal hoch!

DOW 5-Jahres- und 6-Monats-Chart:



Schwer die Einschätzung im Tageschart.
Aktuelles Niveau ist immer noch irgendwo nur ein Pullbackbereich, sprich Crash kann jederzeit fortgesetzt werden. Jedoch reicht ein weiterer grüner Heiner aus und Schiebezone ist wieder voll aktiv. Dann heisst es abwarten bis 10750 P. überwunden, bzw. 10250 P. wieder unterboten.



Wochenchart ohne Zweifel bullisch, doch bislang ebenfalls nur Pullback im Crash.

S&P 500 5-Jahres- und 6-Monats-Chart:



S&P ist hingegen wieder voll in der bullischen Schiebezone drin und hat ein positives Candle am Freitag entwickelt. Wird Allan die Hausse direkt am Montag fortsetzen, oder ein rascher Absturz unter 1123 P. den Crash sofort fortsetzen lassen?



Wochenchart hat Grundvoraussetzungen einer Minimalstkorrektur erfolgt, denn die vielen kleinen Candles bis 1080 P. herab wurden eliminiert.

Nasdaq100 5-Jahres- und 6-Monats-Chart & Vergleich mit 1929:



Nasdaq war bis Freitag mittag wunderschön im Pullbackmodus und fast schon wie gemalt für den nächsten Crash vorbereitet. Doch dann kamen die frisierten Arbeitsmarktdaten und Feuer frei hiess es für die nächsten FED-Interventionen.
Zu Wochenbeginn wieder unter 1450/1445 P. (im Idealfall mit heftigem gap down) und der Crash kann mit kurzer Verzögerung weitergehen. Ansonsten bleibt abzuwarten wieviel Druckaufbau im Markt vorhanden ist. Nach aussen ist bislang nichts ersichtlich.



Im Wochenchart war es nur eine Eliminierung der kleinen roten Kerzen zuvor, sprich ein Pullback im Crash. Um 1530 P. herum liegt hier die Buy-Marke.

Euro/USD 2-Jahres- und 3-Monats-Chart:


Gold 3-Monats- und 1-Jahres-Chart:


Euro am Freitag mit einem der grössten Tagescrashs aller Zeiten (davon sehen wir in den letzten Wochen abartig viele – in beide Richtungen!), womit GD100 erneut gehalten hat und die Chancen zu den Zielzonen 1,17 und später 1,10 unverändert als Ziel bestehen bleiben. Diese senkrechten Intradaycrashs sind nun aber genauso ungesund, wie die Anstiege zum Jahreswechsel herum. Damals waren es Illusionen eines Fehlpositionierten Terminmarkts, aktuell mehrere Notenbanken im Einklang miteinander? Wenn ja, kriegt Amerika demnächst ein gewaltiges Problem mit dem Kapitalfluss & die einjährige Dauerintervention im Aktienmarkt entpuppt sich als grösste Fehlentscheidung aller Zeiten!
Gold im Wochenverlauf auf neuem 15-Jahreshoch, ehe auch hier der Freitag einen ordentlich Abverkauf brachte. Ein nun nachhaltiges Doppeltop, oder auch hier unausweichliche Folgen der FED-Aktieninterventionen? Unter 410-408 wird’s ruckzuck sehr sehr bärisch. Über 430 Zielzone 460-480 Dollar wieder aktiv.


Happy trades...

Geändert von germanasti (03.04.2004 um 19:59 Uhr).
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Alt 03.04.2004, 17:02   #2
germanasti
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DAX :







Eine sehr ärgerliche Woche beim DAX. Stützungskäufe an der Trendmarke 3700 P. zeigten weitere Erfolge & nachdem es bereits 200 P. mit absolut keinem Volumen gestiegen war, reichten dann zwei Mal 10 Minuten aus, um fast die gleiche Punktzahl bei gigantischen Umsätzen nochmals obendrauf zu setzen. Damit legte der DAX über 300 P. zu ohne eine einzige Korrektur & die bisherigen Jahreshochs sind nur noch einen Wimpernschlag entfernt. Fast alle glaubten exakt an dieses Szenario & exakt so trat es ein. Eine Selbstprophezeiung, die ohne Manipulationen im amerikanischen Aktienmarkt so niemals stattgefunden hätte. Doch grün ist grün & damit eine Tatsache!

4030 P. nächste Pullbackmarke, ehe nur noch ein Vakuum bis 4080 P. vor neuen Kaufsignalen schützt. Dort muss man dann sehen, inwieweit gleichzeitig neue Jahreshochs möglich sind.
3980-3880 P. grosser Bremsblock nach unten. Darunter wären wir wenigstens wieder im Henkelmodus. Neues Sell leider erst unter 3660 P.

4150 bis 3700 & 3700 bis 4030 P. nur ein rechter Henkel zum Topbildungsabschluss?
Wenn ja, ist es äusserst fragwürdig ob die 3200 P. auch nur ansatzweise einen Bremspunkt bieten!
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Alt 03.04.2004, 17:03   #3
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Nikkei intraday
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Alt 03.04.2004, 17:03   #4
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Dollar/Yen wurschtelt sich nun so umher.
Bis 106,50 kann Pullback gehen.
Richtige Trendsignale fehlen aber weiterhin.
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Alt 03.04.2004, 17:03   #5
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Euro ist auch nicht viel besser einzuschätzen.
Zwar grosser Crash am Freitag, doch die grossräumige Untertasse ist immer noch existent.
1,2020-1,2040 Sell, ehe zw. 1,1950 & 1,17 ein einziger Bremsblock folgt. Sprich Trenddynamik ist praktisch gleich Null, zumindest vorab auf dem Papier.
Über 1,2440 und false break 1,2520 wird es spannend ob neuem Druckaufbau der Bullen.
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Alt 03.04.2004, 17:03   #6
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Dollar-Index kurzes false break unter GD50 & anschliessend senkrecht über 88,50.
Hier wird es nun dringend Zeit für den nächsten Ausbruch und Überwindung der Marke 92-93. Ansonsten kommt der böse Terminmarkt wieder voll in Erscheinung mit seinen Fehlpositionierungen!
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Alt 03.04.2004, 17:03   #7
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Minen von Montag bis Donnerstag mit bärischer Kerzenentwicklung, denn sie waren nur klein und ohne Dynamik.
Freitag dann der gerechte Crash, doch an GD100 war Ende. Anschliessend Reversal und die gesunde Eliminierung der Vortage wurde bereits intraday wieder aufgehoben.
Wohin nun des Weges?
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Alt 03.04.2004, 17:03   #8
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Russel mit 7 grünen Kerzen in Folge und neuem Mehrjahreshoch.
Sowas hirnloses !!!
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Alt 03.04.2004, 17:04   #9
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Alt 03.04.2004, 17:05   #10
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Davon lebt das amerikanische Finanzsystem.
Schuldenmachen & Allans Dollardruckerei !!!
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Alt 03.04.2004, 17:06   #11
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Aktienmärkte: Boxenstopp bei Börsen-Rallye

von Gottfried Heller

Die Börsen sind ins Stolpern geraten, die Gewinne seit Jahresanfang weggeschmolzen wie der Schnee in der Märzsonne. Von den größeren Börsen fangen mit Ausnahme Japans die meisten wieder etwa bei Null an. Die Terroranschläge in Spanien, im Nahen Osten und im Irak haben Menschen und Märkte verunsichert. Schon mehren sich die Zweifel, ob die Angst vor dem Terror sich negativ auf den Konsum und die Investitionen auswirkt. Es gibt auch bereits Indizien einer wirtschaftlichen Verlangsamung. Der Frühindikator der OECD und der Ifo-Index zeigen nach unten.

Auch in den USA ist das Bild nicht ganz ungetrübt. Obwohl das Wachstum robust und mindestens doppelt so hoch ist, wie in Europa, geht es mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze sehr zögerlich voran.

Ist also die Börsenschwäche ein Vorbote einer wirtschaftlichen Flaute oder ist sie ein Zwischenstopp auf dem Weg nach oben?

Nicht nur an der Börse sind die USA der Leithammel, auch in der Weltwirtschaft spielen sie die Lokomotive. Geht ihr bald der Dampf aus, wie besonders in Europa befürchtet wird?

Man muss wohl Jahrzehnte zurückgehen, um ähnlich günstige wirtschaftliche Bedingungen zu finden, wie heute. Um nur einige zu nennen: Extrem niedrige Zinsen, großzügige Steuererleichterungen, stark steigende Unternehmensgewinne und ein deutlich billigerer US-Dollar, wodurch Importe gedrosselt und Exporte gesteigert werden. Die Folge wird sein, dass sich im Laufe des Jahres das Leistungsbilanzdefizit verringern wird. Auch aus Japan kommen, erstmals seit langem, hoffnungsvolle Nachrichten. Der Tankan-Bericht der Notenbank, ein Index für die Wirtschaftstimmung, ist im März auf den höchsten Stand seit Juni 1997 gestiegen. Selbst in Deutschland gibt es Hoffnungsschimmer. In ihrem Monatsbericht stellt die Bundesbank fest, dass sich die langfristigen Perspektiven der Staatsfinanzen in den vergangenen zwölf Monaten " in bemerkenswertem Umfang" verbessert haben. Die volle Wirkung der Reformen wird sich erst noch zeigen.

Ich komme zu dem Ergebnis, dass der synchrone, weltweite Konjunkturaufschwung nicht gefährdet ist. Natürlich sind auch einige Gefahrenmomente nicht zu übersehen. Dazu zählt der enorme Anstieg der Rohstoffpreise. So ist der Rohstoffpreisindex seit Anfang 2002 um etwa 50 Prozent gestiegen, Kupfer sogar über 100 Prozent - in US-Dollar gerechnet.

Rechnet man allerdings in Euro, so läuft das ganze auf ein Nullsummenspiel hinaus. Diese Tatsache ist besonders erfreulich beim Ölpreis, der sich in Dollar gerechnet seit Anfang 2002 um 60 Prozent verteuert hat, in Euro gerechnet aber nur um zehn Prozent. Das ist die positive Kehrseite des gestiegenen Eurokurses.

Für die USA ist es aber mehr als nur störend, denn der hohe Ölpreis schöpft nicht nur Kaufkraft ab, sondern er könnte auch die Inflation anheizen - und das würde die Zinsen in die Höhe treiben. Allerdings gibt es genug Gegenkräfte, die die Inflation vorerst in Schach halten, und die lassen sich kurz umschreiben mit den Stichworten: Globalisierung, Technologie und Wettbewerb.

Die Ursache für die kurzfristige Börsenschwäche liegt nach meiner Ansicht eher im technischen als im fundamentalen Bereich. Wegen des Irak-Konflikts wurde nämlich die Baisse um etwa fünf Monate verlängert und endete erst Mitte März 2003. Dadurch wurde auch das übliche saisonale Verlaufsmuster um den gleichen Zeitraum verschoben mit der Folge, dass wir einen fast ungebrochenen, völlig untypischen, einjährigen Aufschwung erlebten. Dadurch verschob sich die jetzige Korrektur in eine Zeit, in der normalerweise an der Börse eitel Sonnenschein herrscht. Die Folge davon könnte sein, dass wir einige freundliche Monate vor uns haben, und dass vielleicht das " Sell in May and go away" - wie schon letztes Jahr - auch diesmal nicht zutrifft.

:
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Alt 03.04.2004, 17:55   #12
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Bush beglückt über Jobzuwachs

Von Sebastian Hesse, ARD-Hörfunkkorrespondent, Washington



Präsident George W. Bush




Rund zwei Millionen Jobs sind seit dem Amtsantritt von US-Präsident Bush seit 2001 verlorengegangen. Das rechnen ihm die Demokraten Tag für Tag genüsslich vor. Gestern war Bush die Genugtuung anzuhören, als er tausend neue Jobs im März verkünden durfte. Die Wirtschaft wächst, die Menschen finden Arbeit, so Bush. Doch Arbeitsmarkt-Experten halten den Schluss für verfrüht, dass der schnurrende Konjunktur-Motor jetzt auch den Jobmarkt mitzieht. Zunächst handele es sich um eine Korrektur. Seit September wird Monat für Monat ein Arbeitsplatz-Zuwachs von rund 110 000prognostiziert. Im Schnitt waren es jedoch nur rund 60 000. Am weitesten hinter der Vorhersage zurück blieben die Zahlen im Februar: Erwartet worden waren 130 000, tatsächlich entstanden gerade einmal 21 000 Jobs. Die März-Statistik korrigiert also einen umgekehrten Trend. Aber ob von einer Trendwende gesprochen werden kann, bleibt offen.

Auch wenn man die März-Zahlen nach Branchen auffächert, entsteht eher der Eindruck einer fälligen Korrektur, als der eines Durchbruch: In der Bauwirtschaft spielt sich die Witterung eine entscheidende Rolle: Noch im kalten, winterlichen Februar gingen im Baubereich 21 000 Jobs verloren. Im milderen, in einigen Landesteilen frühlingshaften März wurden in dieser Branche 71 000 Stellen neu besetzt. Die Neuanstellungen im Einzelhandel werden zu einem Grossteil darauf zurückgeführt, dass in Kalifornien der zermuerbende Streik bei einer grossen Supermarkt-Kette beigelegt wurde – ein psychologischer Job-Boost.

Gesundung der Arbeitsmarktlage im Servicebereich
Eine wirkliche Gesundung ist in den USA immerhin im Service-Bereich zu verzeichnen: Dort entstanden 230 000 Stellen. Und im produzierenden Gewerbe wurde zwar nicht zugelegt, aber zum ersten Mal seit 43 Monaten wurden hier keine Arbeitsplätze abgebaut. Eine realistische Vorstellung vom amerikanischen Arbeitsmarkt dürfte erst in den kommenden Monaten zu bekommen sein. Es ist zwar denkbar, dass der Job-Motor wieder angesprungen ist. Und es ist nicht auszuschliessen, dass die Steuerpolitik der Bush-Regierung dazu beigetragen hat. Aber wie "jobless" die "Jobless Recovery" bleibt, wird sich erst noch zeigen muessen. Vorerst werden die Demokraten Präsident Bush weiter vorrechnen. Dass immer noch gut 8,3 Millionen Menschen in den USA auf Jobsuche sind. Und dass die Arbeitslosen-Quote im März von 5,6 % auf 5,7 Prozent angestiegen ist.

http://www.tagesschau.de/aktuell/me...4_BAB%2C00.html

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Wahlkampfpushing.
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Alt 03.04.2004, 18:03   #13
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Börsenausblick: Aktien streben neuen Gewinnen entgegen

Ein starker US-Arbeitsmarkt sorgt für gute Stimmung an den Märkten. Ein möglicher Zinsschritt der US-Notenbank Fed dürfte wieder Thema sein.

Mit optimistischen Prognosen blicken die Aktienstrategen in die Osterwoche. Nach den überraschend starken US-Arbeitsmarktzahlen vom Freitag dürften die Börsen ihren positiven Trend der Vorwoche fortsetzen, so die einhellige Meinung. Zeichen für eine erneute Eintrübung der Stimmung sehen die Experten nicht - zumindest auf die kurze Sicht. Zudem dürfte sich die Tatsache, dass die amerikanische Konjunktur nun endlich Fahrt aufzunehmen scheint, auch in der langsam startenden US-Berichtssaison widerspiegeln. Diese Woche legen Alcoa, Yahoo und General Electric als erste große US-Unternehmen ihre Zahlen für das erste Quartal vor.

Am Anleihemarkt wird der Stimmungsumschwung der Investoren hingegen pessimistisch gesehen. Bereits am Freitag brachen die Kurse auf breiter Front ein, Strategen erwarten weitere Verluste. " Es gibt diese Woche für die Bonds fast keine wichtigen Impulse" , sagte Ralf Welge, Chefanleihestratege für die Euro-Zone bei der Commerzbank. " Der Markt wird sich folglich neu adjustieren, die Anleger werden ihr neues Terrain abstecken." Allerdings sei eine solche Phase auch immer ein " gefährlicher Markt" . Vor allem dürfte man in den Tagen vor Ostern starke Kursschwankungen erwarten.

Dem Dollar dürften die neuen Hoffnungen auf einen kräftigen Wachstumsschub für die US-Konjunktur Unterstützung bieten. Strategen prognostizieren, dass die wichtigste Weltwährung in den kommenden Tagen zum Greenback kräftig unter Druck geraten werde.

Starker Wochenschluss

Vergangene Woche lagen alle großen Aktienindizes kräftig im Plus - nicht zuletzt durch die US-Arbeitsmarktzahlen nach oben getrieben. Der Deutsche Aktienindex Dax gewann 4,85 Prozent, der Stoxx 50 konnte 4,39 Prozent zulegen. Auch in den USA gab es durchweg positive Vorzeichen. Der Dow Jones kletterte 2,52 Prozent nach oben, der Nasdaq Composite stieg um 4,96 Prozent.

" Neben der Entwicklung der Währungen und des Ölpreises ist derzeit der amerikanische Arbeitsmarkt der Schlüssel für die Marktentwicklung. Und da haben die Zahlen vom Freitag beste Voraussetzungen für einen Aufwärtstrend geschaffen" , sagte Stefan Steib, Leiter Aktienresearch bei der Landesbank Rheinland-Pfalz. Er kann sich für diese Woche durchaus einen Dax-Stand von 4150 Punkten vorstellen. " Wir hatten übertrieben viel Pessimismus im Markt, jetzt könnte sich das Aufschwungszenario in den nächsten zwei Wochen durchsetzen" , erklärte Steib.

Vorsichtiger schaut Matthias Jörss, Aktienstratege bei Sal. Oppenheim in die nahe Zukunft: " Die US-Arbeitsmarktzahlen waren gut, aber nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick aussieht." Ein erheblicher Teil der Veränderung sei aus dem Baugewerbe gekommen und wetterbedingt gewesen, erklärte Jörss. In diesem Bereich hätte es im Vormonat noch einen Rückgang von 21.000 Stellen gegeben und nun einen Anstieg von 71.000 neuen Jobs. " Die Märkte werden weiter nach oben gehen, aber ich glaube nicht an einen Durchmarsch deutlich über das Hoch vom März" , meinte Jörss. Am 8. März hatte der Dax zwischenzeitlich 4163 Punkte erreicht. In den nächsten beiden Wochen hält der Stratege eine Kurssteigerung des Dax von fünf bis zehn Prozent für möglich.


Kaum Überraschungen bei Unternehmenszahlen

Bei den anstehenden US-Unternehmenszahlen erwarten die meisten Strategen keine großen Überraschungen. Stefan Serret, Leiter Portfoliomanagement bei der SEB, glaubt, dass die Ergebnisse die positiven Markterwartungen bestätigen werden. Wichtig sei für die deutschen Aktien vor allem, dass der Dax nachhaltig über der Marke von 3980 Punkten bleibe. " Wenn wir das packen, können wir bis Ende dieser Woche sogar bei 4150 Punkten landen" , prognostiziert Serret.

Pessimistischer beurteilt Markus Reinwand, Aktienstratege bei Helaba Trust, die Aussichten: " Der Markt hat die Überschussliquidität abgebaut. Außerdem werden die Gewinne der Unternehmen langsamer wachsen als erwartet." Der Dax werde sich in der nächsten Zeit um 4000 Punkte bewegen, sagte Reinwand. " Europa wird vom US-Zyklus geprägt, und der ist schon in der Spitze angelangt. Daran ändern auch die guten Arbeitsmarktzahlen nichts."


Die Fed ist wieder im Spiel

In den USA sorgte der positive Arbeitsmarktbericht nicht uneingeschränkt für positive Reaktionen. Marktteilnehmer sorgten sich sogleich, eine Zinsanhebung der US-Notenbank Federal Reserve könnte wieder schneller aktuell werden. " Die Fed ist wieder mit im Spiel" , sagte Ian Shepherdson, US-Chefökonom des Researchhauses High Frequency Economics. Immer wieder treibe die Märkte die Sorge um, die US-Notenbank könne angesichts eines robusten Wachstums die Zinszügel anziehen. Shepherdson geht für die kommenden Monate von einem robusten Stellenwachstum aus, quer durch alle Branchen.

Auch Peter Boockwar, Investment Stratege beim US-Broker Miller Tabak, hält es für wahrscheinlich, dass die anfängliche Begeisterung der Wall Street über die Arbeitsmarktstatistik schnell der Furcht vor einem Zinsschritt weichen dürfte. " Die Fed wird wahrscheinlich die Zinsen im August erhöhen, vielleicht sogar früher. Und wenn Zinsen erhöht werden, findet die Rally am Aktienmarkt Ihr Ende."

Angst vor Terrorismus

Ed Yardeni, Chef Investment Stratege bei Prudential, sieht das anders. Er geht davon aus, dass das Gewinnwachstum der US-Unternehmen bis 2005 anhalten und dem Aktienmarkt Auftrieb geben wird. " Eine Zinserhöhung durch die Fed ist dafür kein Hindernis, sondern im Gegenteil eine Bestätigung, dass die Wirtschaft global expandiert." Eine Gefahr sieht Yardeni eher im Terrorismus. " Ich denke, mit diesem Problem müssen wir zu leben lernen."

Am Anleihemarkt in den USA zeigte der Renditeschub vom Freitag, dass eine baldige Zinserhöhung der Fed wieder als wahrscheinlich angesehen wird. Die Renditen der US-Treasuries kurzer Laufzeit, die am direktesten auf Änderungen der Zinserwartungen reagieren, schossen zeitweise um 28 Basispunkte in die Höhe. Strategen erwarten auch für diese Woche weitere Kursverluste und damit noch höhere Renditen. " AaT - alles außer Treasuries!" lautet folglich die neue Anlagedevise von Bill Gross. Der Pimco-Fondsmanager rät Investoren in seinem neusten Monatsbericht " um Himmels willen so schnell wie möglich die Treasury-Bestände zu verkaufen" . Das frei werdende Kapital sollte in Großbritannien oder in der Euro-Zone angelegt werden.

Auch für den Euro, der am Freitag um über 2 US-Cent nachgab, sind die Aussichten düster. " Mit den Arbeitsmarktdaten ist das letzte Puzzlestück der US-Konjunkturerholung gefunden" , sagte Eugen Keller, Devisenstratege beim Bankhaus Metzler. In den kommenden Tagen werde der Euro die wichtige Unterstützungsmarke von 1,2050 \$ nicht nur kurz testen, " sondern gleich in Richtung 1,8080 \$ durchgereicht werden" , glaubt der Experte.

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Alt 03.04.2004, 18:34   #14
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Davon lebt das amerikanische Finanzsystem.
Schuldenmachen & Allans Dollardruckerei !!!

schlimmer noch, davon lebt das amerikanische Wirtschaftssystem und unterm Strich
hängt die Weltwirtschaft auch mit dran. Aber ein Glück ist Geld nur ein wertloses
Tauschgeschäft ohne jedlichen inneren Wert. Deshalb, lieber germa, wird Amerika
auch nicht lichterloh brennen.
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Alt 03.04.2004, 18:39   #15
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