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Alt 31.08.2003, 16:07   #1
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 130.800
Posting 01. + 02.09.03: Bringt das Ende der Sommerferien neue Trendsignale?

Eine weitere trendlose Woche wurde in Amerika vollzogen, die zuerst verdammt stark nach Crash roch, doch aufgrund nahender Sommerferien schlichtweg die dafür notwendigen Marktteilnehmer fehlten. So hatte Allan wenig Probleme mit etwas Liquidität die Märkte oben zu halten & schaffte es erneut kollabierende Indikatoren wie new highs/lows wieder bis fast ganz nach oben zu ziehen. Der Trend ist unverändert existent & wird so langsam ärgerlich, denn nach dem ausbleibenden Blutmonat August könnten die Bären wenigstens mal im September etwas Frivolität aufgezeigt bekommen. Oder machen wir es dieses Jahr ganz klassisch erst in der zweiten Oktoberhälfte?

Einige Konjunkturdaten gab es zum Wochenabschluss:
Die persönlichen Ausgaben Juli lagen mit +0,8% leicht über den Prognosen von +0,7%. Verfügbare Einkommen lagen mit +0,2% jedoch unter den Erwartungen (+0,3%). Grossartige Ableitungen lassen sich daraus aber wie gehabt nicht vollziehen. Deftig angestiegen ist dabei die Sparquote. Doch was soll man aus den +3,8% orakeln? Weder Immobilien- noch Aktienkredite sind darin enthalten, welche bekanntermassen den grössten Anteil an der US-Wirtschaft haben!
Das Verbrauchervertrauen August der Uni Michigan lag mit 89,3 mässig unter den erwarteten 90,3. Trends lassen sich auch hier nicht ableiten. 500 Leute bestimmen eben keine Volkswirtschaft, zudem dort eh nur Illusionen praktiziert werden, nach oben wie nach unten.
Überraschend weiter angestiegen der chicagoer Einkaufsmanagerindex, welcher mit 58,9 sogar noch deutlich über den prognostizierten 55,5 lag. Damit läuft er weiter auseinander mit dem Nationalen & das obwohl der Stromausfall mit Sicherheit für einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden in dieser Region gesorgt hat. Gibt es klarere Belege, wie manipuliert diese Wirtschaftsdaten sind? Enttäuschend auch die Einzelaufstellung. Absichtserklärungen mit den Auftragseingängen unverändert sehr hoch bei 60,5 während Produktion auf 51,6 zusammenklappte. Nur Illusionen, die niemals eine Realität wurden! Wenigstens sind die bezahlten Preise zurück in den inflationären Bereich gekehrt. Die Firmenbilanzen werden entsprechend stöhnen.
& auf höchstem Niveau blieb der ECRI. 12,4 nach 12,7% in der Vorwoche. Wenig verwunderlich, angesichts der Mega-Interventionen und anhaltenden Geldmengenausweitungen.

Ansonsten stach letzte Woche vor allem der Immobiliensektor hervor. Die Verkäufe neuer Häuser gingen im Juli wunschgemäss deutlich zurück, womit sich immer weiter bestätigt, dass das historisch hohe Immobilienbubble nun vollständig in sich zusammenfällt. Gleichzeitig sind zwar die Verkäufe gebrauchter Häuser deutlich angestiegen, doch könnten dies erste Indikationen dafür sein, dass viele Amis ihre Hypothekenlast nach den stark gestiegenen Zinsen nicht mehr begleichen können. Ergo wären dies dann Zwangsverkäufe, was alles andere als ein gesundes Signal darstellt! & daran ändert sich auch in Zukunft nichts, denn die aktuellen Refinanzierungsanträge haben erneut um gewaltige 20% nachgegeben. Es scheint so als stehe Amerika ein fürchterlich schlimmer Herbst auf diesem Sektor bevor & man darf gespannt sein inwieweit zukünftige Daten vom Staat manipuliert werden, denn eines will Amerika mit Sicherheit nicht, sein Gesicht in der Welt zu verlieren!
Kurzfristig ist aber noch alles rosig, wie es auch das revidierte Q2-BIP aufzeigt. +3,1% kommt nun verdammt nahe an meine Prognose von +3,4% heran. Erfreuen kann man sich daran allerdings überhaupt nicht, denn der wahre innere Wert liegt bei gerade mal +0,5%, wie im Freitags-Thread bereits ausführlich dargestellt wurde. Da haben Deutschland und Japan bei weitem stärkere Wachstumsraten, trotzdem hebt momentan jeder Amerika auf den Siegerthron, während die Restwelt gebasht wird ohne Ende. Nicht nur ziemlich, sondern extremst verblödet scheint unsere Menschheit mittlerweile zu sein!

Firmenmässig wirkte die Intel-Farce zu Wochenbeginn noch ein wenig weiter, vor allem als Barret nochmals bestätigte, dass nirgendwo ein marktbreiter Aufschwung zu erkennen ist. Damit sollte sich wohl endgültig inoffiziell bestätigt haben, dass die Umsatzprognoseerhöhung von Freitag ein reines von der FED inszeniertes Front-Running war, dem allerdings Mr. Barret aufgrund seiner ehrlichen Haut nicht so recht folgen konnte. Ansonsten hätte es nicht hinterher solch ein Hickhack um den fehlenden Aufschwung gegeben! Schlecht für Amerikas Ansehen, denn einmal mehr wissen die Leute nun wie der Hase dort wirklich läuft. Doch wenigstens gibt es dort auch noch ein paar ehrliche Leute ohne rabenschwarze Seele, wenngleich man Herrn Barret wirklich zu den absoluten Ausnahmen zählen muss. Das breite US-Volk hat die Unehrlichkeit & Showgehabe bereits im Geburt in die Gene gelegt bekommen!
Ansonsten war es sehr ruhig am der Firmenfront, was aufgrund der Sommerferien auch nicht sonderlich verwunderlich ist. Geben wir den Unternehmen noch 2-3 Wochen für nächste Gewinnwarnungen & 2-3 Quartale, bis sich die stark gestiegenen Zinsen am langen Ende so richtig entfalten können. Nächste Insolvenzwellen damit praktisch schon vorbereitet.

Wenig neues gab es von den Zinsen am langen Ende. Hier war weiterhin eine Konsolidierung auf höchstem Niveau angesagt. Schon erstaunlich das Allan Greenspan trotz Sommerferien überhaupt nicht zu Schlag kam, im Gegensatz zu seinen Rekordinterventionen beim Dollar. Es scheint so als wäre der Vertrauensverlust gen Amerika nun endgültig gebrochen, was für den weiteren Börsenverlauf umso alarmierender ist! Doch momentan noch ist die Schiebezone perfekt, womit eine ausgeprägte Topbildung zu deutlich tieferen Zinsen genauso möglich sind, wie ein weiterer sehr heftiger 1,5-2,5% Zinsanstieg nach oben. Kurzfristig sind beide Möglichkeiten offen. Mittel- und langfristig hingegen wird es an einem deutlichst höheren Zinsniveau absolut nichts zu rütteln geben. Dafür ist die unentwegt anhaltende Dollarverwässerung viel zu gross!

In der letzten Sommerferienwoche im Trend blieb auch der Dollar, sprich Allan Greenspan setzte erneut alles daran ihn so weit wie irgend möglich nach oben zu treiben, denn momentan noch sind die Volumina ferienbedingt sehr gering, was sich bereits in dieser Woche –spätestens kommender- wieder ändern wird. Dabei machte Allan gegenüber dem Yen erneut überhaupt kein Stich, weil momentan vielzuviel Geld in den Zukunftsmarkt Japan abfliesst. Entsprechend lag der Blick nur noch auf dem Dollar-Index, anhand dem bekanntermassen nahezu alle Hedge Fonds und big trader ihre Positionen ausrichten. Um dessen Waage aufrechtzuerhalten musste der Euro runter, sobald der Yen ein wenig aufwärts blickte. Diesen Synchronlauf konnte man tagtäglich bis nahezu auf die Minute genau intraday beobachten, weshalb auch beim Euro ausserordentlich extrem viele Interventionen vollzogen wurden. Mehr als eine trendlose Gurkenphase kam dabei aber auch hier nicht raus, womit man nun spekuieren kann, ob Yen und Euro unmittelbar vor dem nächsten Höhenflug, oder doch noch einem letzten Crash vor neuen deutlichsten Mehrjahreshochs stehen. Eine konkrete Vorhersage dazu ist momentan noch nicht möglich, denn kein Mensch weiss in welche Panik sich die Fondsmanager nach ihrem Urlaub reissen lassen, oder ob man das hohe Dollar-Niveau zu sofortigen neuen Abtransporten aus Amerika nutzt. Theoretisch müsste letzteres erfolgen & das auch in Extremform, doch wer kann schon in die illusionistischen Gedanken unserer Finanz-Fritzen blicken? Auf Mehrjahressicht hat der Dollar 0,0000000 Überlebenschance & wird auch erst dann zu einer vorübergehend nachhaltigeren Erholung ansetzen, wenn die Zinsen am langen Ende deutlichst höher stehen. Kurzfristig warten wir einfach mal ab.

Der wöchentliche Trendcheck des Dollar/Yen:

Heftig war der Crash beim Dollar/Yen & betrachtet man sich die langen Dochte der letzten Tage, scheint dieser Abverkauf auch noch kein Ende gefunden zu haben. Ist das Fundament Japans nun tatsächlich so stark, dass es ausländisches Kapital anzieht ohne Ende? Wenn ja, wird der Chartvergleich mit der Allianz von 2001 tatsächlich wahr & wir sehen bei diesem Währungsverhältnis mehr wie nur ein 10-15%igen Kollaps. Eine glatte Kurshalbierung binnen von 2-3 Jahren erscheint mehr als realistisch !!! Doch zuerst einmal muss die jahrelange SKS-Formation vollendet werden & da hat Allan Greenspan mit Sicherheit noch nicht das letzte Wort gesprochen. 117,80-117,40 & 116,80-116,40 sind die letzten Bremszonen vor dem mehrjährigen Trendbruch. Anschliessend fehlen nur noch Bestätigungen bei 115,50 & 113,80 um die nächsten grossräumigen Zielzonen 105 & 95 zu aktivieren. 118,40-11,860 ist weiterhin die Möglichkeit eines Pullbacks mit Ausweitung 119,20.

Trim trabs vermeldete erneut eine Zuwachsrate bei den Aktienfonds. 1,5 Mrd. Dollar flossen diese Mal rein. Scheinbar kennen die Illusionen tatsächlich keine Grenzen mehr.
Auf höchstem Niveau verharrt sind die Daten von Investors intelligence. Bullen hoch von 55,1 auf 56,0 & auch die Bären haben leicht zugenommen. 19,0 nach zuvor 18,4. Wahnsinn wie die Euphorie weiterhin erhalten bleibt, obwohl es nun mit dem Immobiliensektor und Zinsanstieg mehr wie deutliche Warnsignale gibt. Greenspan schafft es alle Gehirne auszuschalten!
Im Trend extremster Liquiditätszuführungen seitens der FED blieb die Geldmengenentwicklung auch in der Woche zum 18.08.03. M1 +27 Mrd. & M3 inkl. Nachjustierungen +16 Mrd. Dollar zeigen deutlichst auf das Allan Greenspan auch in Zukunft keinen Börsencrash erleben will. Für Aktienbären bleibt die Zeit damit weiterhin mit vielen Sorgenfalten versehen, doch für Dollar-Put-Fetisischten sollten weitere hochprofitable Monate und Jahre bevor stehen. Game over Allan, auch wenn es die ganze Welt noch nicht weiss!
& 38 Mrd. Dollar lagen im open market. Das ist für Sommerferienverhältnisse eine extreme Summe & zeigt mal wieder so richtig auf, dass die FED ALLES unternimmt um die Börsen und Dollar oben zu halten!

An den Börsen war es erneut eine trendlose Woche, zu deren Beginn leider nicht an die wunderschönen Psycho-Verkaufssignale des Intel-Pushs angeknüpft werden konnte. Zu gross war die Stützungsmacht Allan Greenspans, so dass bereits am Dienstag viele Indikation wieder in den bull-mode drehten und am Donnerstag einen netten Höhepunkt erlebten. Eklatant negativ, dass es dabei zu praktisch nicht existenten Kurssteigerungen kam, was einmal mehr für den immensen VK-Druck im Markt spricht. Doch das Volumen war sommerferiengerecht mau, womit man nun einfach mal abwarten muss welche Trendsignale sich in den kommenden Tagen und Wochen ergeben. Vom Totalzusammenbruch bis zum Rumgegurke & 1987er-Vergleich sind weiterhin alle Optionen offen. Sicher erscheint nur, dass Greenspan auch gegen bei weitem höhere Volumina ankämpfen wird & bei den Interventionsmöglichkeiten wohl auch keine grösseren Misserfolge zu feiern braucht. Damit bleibt unverändert die grosse Frage offen, ob wir nochmals einen stinknormalen Salamicrashs auf neue Tiefs sehen, so wie es die mehrjährige Charttechnik vorgibt, oder direkt ein Übergang in die bei weitem früher als erwartet aufkommende Hyperinflation erfolgt. Letzteres wäre wohl der Tod für jeden Börsenfreak, denn was nützen schon Kursgewinne, wenn der Gegenwert praktisch nicht mehr existent ist?
Seitwärtsphase ist ungebremst intakt & die Begrenzungen dafür unten bei den Charts aufgeführt. Denkbar das es nun direkt nach Ende der Sommerferien mit vielen Panikattacken nach unten abschmiert und wir einen 1987er-Vergleich im Zeitraffer erleben, ehe schon zum Monatsende hin soviele neue Käufer an der Jahresendrallye teilnehmen wollen, dass neue Jaheshochs im weiteren Verlauf kaum mehr zu vermeiden sind. Denkbar aber auch, dass die Gier bereits jetzt in haltlosen Illusionen durchschlägt. Dann muss man abwarten ob es bei dem anvisierten 3-5% false break zum Crash bleibt, oder ein noch höheres Niveau zum Kollaps herhalten muss. Sicher ist jedenfalls, dass Amerika weder auf dem aktuellen & auch nicht 50-70% tiefer fair bewertet ist. Doch was interessiert dies schon einen Allan Greenspan?


Wöchentlicher Trendcheck der Leitsterne:

ARMS:


ARMS-Range 0,80 vs. 1,30 weiterhin intakt & damit keine neue Signalgebung. Ein paar Bärentage müssen nun aber oberdringenst her, ansonsten kippt das Bild bullisch nach unten raus. Dann allerdings mit aufgezogener Uhr zum Crash 2-3 Wochen nach ARMS-Bodenbildung.

Treasury:


Treasury setzten die Korrektur fort & stehen nun bedrohlich vor einem Abrutschen nach unten. Arg signifikant sollte dies zwar nicht sein, doch obacht auf Allan Greenspan. Dieser wird mit Sicherheit solche Chancen wittern und obendrauf prügeln ohne Ende. Siehe Euro in den letzten beiden Wochen.
51-52 weiterhin Drehbereich, ehe eigentliches Korrekturziel 48-49 folgt. 55-56 Ausbruch mit false break 58-58,5 & Zielzone 65-70.

Phlx. Bank Index:


Banken konnten sich nach ihrer eklatanten Schwäche ein wenig erholen & sind nun wieder an der GD50 dran. Hier wird es jetzt spannend, ob nur ein Pullback im Crash oder saubere W-Ausbildung zum nächsten grossen Ausbruch. Wenn letzteres, wird es wohl ein neues ATH werden, was den DOW mit Sicherheit über 10.000 P. treibt.
880-895 P. GD50-Bereich mit anschliessendem Buy auf 905/910 P. 960-980 P. das anschliessende Ziel, insofern bisherige Jahreshochs überboten werden. 850 P. nächstes Sell mit Deadline 790 P.

Chip-Index SOX:


Chippies setzten den abenteuerlichen Aufwärtsmarsch fort, der so langsam selbst die Nemax-Illusionen aus dem Jahr 2000 überbietet. Trotz mauester Fundamentaldaten und einer historischen Überbewertung wird gekauft ohne Ende. Scheinbar ist sich nun jeder absolut sicher, dass die 3jährige Baisse ein Ende gefunden hat.
Bis in den Bereich 420/410 P. darf es nun konsolidieren, ehe überhaupt mal ein Sell entsteht. & das ist bis knapp unter 400 P. noch nichtmal gross. Aufwärts läuft bereits die Mission 600-650 P.

Transport-Index:


Transporte stehen kurz vor dem nächsten Ausbruch & haben ihren monatelangen Aufwärtstrend intakt, genauso wie die seit April permanent weiter abnehmenden Umsätze. Das sind wohl DIE Bärensignale schlechthin, allerdings ohne Zeitrahmen zur Vollendung. Damit bietet der Index momentan keine grossartige Hilfe.
2680 P. Ausbruch mit Bestätigung 2720 P. Darüber muss Trenddynamik zur Kurszielbestimmung analysiert werden. 2560 & 2500 P. nun Konsolidierungsmarken, ehe es bärisch wird.

Utilities-Index:


Utilities pressen sich seit 2 Wochen in die immer enger werdende GD50 & GD100-Zone rein. Hier sollte es in dieser Woche auf alle Fälle zu einem Ausbruch kommen. Richtung ist weiterhin offen & Druckaufbau bleibt erstaunlicherweise aus. 250-255 & 225-220 P. kann man danach als Ziel zu einer dann grösseren Entscheidung einplanen.

COT-Daten:


Weiter massiv ausgebaut wurden die Shortpositionen beim S&P, während Minis ihre Longpositionen fast verdoppelten. Sowas ging in der Vergangenheit immer mit später folgenden Kursrückgängen einher. Weshalb soll es dieses Mal anders sein? Kurzfristig mahnen allerdings die hohen Longpositionen beim DOW zur Shortvorsicht. Sie wurden zwar deftig abgebaut, sind aber immer noch extrem.
Gold nun illusorisch stark zugeshortet, während Silber das eh schon immense Niveau halten konnte. Das Kartell kämpft mit aller Macht gegen seinen Untergang!
Den Dollar sieht man leicht schwächer, genauso wie Erdöl, während die zinsen am langen Ende bald weiter nach oben blicken sollten.

Das denkt unser User HIRSE zu den COT-Daten:
Der jüngste CoT-Bericht per 26.08. zeigt im "Urlaubsmonat" August einige größere Veränderungen auf den einzelnen Spielfeldern an.

Im Aktienbereich erfolgte in der Betrachtungswoche der dritte vergebliche Anlauf im S&P 500 auf die Marke von 1015 Punkten. Wie bei den ersten beiden Malen im Juni und im Juli waren die Coms auf diesen Preisniveaus Verkäufer und die Kleinspekulanten Käufer. Die magische Marke von 1000 Punkten scheint für die Kleinspekulanten eine magische Anziehungskraft zu haben für Long-Engagements.
Die Reaktion der Kleinspekulanten war in der vergangenen Woche dabei insofern bemerkenswert, dass zum einen auf Schlusskurs ein leichter Kursrückgang von Dienstag zu Dienstag zu verzeichnen war (1001 auf 993 im S&P 500), die Positionierung aber im Dow Jones von -3k auf neutral und im S&P 500 von +68k auf +79k positiver wurde.
Im Gegensatz zu den ersten beiden Anläufen fallen die Verkäufe der Coms aber etwas bescheidener aus. Betrachtet man zudem die weiterhin sehr hohe Longpositionierung der Coms im Dow Jones und die sich weiterhin in einer 1- Jahresspanne befindliche Shortpositionierung im S&P 500, dann dürfte der sehr wahrscheinlich unmittelbar bevorstehende 4. Test der 1015er Punktemarke erfolgreich verlaufen.

Im Rentenbereich scheint der gut 2 monatige starke Kursverfall zunächst gestoppt sein, da zum einen die Open Interests nun deutlich abfallen, also Positionen geschlossen werden und die Coms neben der hohen Longpositionierung im kurzlaufenden Bereich bei den 5 jährigen Bonds, die bereits vor 2 Wochen eine 5-Jahresrekordlongpositionierung aufwiesen, nun auch in den 30 jährigen Bonds deutlich long sind- diese Woche erreicht die Positionierung ein neues 3-Jahreslongniveau.

Dabei wird insb. bei den 30 jährigen deutlich, dass die Bodenbildung deutliche Fortschritte gemacht hat in den letzten beiden Wochen, da die Preisvola der letzten Wochen abnehmend ist und die Saldopositionen der Coms deutlich anziehen.

Am 12.08. war der Preis der 30 jährigen Bonds per Schlußkurs bei 105,20 und die Per Saldopositionierung war +20k, am 19.08. war der Schlußkurs bei 105,27 und die Per Saldopositionierung bei +37k und heuer bei einem Close von 105,10 steht der Saldo bei 105,10 und die Volatilität der Preise nahm innerhalb dieser Zeit ab.

Die Rentenmärkte stehen also vor einer Erholung, die nach dem Muster des Crashs an der Nasdaq in 2000 eine 50%-Korrektur und somit Kurse um 113 bei den 30 jährigen ermöglichen sollte.
Ein mögliches Instrument zur Partizipation an der erwarteten Kursentwicklung ist ein Open End Zertifikat der ABN Amro mit Basis 97,01 und KO bei 100,00 (WKN 325744), spekulativere Scheine existieren zudem.

Im Währungssektor haben die Coms im US-Dollarindex mittlerweile die Seiten gewechselt und sind im Bärenlager gelandet. Ihre aktuelle Positionierung ist die negativste innerhalb des letzten Jahres und negativer als Ende Oktober 2002, bevor eine neue Baissewelle den US-Dollar erfasste.

Bei den Einzelwährungen stehen der Euro und der Schweizer Franken dabei auf neuen Jahreshochs (Euro geringste Shortposition innerhalb des letzten Jahres und Schweizer Franken größte Longposition der Coms seit Anfang 2002).


Im Euro wird ersichtlich, dass der Euro in den letzten knapp 2 Jahren immer dann einen temporären Boden hat, wenn die Großspekus neutral oder nur noch leicht long positioniert sind. Aktuell besitzen sie mit +2k long die niedrigste Longpositionierung seit Beginn der deutlichen Euroaufwertung Anfang 2002.


Eine Möglichkeit, an einer weiteren Abwertung des US-Dollars zu partizipieren ist ein Open End Zertifikat der ABN Amro auf den Euro mit Basis 1,001 und KO 1,0200 (WKN 325096), auch hier gibt es spekulativere Varianten.

Bei den Edelmetallen ist mittlerweile auffällig, dass die Coms sehr hohe Shortpositionen gegenüber allen Edelmetallen aufweisen.
Im Gold sind die aktuellen Shorts mit -137k auf einem neuen ATH, beim Silber sind sie nahe an den 1- bis 5-Jahresrekordniveaus dran, ebenso beim Kupfer, im Platin sind die Coms auf einem neuen 3-Jahresrekordniveau short und beim Palladium ist es ein 5-Jahresrekordniveau.

Insofern dürfte im großen Bild die Edelmetallspekulation ein sehr reifes Stadium auf der Zeitebene bereits erreicht haben.

Bei der Betrachtung der Chartbilder und unter Berücksichtigung der saisonalen Aspekte ist das Bild für Gold und Silber aber weiterhin positiv. Als guter Indikator dürfte weiterhin der HUI gelten, der in der Betrachtungswoche neue Preishochs erzielen konnte. Ein weiterer Indikator für zunächst noch weiter steigende Kurse im September ist das Ausbleiben des Trommelns der breiten Massenmedien für das gelbe Metall und die sichtbare Zurückhaltung der Kleinspekus am Terminmarkt, die ihre Positionierung seit Wochen nur marginal verändern.

An den Randmärkten ergaben sich aktuell keine nennenswerte Extrempositionierungen, nachdem die Dürre bei Weizen einen Shortsqueeze in 2 Akten auslöste und ähnliche Bewegungen in den letzten Wochen noch bei Korn und Sojabohnen beobachtet werden konnte.

Fazit: Im Aktienbereich heißt es „Jetzt oder nie“ für den breiten US-Aktienmarkt repräsentiert durch den S&P 500, nun neben dem Dow Jones und der Nasdaq in der kommenden Woche neue Preishochs in der laufenden Aufwärtsbewegung zu erzielen. Erkennbar wird durch das dreimalige Testen der 1015er Marke im S&P 500, dass die Kleinspekulanten trendfolgend um und über 1000 Punkten Positionen aufbauen und dabei gute Nachrichten wie die Erhöhung der Umsatzprognose von Intel neue Zuversicht auslösen können. Sollte im vierten Anlauf die Hürde im S&P genommen werden, dann zeigen die Umfeldmärkte an, dass das Potential nach oben für die Aktien deutlich begrenzt ist, da die Stabilisierung bei den Bonds und die deutlich verschlechterte Einschätzung der Coms zum US-Dollar ein Warnzeichen ist und die Währungen hier vorauslaufenden Charakter haben dürften, ihr (Zwischen-) tief also vor einem Hoch am US-Aktienmarkt haben dürften.
Sollte eine Aufwärtsbewegung bei US-Aktien mit einer politischen Nachrichten wie dem Ableben oder Gefangennehmens von Saddam Husseins/Osama bin Ladens eingehen, dann wäre die „beste aller Welten“ wieder erreicht und damit ein Hochpunkt bei Aktien.



Wöchentlicher Trendcheck Japan:

Nikkei:



Japan legte vergangene Woche eine Konsolidierung bei erstaunlich wenig Abwärtspotential, allerdings extrem hohen Umsätzen. Es scheint so als würde unvermindert viel Kapital in diesen Zukunftsmarkt fliessen, welches momentan ärgerlicherweise aber immer noch von shortenden US-Banken einigermassen im Zaum gehalten werden kann. Schade das gegen diese Form der Manipulationen nichts unternommen wird, denn ansonsten hätten wir wohl die 11.000er-Marke bereits hinter uns gelassen. So bleibt nur die dauerhafte Hoffnung, dass permanent weiteres Kapital gen Japan fliesst & irgendwann doch noch zu der grossen Börsenrallye führt. Diese sollte spätestens mit dem inflationären Dreh eine Hauptantriebswelle entwickeln, wovon momentan aber noch weit und breit nichts zu erkennen ist. Verbraucherpreise im Grossraum Tokio fielen erneut & an eine Zinswende ist momentan noch nicht zu denken. BOJ kauft sogar selbst Staatsanleihen, um die Zinsen ganz unten zu halten. Eine grandiose Taktik zur Weltveräppelung, oder doch nur eine riesengrosse Dummheit, denn erst mit steigenden Zinsen kann Japan in eine neue Hausse übergehen!

Technisch hat die Woche kaum neue Trendänderungen gebracht. 10250-10350 P. der Ausbruchsbereich, an den man nun 100-150 P. für ein false break hängen kann. Darüber gilt wie gehabt die Zone 10850-11250 P. als Ziel für eine dann grossräumigere Konsolidierung. Abwärts 10150-10050 P. das offene Gap, ehe 9850 & 9650 P. zwei sehr passable Wendepunkte darstellen.
Indikatoren sind nun auf fast allen Zeitebenen mehr als überreif für eine grössere Konsolidierung. Hoffen wir das zuvor noch ein letzter Hausseschub vonstatten geht. Je höher, desto weniger Gefahr bei der anschliessenden Zwischenkorrektur.


Trotz US-Feiertag zu Wochenbeginn wird auch in dieser Woche einiges an Relevanz an der Konjunkturdatenfront geboten. Ganz so wie es sich gehört direkt nach Ende der Sommerferien, wobei die meisten Daten wohl recht positiv ausfallen werden. Umso schlimmer wäre ein Abverkauf an den Börsen! Los geht es morgen mit dem nationalen Einkaufsmanagerindex August. Ein leichter Anstieg könnte durchaus drin sein, Hauptrelevanz bekommen aber die Preise. Neue Inflation im Einkaufsbereich? Mittwoch folgen die Bauausgaben Juli und abends das vielbeachtete beige book. Dort kann Allan Greenspan endlich mal so richtig auftrumpfen, insofern der einbrechende Immobiliensektor nicht allzu blutige Spuren hinterlässt. Donnerstag folgen Produktivität Q2, Industrieaufträge Juli und Einkaufsmanagerindex Service für August. Hier ist überall ebenfalls mit leichten Verbesserungen zu rechnen. & zum Wochenabschluss die allmonatlichen Arbeitsmarktdaten. Zu denen braucht man kein Wort mehr verlieren, denn offensichtlicher kann gar kein Betrug ermöglicht werden!


DOW 60-Minuten-Chart:


Der Stundenchart könnte sich nun in der absoluten Spitze eines bear-keils befinden, d.h. bereits die erste Bewegung zum Wochenauftakt könnte das break bringen, insofern es nicht ein Fehlausbruch wird. KZ wäre mit ca. 8800 P. zwar deftig, doch haben wir vergangene Woche so niedrige Umsätze gesehen, dass erstmal abgewartet werden muss wieviel diese Formation überhaupt wert ist.

9380-9420 P. Pullbackbereich mit Erweiterung 9480 P. Dort Ausbruch und höchstbullische Bestätigung kurz darauf bei 9520 P.
9360 P. bricht den Trend mit Nachhaltigkeit bei 9320 P. Anschliessend wartet bei 9250 P. ein wichtiger Umkehrpunkt.
Stochastik ganz oben. MACD ebenfalls, aber in einem stabilen Aufwärtstrend.

DOW 5-Jahres- und 6-Monats-Chart:



Tageschart mit vier weissen Kerzen in Folge. Bei denen ist schwer einzuschätzen ob es nur eine letzte Konsolidierung im Crash war, oder der Aufwärtsdrang so schön vorbereitet wurde, dass direkt nach Sommerferienende ein gewaltiger Aufwärtsimpuls erfolgt. Stochastik würde dies unterstützen, wenngleich schon wieder die Hälfte des Potentials aufgezehrt ist. Umsätze hingegen sind brandgefährliche Warnsignale. Sowas kann auch nur eine Hochfütterei gewesen sein. Abwarten ist erstmal angesagt, woran sich innerhalb der grossräumigen Schiebezone 8800 vs. 9800 P. auch nichts ändert. Druckaufbau scheint jedenfalls gewaltig, denn seit 3 Monaten ist die Vola. lausiger wie lausig!

9380-9420 P. Bullenbereich mit Ausbruch 9450 & Bestätigung 9520 P. Um 9800 P. herum liegt anschliessend das ziel für den 3-5% Fehlausbruch zum Crash. Kursziel daraus wäre 7500-7800 P., insofern 8800 P. zerbröselt werden.
9220 P. Bremspunkt mit Erweiterung 9180-9160 P. Darunter tut sich nun bei 8980 P. ein passabler Turnbereich auf, ehe die weiter oben beschriebene Marke 8800 P. folgt.

S&P 500 5-Jahres- und 6-Monats-Chart:



Der S&P sieht immer hochgradiger bullisch aus, daran gibt es wirklich nichts mehr zu deuten. Seit 3 Monaten Bau einer Untertasse, welche nun in den Sommerferien praktisch fertiggestellt wurde. Damit braucht es nichts als einen starken Tag und dessen Bestätigung & einem heftigen Aufwärtsimpuls zur grossangelegten Herbstrallye steht nichts mehr im Wege. Allerdings ist diese Bullenformation sowas von glasestklar. Jeder der auch nur ein bisschen Ahnung von Charttechnik hat muss bereits jetzt investiert sein. Doch wenn dies alle tun, wer kauft dann noch? 1987 lässt leider immer präziser grüssen !!!

995-1005 P. ist immer noch die Dreh- und Angelzone, welche sich so langsam aber verwässert.
1015-1020 P. bringt den Ausbruch mit Bestätigung 1030 P. Erste Zielzone daraus wäre 1080-1085 P.
990 +/-5 P. GD50-Drehbereich mit false break 975 P. Darunter brennt der Baum, welcher allerdings bei 960-940 P. einen gewaltigen Bottich voller Löschwasser stehen hat.
Stochastik nun fast ganz oben. Ob da noch viel Trenddynamik für Bull-mode möglich ist?

Nasdaq100 5-Jahres- und 6-Monats-Chart & Vergleich mit 1929:



Nasdaq kann man kurz und bündig machen. Der im März begonnene Aufwärtstrend ist weiterhin intakt & solange sich daran nichts ändert, braucht man auch keine neuen Trendgefühle entwickeln. Sowas kostet nur unnötiges Lehrgeld, auch wenn die aktuellen Bewegungen alles andere als mit echter Liquidität vollzogen werden.
1250 vs. 1420 P. der grobmaschige Kanal. Darin ist kurzfr. frei bis knapp 1400 P. und Konsolidierungsmöglichkeiten auf passable 1300-1290 P.

TEC-DAX


Nichts neues beim TEC-DAX. Aufwärtstrend intakt & damit Zielzone 600-650 P. nach wie vor existent. 450/460 P. bricht diesen, was ab dem aktuellen Niveau ein deftiger Puffer ist.

Euro/USD 2-Jahres- und 3-Monats-Chart:


Gold 3-Monats- und 1-Jahres-Chart:


Nach einigen Tagen des nervigen Zitterns endlich den Schuss nach oben vollziehen konnte der Euro. Allerdings waren weder 1,10 noch GD200 zu überwinden, weshalb sich kurzfr. die brandgefährliche Crashsituation in noch keinster Weise entschärft hat. Trotzdem sehe ich auch im kurzen Zeitfenster Aufwärtspotential ohne Ende, denn wie im Juni berechnet kam es zur Konsolidierung gen 1,10xx (auch Untertreibung 1,08xx war in der Vermutung mit drin!), womit nun die nächste Phase mit Zielen weit über 1,25 starten sollte. Schaun mer mal ob dem so kommt, oder mehrere Notenbanken in einer Einheit doch noch für ein paar Ärgernisse sorgen. 1,1020-1,1040 bringt Rückkehr in den neutralen Bereich. Danach ist lt. Technik zumindest bis 1,1240 alles frei, idealerweise sogar 1,1380-1,1420 oder sogar die bereits existenten 1,1640-1,1660. Abwärts unverändert 1,0850 & 1,0780 zur deadline. Zu Wochenbeginn nochmals eine Konsolidierung bis knapp über 1,09 und dann erneut mächtig nach oben wäre sehr gesund.
Gold legte eine erfreuliche Ausbruchswoche hin und kam dem nächsten Ziel 385-390 Dollar schon verdammt nahe. Damit steht nun auch hier der nächsten Henkelausbildung (kleinerer Art!) wenig im Wege, ehe anschliessend die historische (?) Ausbruchsmarke 430 Dollar angegangen werden kann. Darüber ist nämlich endlos viel Platz bis 3000-4000 Dollar! Ok, zumindest 650 Dollar sind dann in einem Blitzschub machbar. Aufwärtsziel steht. Abwärts kann es weiterhin auf 3655/364 Dollar konsolidieren, ehe die kurzfr. Kaufsignale dahin sind. 30 Dollar-Henkel ab Top steht zur Debatte. Wo wird dieses sein?


Termine heute:
• US Feiertag - Labor Day
• DE Eurex - eingeschränktes Settlement
• US CBOT - eingeschränkter Handel
• US CME geschlossen
• US New York Stock Exchange geschlossen
• 09:45 - IT Einkaufsmanagerindex August
• 09:50 - FR Einkaufsmanagerindex August
• 09:55 - ! DE Einkaufsmanagerindex August
• 10:00 - ! EU Einkaufsmanagerindex Eurozone August
• 10:30 - GB Einkaufsmanagerindex August
• 15:30 - EU EZB Ausschreibung 2-Wochen-Refi-Zinstender

& morgen:

• US Autoverkäufe September
• 11:15 - EU EZB Zuteilung 2-Wochen-Refi-Zinstender
• 13:45 - US BTM-Index (Woche)
• 14:55 - US Redbook (Woche)
• 15:00 - EU EZB Wochenausweis Fremdwährungsreserven
• 16:00 - ! US ISM Index August
• 16:00 - US Challenger Job-Cut Report August
• 17:00 - US Ankündigung 4-wöchiger Bills
• 19:00 - US Auktion 3- u. 6-monatiger Bills
• 19:00 - US Auktion 4-wöchiger Bills




Happy trades...

Geändert von germanasti (31.08.2003 um 23:46 Uhr).
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Alt 31.08.2003, 16:07   #2
germanasti
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DAX am Morgen:





Eine gemischte Woche war es für den DAX. Das false break der Vorwoche hat sich zwar weiter bestätigt, doch richtige Trenddynamik wollte nach unten zu keinem Zeitpunkt aufkommen. Damit bleibt auch der hochbullische Aufwärtstrend intakt, der sich mittlerweile seit einem halben Jahr fast völlig unscheinbar seinen Weg nach oben bahnt. Keiner will raus & perfekt ist eine nicht existente Konsolidierungsmöglichkeit. Die z.T. extrem hohen Umsätze mahnten aber auch in den letzten Tagen zur Vorsicht, denn wenn soviele Leute Kasse machen, ist irgendwann auch der beste Druck gänzlich dahin!

Konjunkturell & fundamental war es ebenfalls eine recht ruhige Sommerferienwoche. IFO-Geschäftsklimaindex zeigte weitere Aufschwungssignale, welche so auch in die Realität umgesetzt wurden & Münchener Rück gab mit ihren Q2-Zahlen den Beleg heraus, weshalb Deutschland noch viele rabenschwarze Jahre bevorstehen. Dort häuften sich auch während der Börsenerholungen Sonderabschreibungen ohne Ende, womit sich jeder selbst ausmalen kann was passiert, sobald der nächste Börsencrash den DAX auf neue Tiefststände treibt. Sind wir nur froh das die Verflechtung zwischen Börse und Wirtschaft hierzulande nicht so extrem ist wie in Amerika. So bleibt wenigstens noch ein wenig Zukunftsoptimismus erhalten, wenngleich die sterbenden Pensionskassen auch bei zahllosen deutschen Firmen zu existenzbedrohlichen Schieflagen führen wird. Davon ist auch keine Siemens ausgeschlossen!
Im Fokus der Börse stand aber weniger die Münchener Rück, welche nach einer skanadalösen Abstufung der US-Ratingagentur S&P verprügelt wurde ohne Ende, sondern die Auto- und Exportwerte. Dort gab es z.T. deftige Kursgewinne aufgrund der vorherrschenden Illusion, mit dem urplötzlich wiedererschwächten Euro käme unsere Exportwirtschaft wieder so richtig aus den Pushen. Ein Irrglaube, wie ihn selbst ein fundamentaler Amateur bereits in seinen Grundzügen erkennen sollte. Fakten hierzu sind bereits hinlänglich bekannt. Ergo sind im Umkehrschluss exakt diese Werte glasklare Shortkandidaten beim nächsten DAX-Crash, insofern er mit einem neuerlich stark steigenden Euro vorhergeht.
Betrübliches gab es dann zum Wochenschluss noch, als mit den Einzelhandelsumsätzen Juli erneut ein deftiger Rückgang von 1,6% vermeldet werden musste. Offensichtlich ist unser Volk nun in den nachhaltigen spar-mode übergegangen, denn diese seit nunmehr fast zwei Jahren anhaltende Serie sprengt selbst die Enthaltsamkeit der Japaner! Das sich die Firmen trotzdem noch so gut halten spricht allerdings für sie. In Amerika wäre es wohl bereits zum Massensterben gekommen!

Technik kann man kurz und schmerzlos machen, denn es gab keine relevanten Veränderungen.
3480-3545 P. Pullbackbereich ehe wieder die Übertreibungszone 3590-3610 P. folgt. Darüber viel Freiheit bis in den 3800er-Bereich.
3430-3410 P. Drehbereich, ehe bei 3380 P. ein bitterböses Sell generiert wird. 3140-3180, 2980 & 2740-2780 P. wie gehab die anschliessenden Wunschmarken.
Stochastik nun mit einem ganz frischen Buy. Man darf gespannt sein wie das zu Amerika passt, wo die Dinger schon wieder fast ganz oben sind.
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Alt 31.08.2003, 16:08   #3
germanasti
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Sonntag 31. August 2003, 15:27 Uhr

Bush verteidigt Wirtschaftspolitik seiner Regierung

...

http://de.news.yahoo.com/030831/286/3m2uy.html

---------------------

Amerika ist völlig am Ende. Da helfen auch Beteuerungen von George nichts.
Hyperinflation & Währungsreform werden kommen.
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Alt 31.08.2003, 16:39   #4
MX 150
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Tag zusammen!


Guten Tag Germanasti!

Schon so fleißig heute!



Mfg.: MX 150
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Alt 31.08.2003, 16:47   #5
trine
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eine frage....

erhöht das die witwen- und waisenpension?

SPIEGEL ONLINE - 31. August 2003, 16:22
URL: http://www.spiegel.de/politik/ausla...,263767,00.html
Das Kelly-Dossier

Überraschende Details zum Irak-Krieg


blair ist ein vorgeschobenes britisches pferd....

ioch bin wieder sowas an wütend.
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Alt 31.08.2003, 18:40   #6
nasdaq10.000
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Asiengeschäft soll stark wachsen
Infineon vor Großauftrag in China

Prestigeerfolg für Infineon: Das Münchener Unternehmen soll Chips für die neuen chinesischen Ausweise liefern.
Nach Angaben aus Branchenkreisen sei so gut wie sicher, dass Infineon zusammen mit einem lokalen Partner zum Zuge kommt.
Die Volksrepublik plant, in den nächsten Jahren rund eine Milliarde Chipkarten- Ausweise an seine Bevölkerung auszugeben.


...

http://www.handelsblatt.com/hbiwwwa...ot/0/index.html
-------------------------------------------------------------------------------------

WKN
623100
Name
INFINEON
BID
13.41 EUR
ASK
13.56 EUR
Zeit
2003-08-31 19:37:05 Uhr

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Alt 31.08.2003, 18:57   #7
mfabian
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@Germa,

Hast Poscht - von Brigitte

Marcus
__________________
“it wasn’t raining when Noah built the ark.” (Warren Buffet)
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Alt 31.08.2003, 19:18   #8
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Zitat:
Original geschrieben von Förster
Wenn ja, was machen Sie noch in Internet-Boards???

Die Frage hätte lauten müssen:
Was machen Sie noch im Internet?

Es ist dies die tagtägliche Recherche, die ich betreibe,
um die vielmals besagten Entwicklungen der Märkte und Markt-Chancen
verfolgen, beurteilen und einordnen zu können.

Dass ich dies in erfolgreiche Investments umzusetzen vermag,
wird mir vom Schicksal überaus reichlich belohnt.
Dies ist nur gerecht,
denn ich spende reichlich in einen Fonds,
der sich mit den Problemen und den Heilungschancen
der leider immer stärker um sich greifenden
Tattergreisenhaftigkeit
im frühen und mittleren Lebensalter befasst.

Diese Krankheit gilt es zu besiegen.
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Alt 31.08.2003, 19:28   #9
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Zitat:
Original geschrieben von germanasti
TexDAX: Verdopplung in Reichweite? (EuramS) (...)
http://www.finanzen.net/news/news_d...p?NewsNr=133772
-----------
Der TEC-DAX wird unter 100 P. fallen, denn kein Geld in einer Weltwirtschaftskrise für start ups!

Falsch!

Der Tec-DAX wird vom Börsenzettel verschwinden
und die Hochtechnologie wird per se verboten werden.

Denn dies ist ohne jeden Zweifel Teufelswerk.

Nur Ackerbau, Zwetschgen- und Viehzucht werden noch erlaubt werden.

Einzig Japan und das Schwabenland
unter Ihrem Führer "Germanasti, der Schwabenländler"
werden diese Weltwirtschaftkrise überleben.

Der Rest wird dann eben zur Hölle fahren.

Geändert von nasdaq10.000 (31.08.2003 um 19:40 Uhr).
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Alt 31.08.2003, 20:15   #10
WallstreetTiger
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@nasdaq 100

Deine Ironie in Deinen Worten germanasti gegenüber kannst Du Dir sparen. Viele Firmen werden vom Börsenzettel verschwinden, da hast Du recht, aber nur, weil sie vom Geld der Reichen oder grossen Unternehmen inhaliert und nicht mehr als eigenständige Unternehmen weiter existieren werden. Für das Kapital sind Krisen wunderbar, um sich neu aufzustellen.
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Alt 31.08.2003, 20:31   #11
yggdrasil
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SCN steht für postings rechtsextremer, vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen nicht zur Verfügung, yggdrasil.

Guckst Du hier:

http://www.stock-channel.net/www/popups/disclaimer.php


carlo

Geändert von carlo (31.08.2003 um 22:29 Uhr).
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Alt 31.08.2003, 20:55   #12
Förster
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Erzählen

nasdaq10.000 #9

Es sind die aufgewärmten, beim ersten Posting bereits langweiligen Beiträge, die einem hier am Leben halten. Erst recht, wenn seit Stunden bereits klar ist, das der Herr Threadführer die absolute Zahl an Tec-Dax Firmen meinte und NICHT die MK´s Positionsführer.

Herr im Himmel :
__________________
Zur Chartshow
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Alt 31.08.2003, 21:54   #13
Ibykus
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arte, Montag, 08.09., Spielfilm/Dokumentation 22:20 - 23:55 Uhr (VPS 22:20)
Der große Macher

The Big One, USA / Großbritannien 1997

« zurück Eigene Auswahl aus Einzelsendungen zusammenstellen: Merkzettel
Sendungsinformation mehr Infos mehr Bilder Wiederholungen SMS-Reminder

Michael Moore auf seiner Promotion-Tour für sein Buch "Querschüsse" über die Strategien der Großkonzerne in den USA

Michael Moore begleitet sich selbst auf der Promotion-Tour für sein Buch über die politischen Verhältnisse und die Strategien der Großkonzerne in den USA. In 50 Tagen besucht er 47 Städte, die meisten davon kleine oder mittelgroße Orte, die von Werksschließungen betroffen sind. Jede dieser Etappen inszeniert er als politische Kundgebung und Spektakel: eine Autogrammstunde in einem Supermarkt, Interviews, eine Show-Konferenz, bei der er gegen Politiker und Konzerne wettert, ein Besuch im Firmensitz eines dieser Unternehmen.

Ziel dieser Besuche ist es, einen Scheck und ein Diplom als Preis an diejenigen Firmen zu vergeben, denen es gelungen ist, Millionenprofite zu machen und gleichzeitig möglichst viele Mitarbeiter zu entlassen. Sein Besuch löst bei den PR-Verantwortlichen Panik aus, sie stellen sich ihm in den Weg und versuchen vor allem, ihn daran zu hindern, mit dem Firmenchef des Unternehmens zu sprechen. Dafür müssen sie Michael die seltsame Logik erklären, nach der immer dann, wenn die Mitarbeiter gute Arbeit leisten und das Unternehmen große Profite macht, Personal entlassen und die Produktion ins Ausland verlagert wird, so dass genau diese Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Am Schluss des Films steht die Begegnung mit dem einzigen Firmenchef, der bereit war, ihn zu treffen. Es ist Phil Knight, der Präsident von Nike. Bei Moores erstem Besuch wird Knight gefragt, warum er Schuhe im Ausland fertigen lasse - vor allem in Indonesien, wo eine besonders unerbittliche Diktatur herrscht. Auf dessen Antwort, kein Amerikaner sei mehr bereit, in einer Schuhfabrik zu arbeiten, schlägt Moore ihm folgenden Deal vor: Er findet 500 Menschen, die einen solchen Job annehmen, und Nike baut dafür eine Fabrik in den USA. Der Nike-Chef akzeptiert und Michael macht sich unverzüglich in seine Heimatstadt Flint auf, wo er Arbeitslose vor dem Rathaus versammelt und sie dabei filmt, wie sie sich für diesen Job bewerben. Er zeigt Firmenchef Knight die Aufnahmen, die diesem jedoch nicht genügen. Als Phil Knight Moore aber ein Paar speziell für ihn gefertigte Nike-Schuhe schenkt, nutzt der Regisseur diese letzte Gelegenheit, um Knight ein Wettrennen vorzuschlagen: Wenn Moore gewinnt, muss Knight ein Werk in Flint bauen; verliert Moore, muss er bis an sein Lebensende bei allen seinen öffentlichen Auftritten Nike-Schuhe tragen. Knight lehnt diese Wette ab, aber Moore lockt ihm zumindest eine Spende von 10.000 Dollar für die Schulen in Flint aus der Tasche.

http://www.tvinfo.de/exe.php3?targe...p&sidnr=7713010

Wdh: 12. September ab 17.25 Uhr
und am 25. September ab 1.10 Uhr
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Alt 31.08.2003, 22:03   #14
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kicher, der förster wird zur gottesanbeterin

quaak - oder quark
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Ibykus
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Internet-Auktionen ernähren 10.000 Deutsche

Rund 10.000 Menschen in Deutschland verdienen nach Einschätzung des Internet-Auktionshauses Ebay ihren Lebensunterhalt mit Online-Versteigerungen. Viele dieser Großverkäufer hätten sogar eigene Angestellte.

...

http://www.spiegel.de/netzwelt/netz...,263776,00.html
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