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Alt 24.07.2003, 06:05   #1
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Posting 24.07.03: John Snow sieht den Aufschwung kommen. Doch keiner stimmt ihm zu!

Wunderschön nach oben blicken konnte gestern lediglich Japan. Dies zwar mit einem deftigen Gap up ohne anschliessend noch grossartige Tagesbewegungen, doch das hohe Kaufvolumen war sofort wieder da, was einmal mehr die Nachhaltigkeit dieser Rallye bestätigen sollte. Im Umkehrschluss bedeuten diese hochvolumigen Intraday-Seitwärtsphasen leider weiterhin, dass amerikanische Banken mit aller Macht versuchen die Erschaffung eines neuen tragfähigen Kapitalmarktes zu verhindern! Alle anderen Leitindizies rund um den Globus blieben im Gurken-Mode, wobei es in Amerika erneut FED-Interventionen ohne Ende gab. Der explodierende Euro dankte dies jedoch noch auf dem selben Fusse.
Volumen dümpelt an der NYSE mit 1,3 Mrd. weiter rum, während Nasdaq mit 1,8 Mrd. minimalst erhöht ist. Future-Kontrakte mit 270.000 ebenfalls nur sehr lau. New highs an der NYSE wieder recht deutlich höher, während new lows niedriger. Das wird doch nicht schon wieder eine Bukllenspinnerei geben? TRIN verharrte mit 1,20 im ruhmreichen Abverkaufsbereich ausländischer Investoren.

Konjunkturdaten suchte man auch gestern vergeblich, womit erneut der Q2-Zahlenreigen im Vordergrund stand. Dieser war im Gegensatz zum Wochenbeginn sehr negativ gesäht, da viele von Investitionen abhängigen Firmen deftige Umsatz- und Gewinnrückgänge vermelden mussten. Doch eine Katastrophe war dies für die Börse nicht, denn auch hier waren die Erwartungen so tief angesetzt, dass ein Unterbinden praktisch gar nicht möglich war. Deutlich über den Erwartungen lag hingegen der weltgrösste Online-Händler Amazon, was aber auch erstaunlicherweise zeitgleich eine Rückkehr zum Insolvenzszenario brachte. Rein netto waren die Verluste nämlich unvermindert erhalten, welche mit dem nächsten Börsencrash & zusammenbrechenden Konsum unternehmensmordend explodieren werden. Somit ist Amazon nichts anderes als eine weitere Blase in einem absolut illusorisch vollzogenen Markt! Gestiegen ist sie trotzdem gewaltig, denn jeder Institutionelle glaubt an eine Wachstumsperle und nimmt sie deshalb ins Depot. Irgendwo erinnert das an E.TV-Zeiten in 2000, oder? Auch AOL Time Warner konnte die Prognosen überbieten. Dabei makaber, dass direkt im Anschluss an diese Zahlen die SEC Einzug gehalten hat, mit Zweifeln ob die Bilanzierung korrekt war. Ist denn diese Firma nur noch ein einziger Betrug ???

Die Lachnummer des Tages kam vom glorreichen Finanzminister John Snow. Dieser würdigte sein Land demutsvoll & sieht nun allerdeutlichste Signale einer massiven Wirtschaftsbelebung, welche von den Steuersenkungen getragen wird & zu einem deftigen BIP-Anstieg in 2003 und vor allem 2004 führen wird. Mehr hatte er dazu aber nicht zu sagen. Keine Details, keine Worte wo er diesen Aufschwung sieht & vor allem 0,000 Argumente warum sich Steuersenkungen so schnell in Taten umsetzen lassen sollen. Damit war es nichts als eine haltlose Kloparole, tupfengleich wie sie zuvor schon Allan Greenspan und zahllosen Analysten ausgesprochen wurde. Doch keiner konnte sagen, was genau wie wächst. Das sind für mich weitere Bestätigungen wie sehr am Ende Amerika in Wirklichkeit ist & nicht das diese Lokomotive bereits wieder an Fahrt gewonnen hat. Daher auch wenig verwunderlich, dass zahllose Notenbanken nach Dollarnoten nun auch amerikanische Anleihen verkloppen ohne Ende. Raus aus Amerika, bevor der hyperinflationäre Staatsbankrott erfolgt!

Äusserst makaber war die Situation an den amerikanischen Börsen. Sah es zu Beginn noch so aus, als setze sich die unvolatile Seitwärtsbewegung fort, mit der nun wohl endgültig alle Trenddynamik flöten gegangen wäre, mahnten die immer umsatzheftigeren Future-Stützungen sehr schnell zur Vorsicht, dass der Markt erneut keinen freien Lauf erhält. Dies wurde dann auch prompt exakt so ab der Mittagspause bestätigt, als eine rekordverdächtige FED-Intervention die nächste jagte. Doch ein Eigenleben kam dabei zu keinem Zeitpunkt auf, weshalb in der letzten halben Stunde weitere FED-Massnahmen greifen mussten. Game over Allan? Es wäre wohl vermessen daraus nun irgendwelche Dornröschenaktionen schlusszufolgern, denn wenn Greenspan tatsächlich will, lässt er bei diesem niedrigen Volumen mal kurz die Muskeln gewaltig spielen und der nächste Ausbruch wird vollzogen. Vll. dienten die letzten Tage als Vorbereitung dafür. Stellt sich nur die Frage wie gefüllt das Ask in den Ausbruchsregionen ist. Damit bleibt es vorerst unverändert innerhalb einer recht deftigen Schiebezone. Kommt Ausbruch, wird die Trenddynamik 1-2% darüber zeigen, ob doch noch Eigenleben, oder weiterhin nur ein Gegurke bzw. dann gewaltiges Crashpotential im Umkehrschluss.
Mit aller Brutalität angezündet wurde Amerika hingegen beim Dollar, der vor allem zum Euro einen regelrechten Crash hinlegte. Weitere Gerüchte um Loslösungen ausländischer Notenbanken und verzweifelte Pushversuche wie von FED-Mann Bernanke brachten eine Depotauflösung nach der anderen. Damit nun Greenspan die finale Niederlage zu unterstellen wäre aber mehr als vermessen. Zum einen verlor seine Währung gegen den Leitstern Yen kaum (hier sehen wir momentan Rekord-Dollar-Käufe der FED!) & zum anderen sollte das Volumen nicht so gigantisch gewesen sein, als das nun sofort eine neue Abschlachterei des Dollars startete. Es war lediglich zuviel VK-Druck im Markt, als das die FED dagegen ankämpfen konnte. Ansonsten lief dies innerhalb einer Schiebezone im Einklang mit den Sommerferien ab, wo nunmal bereits etwas Panik für grössere Bewegungen sorgen kann. Vor genau einem Jahr war es nicht anders. So zumindest die kurzfristige Sichtweise. Mittel- und vor allem langfristig gibt es keine andere Möglichkeit als den Dollar bis zur Unkenntlichkeit zu shorten, denn so offen wird man eine Währungsleiche in den nächsten Generationen mit Sicherheit nicht mehr präsentiert bekommen!

Einen kurzen Blick auf die wohl schönste Überraschung der letzten Tage, nämlich den Gold-Index:

Aus dem Nichts hat es diesen über 10% nach oben gebürstet, kurz nachdem in eine Bash-Kerze des Kartells gnadenlos hineingekauft wurde. Damit steht auch der Gold-Spotpreis wieder im hellsten Licht da & könnte einen riesengrossen Schritt zur nachhaltigen Zwischenbodenbildung tun, sollte sich der HUI nun bis zur schon länger anvisierten Zielmarke 175 P. bewegen (dies dann die mittlere Spitze eines mehrmonatigen Diamanten?). Dort nochmals quer, ehe hochoffiziell die Hyperinflation vorweggenommen werden kann. Verbliebene Amerika-Bullen sollten sich angesichts dieser Entwicklung (Euro & Öl springen genauso hoch!) nun ernsthafte Gedanken über ein weiteres Festhalten an diesem untergehenden Land machen!

Weiterhin endlose Wirren gibt es um den Megamove der Zinsen am langen Ende, die vor allem in Amerika so langsam dramatische Ausmasse annehmen. Einige sehen darin zwar Aufschwungshoffnungen mit entsprechender Vorwegnahme des Marktes, doch in Wirklichkeit sind es ausländische Notenbanken, die seit dem Freddie Mac – Debakel eine Reissleine nach der anderen ziehen. Damit bricht das neuerschaffene Kartenhaus Greenspans nun wohl endgültig zusammen, woran auch die endlosen Beteuerungen nichts helfen. Amerika ist am Ende, wie Folker Hellmeyer im gestrigen Forex-Report exakt so wunderschön anmerkte:

Es ist alles nur noch eine Frage der Zeit...

Viel ausländisches Kapital hat Amerika in den letzten Monaten verloren & auch wenn dies kaum jemand realisieren möchte bzw. kann reicht bereits ein kurzer Blick auf die Kapitalsituation Amerikas und ein jeder sollte begreifen, warum diesem Land in dieser Form keine goldene Zukunft mehr zustehen kann. Ganze Bundesstaaten wie z.B. Kalifornien befinden sich unmittelbar vor dem Bankrott, was öffentliche Leistungen nach und nach zum Erliegen bringt und zahllose Staatsangestellte um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Dies geschieht angesichts einer Überschuldung in Höhe von 38 Mrd. Dollar, nachdem noch vor 2 Jahren der Überschuss bei 9 Mrd. Dollar gelegen hat. Ein Staatskonsum im illusorischen Überschwang und kollabierende Aktienbörsen schafften diesen Höllendreh in rekordverdächtig kurzer Zeit. Entsprechende Massnahmen vollziehen auch andere Staaten um das Weiterleben noch ein wenig zu verlängern. Massachusetts stellte die Krankenversicherungsleistungen für nicht Privatversicherte ein, Kentucky entlässt Gefangene vorzeitig aus der Haft und in Oregon leidet das Bildungssystem, nachdem Schulen früher geschlossen wurden um Kosten zu sparen. Dies setzt sich auch auf nationaler Ebene fort, wo für 100.000de von Angestellten der finanzielle Überstundenausgleich abgeschafft werden soll. Abfeiern heisst dann das Motto, was viele Amerikaner ins finanzielle Chaos stürzen wird. & diese sind wohl selbst die grösste tickende Zeitbombe, nachdem man den Absprung am Ende des jahrzehntelangen Wirtschaftsbooms im Jahr 2000 völlig verpasst hat. Konsumwahn ging ungebrochen weiter & schwindende Vermögen aufgrund zurückgehender Aktienkurse wurde von kreditfinanzierten Immobilienkäufen ausgeglichen, die man dann sofort wieder belieh um das Lotterleben aufrecht zu erhalten. Jetzt sind aber alle Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung vollzogen und es bleibt nur noch die Hoffnung auf eine Rückkehr der Börsenhausse, mit der die momentan tiefroten Depots profitabel aufgelöst und zum Schuldenausgleich bzw. neuer Konsumbereitschaft genutzt werden können. Dies ist wohl ein grosser Hauptgrund, warum Allan Greenspan seit einem Jahr alles dafür tut, um die Börsen auf diesen Pfad zu bringen. Doch was bringt der höchste Aktienkurs, wenn der Gegenwert in Dollarform genauso schnell an Kaufkraft verliert?
All diesen Morast haben ausländische Investoren sehr lange mitgetragen, ehe nach dem verkappten Aufschwung Anfang 2002 dieser breiten Masse bewusst wurde, dass Amerika ein abgrundtief strukturelles Problem hat und auf unabsehbare Zeit keine Rückkehr zu blühenden Landschaften vollziehen kann. Aus dieser Erkenntnis heraus wurde damit begonnen Kapital abzuziehen, was den Dollar bis heute in eine ungebrochene Abwärtsspirale drängte. Die Folgen davon sehen wir in Kalifornien und vielen anderen Orten, denn Amerika lebte in den letzten Jahren einzig noch vom Kapitalimport, bei einer absolut illusorisch hoher Verschuldung. & da sich die Schuldensituation weiter intensiviert anstatt abzubauen, ist in nächster Zeit auch mit keinen Erweiterungen bei Investitionen und Ausgaben zu rechnen, was wiederum weitere Schieflagen nach sich ziehen wird. Dies zuerst nur auf dem Papier, später anhand eines kollabierenden Kreditmarktes und zum Schluss in sozialen Unruhen, denn wer kein Geld mehr besitzt, hat auch keinen Grund noch friedlich zu bleiben. Den absolut tupfengleichen Akt vollzog Argentinien, allerdings nicht binnen weniger Jahre, sondern auf viele Jahrzehnte hinaus. Das Ergebnis jedoch war das gleiche, nämlich ein Staatsbankrott, teilw. bürgerkriegsähnliche Zustände und ein Zerfall in die absolute Bedeutungslosigkeit.
Wer an Wunder glaubt, kann darum beten, dass irgendein Ami das Rad neu in dreieckiger Form erfindet und damit eine neue Haussephase aus Bedürfnissen heraus inszeniert. Wer darauf baut, dass sich die Amis mit allen ihren zur Verfügung stehenden Möglichkeiten diesem Untergang entgegenstellen, der nehme sich eine Weltkarte zur Hand und male artig die seit Jahren laufenden Truppenpositionierungen an strategisch wichtigen Positionen auf. Sobald diese Punkte zu einem weltumfassenden Netz verbunden werden können, sollte im Dominoeffekt ein kriegerischer Akt dem nächsten folgen, ganz getreu dem Motto: Wir holen das notwendige Kapital nun auf räuberische Art zu uns. & wer an eine überlebensgesicherte Zukunft der Welt glaubt, möge allstündlich darum beten, dass die Abkoppelung von Amerika schneller vonstatten geht, als das uns dieses Land auf den Scheiterhaufen verbannt. Ihr habt die Wahl, jeder einzelne für sich selbst. Die Masse macht es dann.

Dritter Tag in Folge ohne Konjunkturdaten, sieht man von den allwöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe ab. Aber morgen geht’s wieder rund!

DOW 60-Minuten-Chart:


Nicht folgen wollte der DOW-Stundenchart dem Szenario einer weiteren Vola-Verengung, so dass hier nun durchaus eine Untertasse als Grundlage für einen deftigen Aufwärtsschub gelegt worden sein könnte. Passend dazu die nur halb abverkaufte lange weisse Kerze von Dienstag. Doch bis zum Ausbruch bei 9280 P. ist dies nur eine Mutmassung, zudem in diesem Bereich alle Indikatoren bereits wieder ganz oben wären.

Um 9120 +/-30 P. der Dreh- und Angelbereich.
9240/9260 P. Zielmarke eines erweiterten Pullbacks, ehe Ausbruchsmarke 9280 P. folgt. 9320 P. dafür das false break.
9080/9070 P. immer noch mögliche Korrekturzone, ehe untere Schiebebegrenzung bei 9030 P. folgt.
Stochastik nun ganz oben, während MACD ganz schüchtern weiter steigt.

DOW 3-Jahres- und 6-Monats-Chart:



Ein weiterer Tag voller Gegurke war es im Tageschart. GD50 ungefährdet, während aufwärts im 9200er-Bereich offensichtlich Verkaufsaufträge ohne Ende liegen. Zusammengefasst bedeutet dies, dass der zusammenlaufende Keil oder steigendes Dreieck weiterhin voll intakt sind. & wenn das noch lange so andauert, ist Stochastik wieder ganz oben und grosse Trendmarke 9450 P. wird kein ok zum nachhaltigen Durchbruch geben.

9140-9180 P. Drehbereich.
9240-9280 P. Ausbruchszone mit Bestätigung 9320 P.
9030-8980 P. Sell mit nächster Turnmöglichkeit bei 8850 P.
Die Marken sind nun so eng, dass man schon schier eine Lupe zum gucken braucht.

S&P 500 3-Jahres- und 6-Monats-Chart:



Zum 3. Mal in Folge punktgenau an der GD50 gedreht hat der S&P, womit nun trotz Kraftlosigkeit ein ordentlicher Schub nach oben recht realistisch wird. Ob dabei echtes oder gedrucktes Geld verwendet wird, interessiert die Charttechnik eh kein Stück!
995 P. würde die Umkehrvollendung bringen, wofür Bestätigung bei 1005 P. liegt. Darüber gilt es zu beobachten, mit welcher Kraft der grosse Ausbruchsbereich 1020-1030 P. angepackt wird. Ist es nur ein laues Lüftchen, wird mit grösster Wahrscheinlichkeit auch darüber keine Eigendynamik aufkommen.
Abwärts 975 P. der Trendbruch mit nächster Drehchance an der Unterkante Schiebezone bei 960 P. Darunter gilt das gleiche wie aufwärts: Beobachten ob Trenddynamik zum nachhaltigen Bruch von 940 P. aufkommt.

Nasdaq100 3-Jahres- und 6-Monats-Chart & Vergleich mit 1929:



Makaber die Situation an der Nasdaq. Wie künstlich gemalt hat man den Index an die Unterkante des offenen Gaps gezogen & kann nun mit einer starken Eröffnung für eine wunderschöne Umkehrinsel sorgen. War die Korrektur tatsächlich nur eine inszenierte Show Greenspans ???

1275-1295 P. dieses Offene Gap. Eröffnung darin bzw. darüber bringt die Insel. Bullische Bestätigung bei 1310/1320 P. & bitteschön entsprechend steigenden Umsätzen.
Abwärts unverändert 1210/1220 P. das Korrekturziel mit Erweiterung 1180 P.
Drei Tage hintereinander mit higher highs und hogher lows. Man darf wirklich gespannt sein nun!

Euro/USD 2-Jahres- und 3-Monats-Chart:


Gold 2-Jahres- und 3-Monats-Chart:


Erfreulicherweise eine gewaltig grüne Kerze konnte der Euro hinlegen, womit die Zone 1,10-1,12 nun allerhöchstwahrscheinlichst als nachhaltiges Tief bestätigt wurde. Daran könnten/sollten zwar noch einige Tests den Sommer über erfolgen, doch sind dies lediglich weitere Standbeine auf dem Weg zum nächsten grossräumigeren Ziel 1,60-1,80. Heiter weiter mit dem Pullback heisst es vorläufig, wo nun ein Schuss bis an die maximale Oberkante 1,1620-1,1660 erfolgen könnte. Zuvor hat sich mit 1,1540-1,1560 eine neue Bremszone aufgetan. Abwärts ist es schwieriger im Ultrakuzfristbereich etwas konkretes auszumachen. 1,1340-1,1380 passabler Drehpunkt, ehe es rasch wieder zum GD-Test bei 1,1220-1,1240 kommen kann.
Eine ultraheftige Kerze legte auch das Gold hin. Heute nochmals sowas & die Oberkante der Schiebezone 353-356 Dollar wäre signifikant überwunden. Darüber besteht wie bereits bekannt ein rasches queeze-Potential auf knapp 370 Dollar, dass damit wohl bereits erreicht wäre. Zum nächsten grossen Ausbruch sollte es die Sommerferien über aber normalerweise nicht mehr reichen. Doch was ist schon normal in solchen Allan-Zeiten? 352-348 Dollar nun die Drehzone untenrum, ehe der Seitwärtstrend wieder voll intakt ist.


Termine heute:
• 08:00 - DE DaimlerChriysler Zahlen 2. Quartal
• 09:00 - IT Einzelhandelsumsatz Mai
• 09:30 - IT ISAE Geschäftsklimaindex Juli
• 10:00 - DE Siemens Zahlen 3. Quartal
• 10:30 - GB Einzelhandelsumsatz Juni
• 14:30 - ! US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
• 17:00 - US Ankündigung 3- u. 6-monatiger Bills
• 19:00 - ! DE Verfall Optionen auf Renten-Futures (Eurex)
• 22:30 - US Wochenausweis Geldmenge



Happy trades...
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Alt 24.07.2003, 06:06   #2
germanasti
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DAX am Morgen:





Richtiggehend kraftlos präsentierte sich der DAX, welcher nach einem kurzen Abverkauf zu Handelsbeginn bis 15.30 Uhr in einer absolut umsatzlosen 10-20 P.-Range stinklangweilig verweilte. Dann kamen die Amis und mit derem rot etwas Verkaufspanik, was aber alles andere als einen grossen Kollaps auslöste. Damit kann man hierfür auch heute die tupfengleiche Bescheinigung wie schon seit vielen Tagen ausstellen: Sommerferien & damit ein planloses Gegurke!

Keine relevanten Nachrichten aus Wirtschaft und Unternehmen standen in Deutschland zur Veröffentlichung an. Warten wir heiter und fröhlich auf die Zahlen von Daimler-Chrysler am heutigen Tag. Es könnte einiges an Brisanz bei Deutschlands höchstverschuldetem Unternehmen vorhanden sein!

Auch technisch gab es so gut wie keine Veränderungen. Ausbruch über rund 3330 P. konnte nicht vollzogen werden, während GD50 eine passable Unterstützung lieferte. So bleibt abzuwarten ob die letzten 7 Handelstage eine bullflag oder Beginn eines neuen sehr heftigen Abwärtstrends sind. Kommt Abwärtsrutsch, fehlen bis knapp unter 3000 P. weiterhin nachhaltige Trendsignale. Springt es hingegen nach oben, könnte die drehende Stochastik ruckzuck zu etwas Kaufpanik führen.
3240-3280 P. auch heute massiver Drehbereich mit Erweiterungen 3220 & 3180 P., ehe einem Lemmings.-sell-out auf 3030 P. oder rund 100 P. unter 3K theoretisch nichts mehr im Wege steht.
& auch obenrum alles gleich: 3320-3360 P. Ausbruchsbereich mit Blocker 3390-3420 & nächstem Ausbruch bei 3450 P.
Minutenchart mit W-Ausbildung oder nächstem Absturz zur Abwärtstrendbestätigung?
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Alt 24.07.2003, 06:07   #3
germanasti
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Nikkei +50 P.
Jeden Tag der gleiche Shortdeckel
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Alt 24.07.2003, 06:07   #4
germanasti
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Währungen noch am Schlafen
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Alt 24.07.2003, 06:08   #5
germanasti
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23/07/2003 22:43
AT&T Wireless mit Gewinnsprung im zweiten Quartal~

Chicago, 23. Jul (Reuters) - Die drittgrößte
US-Mobilfunkgesellschaft AT&T Wireless hat in ihrem
zweiten Geschäftsquartal dank eines die Analystenerwartungen
übertreffenden Zuwachses der Kundenzahlen und höherer Umsätze
einen Gewinnsprung verzeichnet.
Die Aktien des Unternehmens legten daraufhin nachbörslich
auf 8,25 Dollar von 7,80 Dollar bei Börsenschluss in New York
zu.
Der Gewinn sei auf 222 Millionen Dollar oder acht Cent je
Aktie von 19 Millionen Dollar oder einem Cent pro Anteilschein
vor einem Jahr gesteigert worden, teilte der in Redmond im
US-Bundesstaat Washington ansässige Konzern am Mittwoch nach
US-Börsenschluss mit. In den drei Monaten habe das Unternehmen
446.000 neue Kunden gewonnen entgegen der durchschnittlichen
Analystenerwartung von 313.000.
Die Umsatzerlöse seien um 6,3 Prozent auf 4,2 Milliarden
Dollar gesteigert worden, die Dienstleistungserlöse um 8,7
Prozent auf etwa 4,0 Milliarden Dollar, teilte der T-Mobile
[TMOG.UL]-Konkurrent weiter mit. Der Cash Flow, ein wichtiger
Gradmesser für das laufende Geschäft von Mobilfunkunternehmen,
habe um 16,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar zugenommen.
Die gesamte Mobilfunkbranche leidet wegen der schleppenden
Konjunktur und des härter werdenden Wettbewerbs unter geringeren
Kundenzuwächsen. Zudem ist es schwieriger geworden am US-Markt
neue Kunden zu gewinnen, weil mittlerweile die Hälfte aller
US-Bürger über ein Handy verfügt.
fgc/rin
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Alt 24.07.2003, 06:09   #6
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23/07/2003 22:31
US-Mobilfunkausrüster Qualcom mit Gewinn im dritten Quartal~

Chicago, 23. JUL (REUTERS) - Der US-Mobilfunkausrüster
Qualcomm ist dank der Nachfrage nach leistungsstarken
Handy-Chips im dritten Quartal des laufenden Geschäftjahres in
die Gewinnzone zurückgekehrt.
Der Nettogewinn sei auf 191,7 Millionen Dollar oder 23 Cent
je Aktie (verwässert) gestiegen nach einem Verlust von 13,8
Millionen oder zwei Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum, teilte
das in San Diego ansässige Unternehmen am Mittwoch nach
Börsenschluss mit.
Auf Proforma-Basis ohne Investitionen und
Firmenabschreibungen ergab sich ein Gewinn von 33 Cent je Aktie.
Analysten hatten einen Gewinn von 30 Cent pro Aktie erwartet.
chg/rin


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Ob es sich irgendwann wieder aufhört mit den lächerlich niedrigen Erwartungen?
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Alt 24.07.2003, 06:10   #7
germanasti
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23/07/2003 21:53
McTeer erwartet US-Wachstum im 3. Quartal nahe drei Prozent~

Dallas, 23. Jul (Reuters) - Die US-Wirtschaft kann nach den
Worten des Präsidenten der Federal Reserve Bank von Dallas,
Robert McTeer, für einige Zeit über ihrem Potenzial wachsen,
ohne dadurch Inflationsgefahren auszulösen. Im dritten Quartal
dieses Jahres könne das Wachstum leicht drei Prozent erreichen.
"Es gibt eine Menge Spielraum in der Wirtschaft und am
Arbeitsmarkt und in ungenutzten Kapazitäten. Deshalb hat die
Wirtschaft viel Raum, für eine ganze Zeit schneller zu wachsen
als ihre langfristiges Potenzial, bevor dieser Spielraum
ausgenutzt ist und die Gefahr der Inflation zurückkehrt", sagte
McTeer am Mittwoch vor dem Rotary Club im texanischen Dallas.
Ein Wachstum von mindestens fünf Prozent sei mehrere Jahre lang
möglich, "ohne dass man sich um die Rückkehr der Inflation
Sorgen machen muss". Die US-Notenbank (Fed) sei mehr besorgt,
dass die Inflation zu weit zurückgehen, als dass sie ein wenig
steigen könnte.
Vor Journalisten sagte McTeer nach seiner Rede, die
US-Wirtschaft könne im dritten Quartal dieses Jahres leicht um
drei Prozent wachsen und in den letzten drei Monaten sogar noch
stärker expandieren. "Ich glaube, dass drei Prozent im dritten
Quartal leicht möglich sind", sagte McTeer, der in diesem Jahr
keine Stimme in dem für die Geldpolitik verantwortlichen
Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) hat.
Im ersten Quartal dieses Jahres war das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) der USA mit einer Rate von 1,4 Prozent gewachsen.
Volkswirte haben für das zweite Jahresviertel ein Wachstum von
1,5 Prozent vorhergesagt. Die erste Schätzung dafür will die
US-Regierung in der nächsten Woche veröffentlichen.
fgc/rin

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Das ist doch lächerlich bei dieser Schuldensituation von einem mehrjährigen Wachstum ohne Inflation zu sprechen.
1+1 ist auch in Amerika 2, dummer Mc Asphalt!
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Alt 24.07.2003, 06:11   #8
niemandweiss
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Guten Morgen
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Alt 24.07.2003, 06:11   #9
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moin @all
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Alt 24.07.2003, 06:43   #10
cherry
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guten morgen @all+@germa
__________________
gruss
cherry
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Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen das man Geld nicht essen kann.
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Alt 24.07.2003, 07:02   #11
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Alt 24.07.2003, 07:07   #12
niemandweiss
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http://taurosweb.de/index.php?id=01803

Gold wird sich als das beste Geld erweisen – Aber bis das weithin wahrgenommen wird, vergeht noch etwas Zeit
(22.07.2003)

Der Goldpreis ist wieder auf dem Weg nach oben. Wohlgemerkt: in US-Dollar. Wieder einmal zeigt die Kehrseite einen sich abschwächenden Dollar. Der Mechanismus ist klar, denn Gold verhält sich zur amerikanischen Valuta wie eine andere solide Währung.

Diese Mechanik hat nichts mit der fundamentalen Situation am Goldmarkt zu tun. Sie gibt nicht viel her für einen real, also auch gegenüber dem Euro steigenden Goldpreis. Erst wenn Gold gegenüber allen bedeutenden Valuten anzuziehen beginnt, stellt sich die Frage, wo die Gründe liegen. Der Punkt wird kommen, aber noch ist es nicht so weit.

Bei Gold geben auf der Angebotsseite die Verkäufe der Zentralbanken den Ausschlag. Auf der Nachfrageseite nimmt der Abbau der Sicherungs- oder Vorausverkäufe seitens der Produzenten (Hedge Books) die entscheidende Rolle ein.

In den kommenden Monaten wird man sehr aufmerksam darauf achten müssen, wie die Verringerung der Hedge Books weitergeht. Sie steuert auf ein natürliches Ende zu, denn irgendwann gibt es nichts mehr zum Abbauen.

Dann bricht auf der Nachfrageseite ein wesentlicher Pfeiler weg. Sollte dies zeitlich mit Hinweisen darauf zusammentreffen, dass sich die europäischen Zentralbanken nicht auf eine Verlängerung ihres Washingtoner Goldabkommens vom September 1999 einigen können, wäre dies ein schwerer Schlag für den Goldmarkt.

In diesem ersten Abkommen hatten sie sich darauf verständigt, ihre Goldverkäufe und auch andere Operationen am Goldmarkt wie das Ausleihen physischer Ware begrenzen, um den Markt nicht weiter zu belasten. Würde das Abkommen nicht verlängert, könnte jede Zentralbank in Westeuropa Gold nach eigenem Gutdünken verkaufen.

Doch es kann sich durchaus auch so fügen, dass die physische Nachfrage seriöser, langfristig orientierter Anleger in der Zwischenzeit ausreichend zunimmt, um schwindende Nachfrage der Produzenten auszugleichen und auch steigende Verkäufe der Zentralbanken aufzunehmen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn die monetären Bedingungen in der Welt verschlechtern sich wegen der neuen Schuldenorgie bedeutender Staaten rapide.

Im Gegensatz zu vielen Auguren, die in der massiv wachsenden Verschuldung die Voraussetzungen für einen massiven Inflationsschub sehen, argwöhnen wir hinter dem Prozess eine gravierende Aushöhlung des "inneren Werts" der bedeutenden Währungen. Im Zusammenspiel zwischen diesen Valuten geht es dann vordergründig nur noch darum, wie schnell und wie aussichtslos das eine oder das andere Land in die Schuldenfalle gerät.

Anleger aller Klassen werden aber schon früh erkennen, dass in einer solchen Situation physisches Gold das bessere Geld ist. Nicht ohne Grund gab es in der Vergangenheit immer wieder Phasen, in denen Gold als das einzige wahre Werterhaltungs- oder Wertaufbewahrungsmittel gegolten hat.


Arnd Hildebrandt

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Alt 24.07.2003, 07:10   #13
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Moin miteinander
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Alt 24.07.2003, 07:12   #14
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Der Nikkei kämpft heute eisern gegen die US-Shorties
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Alt 24.07.2003, 07:12   #15
niemandweiss
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ergänzend :

Was wird aus dem Washingtoner Goldabkommen ? – Von Herbst 2004 an kann eine physische Verkaufswelle drohen
(18.07.2003)

Am Goldmarkt wird es langsam für jene interessant, die längerfristig disponieren müssen oder wollen. Es geht um die Frage, ob und, wenn ja, wie das im September 1999 geschlossene Washingtoner Goldabkommen verlängert wird, wenn es im September 2004 ausläuft. Die Ortsbezeichnung Washington führt in die Irre. Auf das Abkommen haben sich 15 europäische Zentralbanken mit Rückendeckung ihrer jeweiligen Länder verständigt. Dass es in Washington geschlossen und bekanntgegeben wurde, war eher ein Zufall.

Sinn dieses Abkommens war und ist, die Goldabgaben der verkaufswilligen europäischen Zentralbanken zu begrenzen und zu koordinieren, um den seinerzeit vom niedrigen Goldpreis hart bedrängten Produzentenländern Luft zu verschaffen.

Hinter den Kulissen wird schon seit längerem darüber diskutiert, wie das Abkommen verlängert werden könnte. Dabei spielt der Umstand eine bedeutende Rolle, dass vor einiger Zeit auch die Deutsche Bundesbank, die bisher praktisch nichts aus ihren Reserven abgab, Verkaufsabsichten geäußert hat.

Wegen der misslichen Haushaltslage und der Verletzungen der Maastricht-Kriterien suchen mehr und mehr Regierungen in Europa nach Möglichkeiten, ihre Kassen zu füllen. Nicht alle von ihnen können ohne weiteres auf die Goldreserven ihrer Notenbanken zurückgreifen. Dafür wären, wie vor allem in Deutschland, Gesetzesänderungen erforderlich.

Der Bundesbank geht es nach Aussagen ihres Präsidenten Welteke nur darum, einen Teil ihrer "toten" Goldreserven in Erträge abwerfende Investments umzuwandeln. Der Staat bekäme im Falle von Verkäufen nach dem gegenwärtigen Gesetzesstand nichts.

Es kann sehr gut sein, dass politische Interessen und Einwirkungen eine Verlängerung oder eine Neuauflage des Washingtoner Goldabkommens verhindern. Dann allerdings würden wohl Dämme brechen, weil jede Zentralbank wieder nach eigenem Gusto Gold verkaufen und/oder ausleihen könnte.

Zusammen mit den bis zum Herbst 2004 gewiss stark nachlassenden Käufen der Goldproduzenten, mit denen sie ihre Sicherungs- und Vorausverkäufe (Hedge Books) abbauen, könnte sich daraus eine fundamentale Konstellation ergeben, die den Goldpreis massiv unter Druck setzen würde.

Dies ist und bleibt aber nur ein, wenn auch gewichtiger Aspekt für den Goldmarkt. Daher sollte er bei allen mittel- bis längerfristigen Überlegungen nicht vergessen werden.


Arnd Hildebrandt

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