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Alt 16.10.2004, 10:38   #12
germanasti
Fidelio der Hölle
 
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Das nächste Baby wird Karstadt sein. :

Fundamentale Fakten hierzu sind hinlänglich bekannt & werden deshalb auch nicht weiter beschrieben.
Momentan läuft eine 500 Mio.-schwere Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer junger Aktien zum anvisierten Wert von €5,35 je Anteilsschein. Die emittierenden Banken wollen aber lediglich 4 Euro garantieren, weshalb auf Karstadt schon einige Shortpositionen bezogen wurden. Bissle mutig finde ich, denn schliesslich beteiligen sich die Schickedanzes mit fast 300 Mio. an der Kapitalerhöhung. Übrig bleiben lumpige 200 Mio. und jede Menge offener Shortpositionen!

Die technische Analyse basiert noch auf die Zeit vor der Kapitalerhöhung & ich hoffe nicht, dass sich durch Fehlpositionierungen eine Verschiebung der Kursziele ergibt. Wäre sehr ärgerlich.

Kurz und knapp:
8,60-8,20 Crashziel (Untertreibung 7,70 möglich) ehe eine glatte 100% Chance 16,80-17,40 wartet. Bei entsprechender Impulsivität und Eindeckungsdrang sind es sogar 20,40-20,80.

Ganz so hochspekulativ & brandgefährlich wie Yukos ist ein Karstadt-Investment nicht, von einer langfristigen Anlage sollte trotzdem abgesehen werden.
Logisch das bei dieser Firma kein Insolvenzverfahren in naher Zukunft zu erwarten ist & die Schickedanzes mit Sicherheit wissen was sie tun. Doch das Dilemma bringen diese und weitere Kapitalerhöhungen bei einem massiven Umsatzeinbruch infolge zur Schliessung kommender Geschäftsfelder und jeder Menge Filialen. In der Substanz könnte dies für Karstadt durchaus eine Gesundung in 3-4 Jahren bringen, doch die Anzahl der Spielkarten (Aktien) ist viel zu hoch um ein momentanes Kursniveau zu gerechtfertigen. Den Schickedanzes ist dies egal, denn sie beteiligen sich fleissig an Kapitalerhöhungen und halten so den Beteiligungswert, sprich sie haben viel mehr Spielkarten in den Händen, was sich später mal per Dividendenzahlungen (wenn’s denn mal wieder welche gibt) doppelt und dreifach rechnet. Der Kleinanleger hingegen schaut dabei dumm aus der Wäsche, denn er investiert nicht in einen Beteiligungswert, sondern nur in die Anzahl der Spielkarten.
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