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Alt 01.04.2012, 15:02   #3
Kojak
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Vor 25 Jahren verdienten die Vorstände der Dax-Konzerne im Schnitt " nur " das 15-fache des Durchschnittlohnes eines dort Beschäftigten. Aktuell liegen wir bei weit über dem 50-fachen. Die Bezahlung der Oben-Sitzer steigt also ein Vielfaches schneller als das Einkommen der Masse. Und weil die oben auch nur in bestimmten Grenzen Essen, Trinken usw. können sind es gerade die Zuwächse oben drauf, die das Kraut fett machen und Polster schaffen.


Das reichste 1% der Deutschen besitzt fast 38% des gesamten Vermögens und hat damit mehr als die unteren 90% zusammen.


1977 - also vor 35 Jahren - besaßen die reichsten 10% zusammen erst 43%. Das bedeutet grob gesprochen: Noch vor 35 Jahren teilte sich die 10 fache Zahl an Leuten oben etwa den selben Vermögensanteil. Die reichsten 10% sitzen jetzt inzwischen zusammen bereits auf knapp 69% des gesamten Vermögens.

Würde man die Verteilung von vor gut 30 Jahren wieder herstellen wollen müsste man den reichsten 10% fast 1,7 Billionen Euro abnehmen und den unteren 90% geben. Das wären über 20.000 Euro für jeden Bürger vom Kleinkind bis zum Greis. Mit einem Schlag mehr auf dem Konto!!! Genau der Betrag würde aber auch ausreichen um fast 80% der Staatsverschuldung Deutschlands zu bedienen.

Das geschieht aber nie - also geht es weiter bir zum Ende!


Und selbst oben ballt es sich immer extremer ganz, ganz oben. Das reichste Promille hält alleine fast schon über 20% des gesamten Vermögens. Wir reden in Deutschland also nur noch über 80.000 Menschen, die über ein Fünftel aller Vermögenswerte bei uns besitzen.

Folgende Grundüberlegung ist entscheidend um zu verstehen was abläuft und kommen wird: Es kann nur da 1 Euro Vermögen entstehen wo auch 1 Euro Schulden entsteht. Wenn also manche reicher werden müssen andere verarmen - sonst geht das nicht.

Die explodierenden Vermögen der Reichen sind die Schulden vieler Privater oder eben der Staaten.


De Antwort wie es soweit kommen konnte bzw. die Lösung liegt hier auch mit in den Steuern.

Nehmen wir mal die "Massensteuern" wie Lohnsteuer, Mehrwertsteuer oder Mineralölsteuer zusammen. Die machten vor 50 Jahren 37% am gesamten Steueraufkommen aus - aktuell sind es über 72%, damit hat sich der Wert an Steuern, der von der Masse bezahlt wird fast verdoppelt.

Die sogenannten Gewinnsteuern auf Geld, Vermögen oder Anlagen sind dagegen im gleichen Zeitraum von 36% auf unter 20% gefallen - haben sich also fast halbiert.

Die Einnahmen durch die Tabaksteuer sind in Deutschland beispielsweise höher als die Einnahmen des Staates auf Kapitalgewinne oder der Betrag, den alle deutsche Unternehmen zusammen an Steuern bezahlen.

Steuern auf Vermögen machen von 100 Euro Gesamtsteueraufkommen nur 2 Euro aus.

Eine Umverteilung oder Entschuldung ohne die Vermögen anzupacken ist völlig ausgeschlossen - daher auch der Linksruck in der Gesellschaft.


http://www.dasbewegtdiewelt.de/inde...reich-in-zahlen
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