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Alt 08.03.2006, 11:38   #15
Setarkos
Trendforscher
 
Registrierungsdatum: Apr 2003
Beiträge: 1.223
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Moin Klaus.

Mir als "Erbsenzähler" ist mit meinen bescheidenen Elliottwavekenntnissen aufgefallen,
daß Du über das Hoch in 2000 III drüber geschrieben hast -
daß dort also ein großer Hausseschub zu Ende ging.
Unter 2002/03 hast Du (A) geschrieben, was wohl heißen soll,
daß da nur ein erster Teil des Moves seit 2000 zu Ende ging.
Jetzt über 2006 soll da auch was zu Ende gehen,
wenn ich Dich richtig verstehe.


Du hast mir ja über´s Wochenende mal ein Buch ausgeliehen
und ich hab´ da vorm Schlafengehen auch ein bißchen drin geblättert,
zwei spannende Ideen habe ich da gefunden.
Eben beim Nutellabrötchen (Glykoseschub) hab´ ich mal folgendes aufgemalt:





Ein Herr Samuel Benner (in Deinem Buch ab Seite 189 - achso,
jetzt nicht mehr, ich fand das so spannend -Entschuldigung )
hat bemerkt, daß sich mittelfristige Bewegungen in einem zeitlichen
Wiederholungsmuster von 8-9-10 Jahren (bzw 16-18-20) abspielen.

Wenn man sich das so anschaut auf´m Chart, denkt man:
der hat mich seiner Beobachtung gar nicht so unrecht.
Jetzt kommt´s aber, Klaus.
Der hat das gar nicht beobachtet, sondern der Prechter in Deinem Buch
schreibt, der Benner hätte seine Theorie schon 1875 (!!) veröffentlicht.



Also, die Aufzeichungen im "Prechter" gehen nur bis 1987,
da zeigt der Benner ein "Low" an und 1987 - ich erinnere mich genau -
da war was ...
Es war nicht absolute Hoch, aber wer im Sommer 1987 ausstieg
und dann etwas später wieder einstieg, dürfte nicht unfroh gewesen sein.

Auch die Zwischenanzeigen 1991 und 1995 waren nicht unwichtig -
ein großes Datum jedenfalls war wieder 2000 - nach Benner ein Hoch.
Anschließend runter bis 2003.

Ich frag´ mich, wie konnte der Mann das 1875 wissen ?
Gibt´s von dem noch mehr ?
Hat der vielleicht auch Lotto-Reihen veröffentlicht ?


Dein Herr Benner sagt übrigens steigende Kurse bis 2.010 voraus
und das nächste große Low in 2.021.
Dummerweise stimmen zwar die Zyklen und 2000 und 2003 hat er ja
"ganz gut" vorhergesehen (u.a. auch 1929-1933 ), aber zwischendurch
gibt es auch mal "Ausreißer", zB 1983 bis 1987.
Gut, 1987 hatten wir schon, aber 1982 startete der große Hausseschub,
den Dein Freund Prechter ja prima gesehehn hat.
Aber 1983 wieder raus ?
Vielleich wollte Prechter wegen Benner unbedingt 1987 die Hausse beenden ?
Das sollte uns zur Vorsicht mahnen, Klaus.



Also, Du siehst schon, ich fand´ die Sache echt faszinierend
und deshalb entschuldigst Du auch bestimmt, daß da jetzt die Seiten fehlen ...


Jedenfalls hab´ ich mir dann noch ein Nutella-Brötchen gemacht
(Brötchen waren aber aus )
und dabei folgendes gemalt:






Nach Beendigung des aktuellen Moves sind folgende Varianten am wahrscheinlichsten:

  • 1. Flat 1 (lila) - Direkter Crash
  • 2. Triangle (grün) - also eine sehr lange Seitwärtsbewegung
  • 3. Flat 2 (blau) - Korrektur, Hausseschub, Crash



Damit überhaupt Szenario 1 in Frage kommt, soll die Gegenbewegung
zum Baissemove zeitlich mindestens gleich lange sein,
wenn man da jetzt so an den Fingern abzählt:
Die zeitlich längste Ausdehnung des Baissemoves erstreckt sich
von März 2000 bis März 2003 (und das muß man wohl nicht so ausdehnen),
jetzt haben wir März 2006.
Hmmm.
Mit der höheren Mathematik hab´ ich´s ja nicht so, aber grob geschätzt - es reicht.

Szenario 2 ist vorher relativ schwierig abzuschätzen
und muß sich auf dem Weg erklären,
das Ziel liegt aber bei mindestens 50% des Gewinns seit 2003,
aktuell also 1.035 im SPX.

Szenario 3 - da kommt schon wieder diese Zeitregel zum tragen.
Da kann ich auf meine Berechnungen von eben zurückgreifen.
2003 bis 2006 ist gleich 3 Jahre, also sind wir dann in 2009 oder später
und bei 970 oder tiefer.



Ja, was hilft uns das eigentlich, Klaus ?
Ich habe da mal drüber nachgedacht, denn Du als "Kassandra"
sagst ja, jetzt geht der Hausseschub zu Ende.
(Heißt Du eigentlich "Benner" mit Nachnamen, Klaus ?)


Also, was wir als erstes brauchen, ist ein Impuls runter
und zwar mit Schmackes, am besten unterhalb des Oktoberbodens.
Dann hätten wir die Bestätigung, daß der Hausseschub seit 2003
zu Ende ist.
Anschließend splittet es sich auf: Szenario 1 bleibt nur aktiv,
wenn der Markt impulsiv fällt, ansonsten muß man schauen,
wie sich die Struktur entwickelt.

Dafür muß der SPX oben erstmal "ausmachen" und impulsiv fallen -
im NDX sagen wir, daß der erste Move schon gelaufen ist,
solange der NDX unterhalb 1.715 bleibt.
Und jetzt müssen wir nur noch gucken, ob der NDX unterhalb 1.715
impulsiv läuft, na, wenn´s weiter nix iss.

Ich hoffe, ich habe da jetzt beim Durchblättern nix Wichtiges übersehen
im Buch, gefällt mir echt gut , vielleicht kauf´ ich´s mir auch,
schon falls Du es Dir mal leihen willst - Du weiß schon, wegen der Seiten ...



Oder gibt´s da noch Fragen, bimbes ?


Gruß
Michael
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